1. Herren: Mehr als ein Jahrzehnt ungeschlagen. VfS-Frauen und 3. Mannschaft im Vorprogramm. JSG Auswärts gegen Schalke 04
- Chris Martin

- vor 11 Minuten
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VfS Warstein Samstag zum Bezirksliga-Topspiel in Arnsberg / Reserve sagt ab

Warstein – Am Samstag wird die Arnsberger Rundturnhalle auf den Zuschauerrängen aus allen Nähten platzen: Die Konstellation, dass sich die Dauerrivalen TV Arnsberg und der mit zwei Fanbussen anreisende VfS Warstein als Tabellenzweiter und Spitzenreiter gegenüberstehen, also „die Mutter aller Handballderbys Sauerlands“ gleichzeitig ein direktes Duell um den Titel in der Bezirksliga ist, hat es so noch nicht gegeben. Schlechte Nachrichten hingegen eine Etage tiefer: Aus Personalmangel hat die VfS-Reserve ihre Partie beim Kreisliga-Spitzenreiter Wickede abgesagt. Dazu Trainer Christoph Martin: „Leider hat es keinen Ausweichtermin gegeben. Wir wussten schon seit Wochen, dass uns am Samstag etliche Akteure wegen Karneval fehlen werden.“
Bezirksliga Mitte, Männer: TV Arnsberg – VfS 59 Warstein (Samstag, 20 Uhr, Rundturnhalle, Schiedsrichter Phillip Dammers/Jannes Görler, Hinspiel 33:41).
Der Hauptgrund, warum beide Teams ganz oben in der Tabelle stehen, ist ihre Heimstärke, denn der letztjährige Vizemeister VfS ist ja schon im zweiten Jahr daheim ungeschlagen. Und auch die Arnsberger weisen eine aktuell makellose Heimbilanz ohne Verlustpunkt auf. Sind sie deshalb Favorit? Wenn man die letzten zwölf Jahre betrachtet, keineswegs, denn so lange ist es her, dass der TVA einen Sieg über den Nachbarn bejubeln durfte – und das war (mit 26:25) auch noch in Warstein.
Die Trainer Jan Klute (TVA) und Zoran Kaseric (VfS) sind sich einig: „Das wird ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Tagesform und höhere Abschlussquote den Ausschlag geben werden.“ Kein Wunder, wenn man sich das Torverhältnis anschaut: Beide Teams haben je 456 Treffer auf dem Konto (ein Schnitt von 35 pro Partie), nur bei den Gegentreffen liegt der VfS (357) minimal vor dem TVA (362). Auch bei der Einschätzung, was ein Warsteiner Sieg am Samstagabend bedeuten würde, liegen beide Trainer auf einer Linie. Klute: „Gewinnt der VfS erneut, ist er nicht mehr einzuholen, denn dann hätte er fünf Punkte Vorsprung plus den direkten Vergleich.“ Kaseric denkt ähnlich, auch wenn er pflichtgemäß darauf hinweist, dass noch drei zum Teil hohe Auswärts-Hürden auf Warstein beim ASC Dortmund (27. Februar), Villigst/Ergste II (8. März) und Borussia Höchsten (21. März) warten.
Beim Rückblick auf das Hinspiel Ende September, in dem der TVA nach prächtigem Start noch unter die Räder kam, führt Klute mehrere positive Aspekte an. „Wir haben ansatzweise gezeigt, dass wir uns mit unserer auf extremes Tempospiel angelegten Spielweise durchsetzen können, wenn alle Rädchen ineinander greifen. Immerhin haben wir trotz mäßiger Chancenverwertung in Warstein 33 Tore erzielt.“ Dass die Niederlage mit 41 Gegentoren dennoch so heftig ausfiel, führt Klute auf eine schwache Performance der Einwechselspieler zurück, geht aber fest davon aus, dass seine Rotation diesmal keinen Bruch ins Spiel bringen wird.
Die Personallage ist bei Arnsberger Feldspielern deutlich besser als im ersten Vergleich. Nur Rechtsaußen-Talent Phil Klömich, für den Routinier David Capristo einspringt, fällt mit Ellbogenverletzung weiter aus, zudem ist der Einsatz von Jannis Tiemann (Gehirnerschütterung) fraglich.
Fragezeichen gibt es auch bei den Torhütern, obwohl Klute normalerweise auf ein Trio zurückgreifen kann. Beim Sieg in Husen-Kurl stand Lukas Wennmann alleine zwischen den Pfosten und bleibt, obwohl leicht angeschlagen, erste Wahl, denn Henning Peitz muss passen, Johannes Drees ist auch nur bedingt einsatzfähig.
Deutlich entspannt hat sich die Personallage beim Tabellenfüher Warstein, denn nur der verletzte Max Bornemann muss zuschauen. Linkshänder Simon Kraus ist wieder an Bord und steht gleich vor der schweren Aufgabe, Kontertore des wieselflinken TVA-Goalgetters Felix Stratenschulte zu unterbinden. „Wir setzen aber nicht auf reine Manndeckung. Wer am nächsten dran ist, jagt zurück“, lautet die Devise von Kaseric, der in der konsequenten Bewachung von „Speedy“ Stratenschulte einen Schwerpunkt der Defensivarbeit sieht.
Ohnehin lautet die Devise bei Kaseric: „schnell nach vorne, aber mindestens genau so schnell zurück“, denn wenn man die Arnsberger in den Positionsangriff zwingt, haben sie es trotz der Qualitäten des sein letztes Derby bestreitenden Regisseurs Alex Blanke oder der neuen Halbschützen Fabienne Rüther und Nils Schopper deutlich schwerer, zu Torerfolgen zu kommen.
Da beim VfS auch Maximilian Rüther und Eduard Schill zumindest als Teilzeitkräfte zur Verfügung stehen, hat Trainer Kaseric öfter die Möglichkeit, seinen Stammkräften Pausen zum Luftholen zu gönnen. Und das dürfte angesichts des Plans, den TVA mit dessen eigenen Mitteln zu bekämpfen, nämlich jede Gelegenheit zum Schnellangriff zu nutzen, auch nötig sein.
Am Samstag um 16 und 18 Uhr in Arnsberg / Trainer Stollberg: „Trotz kleines Kaders punkten“

