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1. Herren: „Ein gewonnener Punkt“. JSG RuWa: „Sehr hohe Leistungsbereitschaft“

Im harten Griff von Husen-Kurl: Warsteins Nachwuchsspieler Max Josef Bornemann, dem mit seinem dritten Tor in der 59. Spielminute der 25:25-Endstand gelingt. Zuvor hatte er zur 23:20- und 13:11-Führung (55./33.) getroffen
Im harten Griff von Husen-Kurl: Warsteins Nachwuchsspieler Max Josef Bornemann, dem mit seinem dritten Tor in der 59. Spielminute der 25:25-Endstand gelingt. Zuvor hatte er zur 23:20- und 13:11-Führung (55./33.) getroffen

VfS Warstein rettet 25:25-Remis in Husen-Kurl

Warstein – Die Handballer des VfS Warstein beschließen die Hinrunde in der Bezirksliga mit dem ersten Unentschieden der Saison. Beim heimstarken TVE Husen-Kurl müssen die Warsteiner sogar lange um den einen Punkt zittern, ehe sie am Ende in Unterzahl noch zu einem 25:25 kommen. Damit gehen sie mit dem Mini-Vorsprung von nur einem Zähler auf Hauptverfolger TV Arnsberg in die am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den TV Neheim beginnende Rückserie.


Bezirksliga, Männer: TVE Husen-Kurl - VfS 59 Warstein 25:25 (11:12).

In der Gartenstadt im Dortmunder Stadtteil kam der Gast aus Warstein nochmal mit einem blauen Auge davon. So lassen sich die 60 Minuten kurz und knackig zusammenfassen. Trainer Zoran Kaseric hatte schon im Vorfeld einen Kaltstart seiner Schützlinge befürchtet, nachdem vor dem so wichtigen Nachholspiel nur drei Übungseinheiten absolviert werden konnten.

Bis auf Maximilian Rüther und den beruflich verhinderten Peter Göke reiste der Tabellenführer in Bestbesetzung an und kam auch gut rein in die Partie. Philip Schröder feuerte in der Anfangsphase aus dem Rückraum aus allen Lagen – mit Erfolg. Und auch vom Kreis waren die Warsteiner in Person von Jonas Schmidt erfolgreich. Scheinbar beruhigend führten die Gäste nach 17 gespielten Minuten mit 10:5.


Warsteins Bank feiert die Führungstore. Chefcoach Zorn Kaseric (l.) bleibt skeptisch
Warsteins Bank feiert die Führungstore. Chefcoach Zorn Kaseric (l.) bleibt skeptisch

Husen-Kurls Trainer Dennis Brenscheidt sah sich zu einer ersten Auszeit gezwungen. Diese tat den Warsteinern gar nicht gut, denn in der Folge verloren sie komplett den Faden. Vielleicht auch dadurch bedingt, dass Zoran Kaseric mehr oder weniger auf allen Positionen munter durchwechselte. Es häuften sich die Ballverluste und technischen Fehler im Warsteiner Spiel. Husen-Kurl nutzte dies und glich durch Robin Rautert zum 11:11 aus (27.). Jannes Goldbachs verwandelter Siebenmeter bedeutete dann immerhin noch eine knappe Warsteiner Halbzeitführung. Doch das Warsteiner Spiel stand an diesem Tag auf äußerst wackeligen Füßen. Gerade der Angriff wirkte lethargisch.

