1.Herren: „Noch nicht bei 100 Prozent“. 2.Herren: „Die Jungs haben nie den Kopf hängen lassen“. Damen: „Zu hektisch“
- Chris Martin

- vor 2 Tagen
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Knapper 28:27-Sieg des VfS Warstein in Herdecke

Herdecke/Warstein – Die Verfolger in Schach gehalten und den Drei-Punkte-Vorsprung verteidigt: Die ungeliebte Sonntags-Aufgabe bei der HSG Herdecke/Ende II lösten die Bezirksligahandballer des VfS Warstein nicht immer souverän, am Ende aber erfolgreich. Knapp mit 28:27 setzte sich der Tabellenführer durch. Positive Nachrichten gibt’s zudem aus der Personalabteilung: Der Verdacht einer Handgelenksfraktur bestätigte sich bei Max Bornemann im Laufe der Woche nicht. Dennoch wird der Youngster vier bis sechs Wochen ausfallen.
Bezirksliga Mitte, Männer: HSG Herdecke/Ende II – VfS 59 Warstein 27:28 (15:15).
Beim Gastspiel in Herdecke fehlte darüber hinaus mit Simon Kraus der einzige Linkshänder im Kader aus privaten Gründen. Seine Position auf Rechtsaußen übernahm Julius Rüther. Im Tor sprach das Warsteiner Trainerteam Zoran Kaseric/Tobias Clewing in den ersten 30 Minuten Peter Göke das Vertrauen aus. Ganz zurückzahlen konnte er dieses aber nicht. Hannes Stollberg war später schon besser drin in der Partie.
Nach zwei unsauberen Aktionen zu Spielbeginn glichen die Gäste in der 14. Minute durch Jannes Goldbach erstmalig aus, legten dann durch Florian Hoeck nach Krischer-Zuspiel einen weiteren Treffer zur erstmaligen Führung nach. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Es entwickelte sich ein Spiel mit dominierenden Abwehrreihen. Warstein lag nach 23 Minuten plötzlich mit vier Toren hinten (14:10). Jannis Luca, Adam Mir und Julius Rüther brachten den VfS in Überzahl aber wieder heran. Für den 15:15-Halbzeitstand sorgte Philip Schröder. Julius Rüther ließ dann aber die Pausenführung liegen.