Warstein – „Arnsberg-Tag“ für den VfS: Vor dem Bezirksliga-Topspiel der Männer sind am Samstag im Vorprogramm 3. Mannschaft und Frauen in der Rundturnhalle am Ball.
Kreisliga Ost, Frauen: TV Arnsberg II - VfS 59 Warstein (Samstag, 18 Uhr, Rundturnhalle, Schiedsrichter Nader Tawanapour, Hinspiel 20:22).
Im Jahr 2026 sind Warsteins Handballfrauen zwar noch ohne Punktgewinn (drei Spiele, drei Niederlagen), doch beim 26:32 zuletzt gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter HV Sundern spielten sie stark auf. Der Warsteiner Hinspielerfolg gegen Arnsberg im November gehörte zu einer Serie von drei Heimsiegen. Nun treffen der TVA (4. Platz, 6:8 Punkte) und VfS (5. Platz, 6:12 Punkte) als Tabellennachbarn aufeinander.
„Trotz der Ausfälle wollen wir mit dem kleinen Kader punkten können“, sagt Warsteins Trainer Tobias Stollberg. Es fehlen die beiden langzeitverletzten Lisa Gößmann und Lilli Funke sowie Marie-Sophie Belke und Emma Stollberg (beide privat verhindert). Der Einsatz von Torfrau Karin Schrewe (angeschlagen) ist fraglich.
Männer, 2. Kreisklasse: TV Arnsberg III - VfS 59 Warstein III (Samstag, 16 Uhr, Rundturnhalle, Schiedsrichter Christoph Gutzeit, Hinspiel 32:30).
Bis 2023 war die VfS-Dritte Dauermeister der 2. Kreisklasse, ab 2024 gingen die beiden nachfolgenden Meisterschaften an den TVA. Um den Titel 2026 konkurrieren drei Teams: SG Ruhrtal III (15:3 Punkte), TSV Bigge-Olsberg II (14:4) und TV Arnsberg III (10:4), der zuletzt aber zwei Niederlagen gegen Olsberg II (17:31) und den Drittletzten Bösperde IV (22:29) kassierte. Auf Platz fünf: Warstein (7:11)
Oberliga-B-Jugend Samstag bei Schalke 04
Oberliga, männliche B-Jugend: FC Schalke 04 – JSG Ruhrtal/Warstein (Samstag, 17 Uhr, Sporthalle Schürenkamp, Hinspiel 28:40).
Obwohl die JSG erst einen Auswärtssieg (bei Schlusslicht Villigst-Ergste) auf der Habenseite stehen hat, reist sie als Favorit an. Zum einen, weil die Schalker überhaupt erst einmal gepunktet haben, nämlich auch gegen Villigst, zum anderen, weil die letzten Wochen mit vier Siegen äußerst erfolgreich für die Spielgemeinschaft verliefen. „Wir wollen den günstigen Terminplan nutzen und uns mit dem fünften Sieg in Folge im Vorderfeld festsetzen“, unterstreicht Trainer Benny Furmaniak den ungebrochenen Ehrgeiz seiner Schützlinge, auch als weitgehender Jungjahrgang in der Oberliga-Spitzengruppe landen zu wollen. Furmaniak und sein Ruhrtaler Kollege Kai Trompetter sind sich einig: „Wenn wir nicht den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen, sind wir das stärkere Team.“ Da Ben Schunke wieder dabei ist, soll mit einer gut gefüllten Ersatzbank das Tempo hoch gehalten werden.
Soester Anzeiger, 06.02.2026, Text: Bernd Grossmann, Fotos: Thorsten Heinke + Lion Hildebrandt
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