Besserung sollte sich auch mit Beginn des zweiten Durchgangs nicht einstellen. Immerhin gelang es den Gästen erneut, sich abzusetzen. Der angeschlagene Philip Schröder markierte in der 40. Minute den 13:17-Zwischenstand. Warstein war dann – erneut durch Schröder – in der 46. Minute sogar wieder fünf Tore voraus. Nichts deutete daraufhin, dass diese Partie noch ein echter Krimi werden sollte. Nachdem Schröder wegen Foulspiels mit roter Karte des Feldes verwiesen wurde (50.), Jonas Schmidt und Simon Kraus sich zudem zwei überflüssige Zeitstrafen einhandelten, mit denen das Warsteiner Trainergespann Kaseric/Clewing absolut nicht einverstanden war, glitt den Gästen das Spiel komplett aus den Händen. Plötzlich sah man sich einem Zwei-Tore-Rückstand ausgesetzt. Zudem kassierte man eine weitere Zeitstrafe gegen Adam Mir.

Doch in Unterzahl zeigten die Warsteiner ihr Kämpferherz. Jannes Goldbach aus dem Rückraum und der bis dahin fehlerbehaftete Max Bornemann sorgten tatsächlich noch für den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich.

Und Warstein hatte sogar mit der allerletzten Aktion des Spiels noch die Chance auf den Siegtreffer. Doch ein direkter Freiwurf von Adam Mir wurde von der gegnerischen Verteidigung geblockt. Somit blieb es bei der Punkteteilung


Statistik

Torfolge: 1:3 (5.), 3:6 (9.), 5:10 (17.), 7:11 (21.), 11:11 (27.), 11:12 (30.); 13:17 (40.), 15:20 (46.), 19:21 (52.), 20:23 (55.), 25:23 (58.), 25:25 (60.).

Siebenmeter: TVE 4/4, VfS 3/3.

Zeitstrafen: TVE 3, VfS 6.

Rote Karte: Philip Schröder (Foulspiel, 50.).

Zuschauer: 27.

Schiedsrichter: Baum/Kobbeloer (TV Wickede).

TVE: Kemna, Rose (im Tor), Schultz, R. Krohne (7/4), K. Krohne (3), Kober, Schäfer (2), Rediger (1), Rautert (2), R. Albert (9), Maurer (1).

VfS: Stollberg, Tonne (bei einem Siebenmeter) im Tor; Goldbach (4/3), J. Schmidt (3), Krischer (5), Kraus (1), J. Rüther, Bornemann (3), Hoeck (3), Mir (2), Luca, Schröder (4)


Trainerstimmen:

Dennis Brenscheidt (TVE Husen-Kurl): „Wenn du die Schlussphase siehst, dann fühlt sich das heute schon wie ein verlorener Punkt an. Auf beiden Seiten war es ein zerfahrenes Spiel, das dann am Ende auch noch hektisch wurde. Der Torhüter bei Warstein hat in der ersten Halbzeit schon viel ausgemacht. Letzte Saison hatten wir genau solche Spiele, wo wir mit fünf, sechs Toren zurückliegen und am Ende mit elf oder zwölf aus der Halle geschossen werden. Deshalb: Riesenkompliment an meine Mannschaft! Das 25:25 fühlt sich nur kurz schlecht an.“

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Am Ende für uns ein gewonnener Punkt. Wir waren zweimal weg, schaffen es dann aber nicht, den Sack zuzumachen. Wir haben uns im Angriff heute schwergetan. Das hat man gesehen. Wenn wir solche Spiele auswärts gewinnen wollen, müssen wir eine bessere Torquote vorweisen. Das haben wir heute nicht geschafft. Hinzu kommen dann solch merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen, als Simon Kraus beispielsweise wegen einer angeblichen Schwalbe eine Zeitstrafe kassiert. Das verstehe ich nicht!“



„Jeder, der heute auf der Platte stand, hat gebrannt“: Die Oberliga-JSG Ruhrtal/Warstein, hier Jonas Brüggemann, landet in der Ruhrtalhalle gegen Münster ihren fünften Saisonsieg
„Jeder, der heute auf der Platte stand, hat gebrannt“: Die Oberliga-JSG Ruhrtal/Warstein, hier Jonas Brüggemann, landet in der Ruhrtalhalle gegen Münster ihren fünften Saisonsieg