In Halbzeit zwei waren die VfSler besser unterwegs. Jannis Luca warf erstmals eine Zwei-Tor-Führung heraus (16:18). Bezahlt machte sich auch der Wechsel im Tor – Hannes Stollberg entschärfte einige gegnerische Würfe. Beim Vorsprung mit drei Toren (21:24) gut zehn Minuten vor Schluss hatten die Gäste scheinbar bereits beide Hände am Auswärtssieg. Doch es sollte dramatisch werden.
Philip Schröders Ballverlust blieb dann ebenso folgenlos wie eine Zeitstrafe gegen Jonas Schmidt, weil Herdeckes Förster beim Stand von 27:27 einen Siebenmeter an die Latte setzte. Dies nutzte Philip Schröder mit dem 27:28 für Warstein. Einen letzten Angriff über den Kreis – mit siebtem Feldspieler – spielten die Hausherren schlecht aus. Immerhin bekamen sie noch einen direkten Freiwurf mit der Schlusssirene zugesprochen, den die Warsteiner aber in voller Mannstärke blocken konnten. Somit blieb es beim glücklichen Gäste-Sieg.
Trainerstimmen
Zoran Kaseric (VfS): „Der Gegner war keine Laufkundschaft. Gegenüber den letzten Wochen war es heute spielerisch eine Steigerung von uns, kämpferisch sowieso. Auch die Jungs, die heute reingekommen sind, haben sich gut eingefügt. Wir hatten nur einen dünnen Kader. Da wollten wir nicht unbedingt 60 Minuten Tempo spielen. Wir sind noch nicht wieder bei einhundert Prozent, aber die Punkte nehmen wir trotzdem gerne mit. Der Sieg war hart erkämpft.“
Donald Böbel (HSG II): „In meinen Augen hat heute die bessere Mannschaft verloren. Ich glaube, die Warsteiner wissen ganz genau, dass sie heute glücklich hier zwei Punkte mitgenommen haben. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben. Ein Unentschieden hätten meine Jungs verdient gehabt. Wir haben uns am Ende nur nicht belohnt. Wenn wir von Außen treffen und den Siebenmeter von Förster reinmachen, ist das Spiel durch.“
Statistik
Torfolge: 2:0 (3.), 5:3 (10.), 7:8 (17.), 11:9 (19.), 14:10 (23.), 15:15 (30.); 16:18 (35.), 19:19 (38.), 21:24 (50.), 25:25 (53.), 27:26 (56.), 27:28 (60.).
Siebenmeter: HSG 2/3, VfS 0/1.
Zeitstrafen: HSG 4 / VfS 1.
Schiedsrichter: Michael Joppa (HSG Schwerte-Westhofen).
Zuschauer: 80.
HSG II: Kilimann, Weigt; Frischkorn (3), Bickel (3), Wettlaufer (1), Jung, Hofmann (8), Wolf (3), Förster (4/2), Matthee (3), Wenner (1), Blothe, Ziegler (1).
VfS: Göke (1.-30.), Stollberg (ab 31.) im Tor; Goldbach (5), J. Schmidt (4), Krischer (5), J. Rüther (3), Mir (2), Hoeck (2), Schröder (3), Luca (4).
VfS Warstein II: „Die Jungs haben nie den Kopf hängen lassen“
Warstein – Keine Chance auf Wiederholung des Hinspielsieges: Die mit einer sehr jungen Mannschaft angereiste VfS-Reserve verlor am Samstag hoch und bleibt mit nur vier Pluspunkten Tabellenvorletzter.
Kreisliga, Männer: Letmather TV II – VfS 59 Warstein 48:27 (24:13).
Die durch einige Routiniers wie dem nur kurz eingesetzten Kreisläufer Sebastian Mues aufgefüllte Teenager-Truppe des VfS tat sich defensiv schwer gegen die robusteren und routinierten Lennestädter.
VfS-Trainer Christoph Martin: „Natürlich schmerzt es, wenn man 48 Gegentore kassiert, aber offensiv haben die Jungs gute Ansätze gezeigt. Solche Spiele sind wichtig, um Erfahrungen im Seniorenbereich zu sammeln und sich besser miteinander einzuspielen.“
Im Angriff entwickelte Yannick Enste meist über halblinks viel Zug zum Tor, verwandelte die Strafwürfe sicher, was ihn mit 13 Toren am Ende zum erfolgreichsten Schützen machte.
Bis zum 12:7 hielten die Gäste halbwegs mit, aber nach 27 Minuten hatte der LTV erstmals einen zweistelligen Vorsprung herausgeworfen (19:9) und gab auch im zweiten Abschnitt mächtig Gas. Am Ende hatten gleich fünf Letmather mindestens sechs Tore erzielt.
„Wir hatten viel Pech im Abschluss, dadurch etliche Konter kassiert“, erklärte Martin, warum es auch in Abschnitt zwei 24 Gegentreffer hagelte. Immerhin hatte der bedauernswerte Keeper Max Tonne noch ein spätes Erfolgserlebnis, denn er besorgte zum 47:27 gegen die eine Überzahl herstellenden Hausherren ins verwaiste Netz das letzte VfS-Tor.
„Die Jungs haben nie den Kopf hängen lassen und werden das Ergebnis mit Sicherheit richtig einordnen“, meint Martin auch im Hinblick auf das Derby am Samstag ab 17.45 Uhr in Warstein gegen Sundern.
VfS II: Tonne (1); Enste (13/5), Heppelmann (4), Lutter (2), Dubrau (2), Buxot (2), Schmücker (1), Mues (1), Grotenhöfer (1), Kariotis.
17:20-Niederlage für VfS-Frauen
Warstein – Die Handballfrauen des VfS Warstein zeigten beim Gastspiel in Oeventrop am Sonntagnachmittag eine gute Leistung, kassierten am Ende aber die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel. Mit 6:10 Punkten rutschte der VfS auf Rang fünf ab.
Kreisliga Ost, Frauen: SG Ruhrtal II - VfS 59 Warstein 20:17 (6:9).
In der ersten Halbzeit verlief die Partie zunächst ausgeglichen (5:5/19.), dann setzte sich der VfS über 5:7 (23.) bis zur Pause auf drei Tore ab.
Nach dem Seitenwechsel hielt Warstein bis zur 38. Minute die Drei-Tore-Führung (10:13), doch die SG-Reserve, die sich mit drei Spielerinnen aus der ersten Mannschaft verstärkt hatte, glich nach 47 Minuten zum 14:14 aus. Die letzte Führung des VfS erzielte Emma Stollberg zum 15:16 (50.). In den letzten zehn Minuten kassierten beide Mannschaften jeweils noch drei Strafzeiten. Ruhrtal II setzte sich bis zum 20:17-Endstand entscheidend ab (57.). So fuhren die Gastgeberinnen den ersten Saisonsieg ein.
„Es war hitzig. Meine Mannschaft hat gut gekämpft und Torfrau Karin Schrewe uns im Spiel gehalten. Die erste Halbzeit war gut, aber in der zweiten Hälfte haben wir im Angriff zu schnell abgeschlossen. Da wurden wir zu hektisch“, resümierte VfS-Trainer Tobias Stollberg.
Am nächsten Samstag (Anwurf 16 Uhr) erwarten die Warsteinerinnen in der Dreifachturnhalle den ungeschlagenen Spitzenreiter HV Sundern.
Siebenmeter: SG II 8/4, VfS 2/2.
Zeitstrafen: SG II 4, VfS 6.
VfS: Karin Schrewe; Lisa Deisting (5/2), Silke Becker, Emma Stollberg (5), Eva Sablowski (2), Ilka Pietz, Nadine Hendrik, Katja Kieckbusch, Marie-Sophie Roeder (4), Jule Stollberg, Manja Singer-Wege (1).
Soester Anzeiger, 26.01.2025, Text: Oliver Junker, Bernd Grossmann, Thorsten Heinke, Fotos: Thorsten Heinke

























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