B-Junioren Ruhrtal/Warstein landen gegen Münster fünften Saisonsieg

Warstein/Oeventrop – Auf ihre Heimstärke können sich die B-Juniorenhandballer der JSG Ruhrtal/Warstein auch zu Beginn des neuen Jahres verlassen. Sie feierten mit einem 37:33 über Münster den fünften Saisonsieg. Den direkten Vergleich gegen die Gäste konnten sie aufgrund des Hinspielergebnisses (26:32) aber nicht für sich entscheiden. Trotz Rückenbeschwerden avancierte Joshua Furmaniak mit zwölf Treffern zum Matchwinner. Trainer Benedikt Furmaniak war nachher aber wichtig zu erwähnen, dass die gesamte Mannschaft einen geschlossenen Auftritt hinlegte: „Ich bin stolz auf die Jungs! Sie zeigen eine sehr hohe Leistungsbereitschaft.“


Oberliga, B-Jugend: JSG Ruhrtal/Warstein – HV 2020 Münster 37:33 (20:17).

Festspieltag in der Ruhrtalhalle in Oeventrop: Vor knapp 150 begeisterten Fans legte die heimische JSG los wie die Feuerwehr. Selbst in doppelter Unterzahl nach Zeitstrafen gegen Florian Reddig und Joshua Furmaniak (beide 4. Minute) geriet sie nicht ins Wanken. Mit 8:5 erspielte sie sich erstmalig eine Drei-Tore-Führung (9.). Münster nahm daraufhin eine Auszeit und wechselte früh den Keeper (12.). Auch in der Folge ließ die JSG den Fuß auf dem Gaspedal, war in jeder Angriffsaktion gefährlich und führte dank Linkshänder Reddig zwischenzeitlich sogar mit 15:9 (15.). Danach kam jedoch ein kleiner Bruch ins Spiel, was die Gäste nutzten, um zu verkürzen. Der eingewechselte Mats Deventer führte sich mit einem Tor und einer Zeitstrafe ein (beide 19.). Lenni Weller stellte den 20:17-Halbzeitstand her.


"Ich bin stolz auf die Jungs": B-Jugend Trainer Benedikt Furmaniak
"Ich bin stolz auf die Jungs": B-Jugend Trainer Benedikt Furmaniak

Nach dem Wechsel blieb aus Sicht der JSG zunächst alles in der Ordnung, bis Münster stärker aufkam und zum 22:22 ausgleichen konnte (30.). Wichtig war dann in der Phase, dass die JSG nicht den Kopf verlor und der mittlerweile im Tor stehende Mats Kollbach mit einigen Sensationsreflexen seine Mannschaft wieder auf die Siegerstraße brachte, nachdem es zwischenzeitlich sogar 25:26 für Münster gestanden hatte. Auch der wieselflinke Elia Kostomitsopoulos auf Außen trug in der Schlussphase mit zwei Treffern zum Erfolg bei. Erneut Lenni Weller sorgte für den Schlusspunkt einer rassigen Partie.

JSG-Coach Furmaniak war aus dem Häuschen: „Jeder, der heute auf der Platte stand, hat gebrannt. Das brauchen wir in jedem Spiel, und dann können wir es zu Hause jedem Gegner schwer machen. Wir nehmen uns weiterhin vor, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Das heute war ein guter Anfang. Wir richten den Blick in der Tabelle jetzt nach oben und wollen die ärgerlichen Spiele, die wir in der Hinserie gehabt haben, ausmerzen.“



JSG: Clemens Narten, Mats Kollbach (im Tor), Matti Bathe, Tom Goldbach, Elia Kostomitsopoulos (2), Lenni Weller (8), Jonas Brüggemann (2), Florian Reddig (6), Felix Trompetter (5), Mats Deventer (2), Joshua Furmaniak (12/2), Ben Schunke.

Soester Anzeiger, 12.01.2026, Text + Fotos: Thorsten Heinke



 
 
 

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