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1.Herren: „Ein wahnsinniges Tempo“. 2.Herren: „Fünf gute Minuten reichen nicht“. Damen: „Für uns ist das ein gefühlter Sieg“. JSG RuWa: Heimbilanz bleibt makellos

Spitzenreiter VfS Warstein besiegt SG Ruhrtal II mit 37:23

Tabellenführer mit 23:3 Punkten: Der VfS Warstein gewinnt auch das Bezirksliga-Derby gegen die SG Ruhrtal II. Im Bild: Torwart Peter Göke, Philip Schröder und Jonas Schmidt.
Tabellenführer mit 23:3 Punkten: Der VfS Warstein gewinnt auch das Bezirksliga-Derby gegen die SG Ruhrtal II. Im Bild: Torwart Peter Göke, Philip Schröder und Jonas Schmidt.

Warstein – In der ersten Halbzeit den Gegner streckenweise überrannt, in der zweiten den gegnerischen Torhüter zum Helden geschossen: Zwei völlig unterschiedliche Spielhälften erlebten die Zuschauer der Bezirksliga-Partie zwischen dem VfS Warstein und der SG Ruhrtal II. Am Ende setzte sich der Tabellenführer auch dank sagenhafter 24 Treffer vor der Pause deutlich mit 37:23 gegen das Tabellenschlusslicht durch und geht somit mit einem Drei-Punkte-Polster ins nächste Derby am kommenden Samstag beim TV Arnsberg. Einige Arnsberger Akteure schauten sich den elften Warsteiner Saisonsieg nach dem eigenen Spiel in Husen-Kurl (38:30) noch live vor Ort an.

Bezirksliga Mitte, Männer: VfS 59 Warstein - SG Ruhrtal II 37:23 (24:13).

Fünfter Derbysieg für den VfS Warstein in dieser Saison. Aufgrund des Spielverlaufs war es sicherlich einer der spektakulärsten. Wie schon letzte Woche in Herdecke musste das Warsteiner Trainerteam Zoran Kaseric/Tobias Clewing auf Linkshänder Simon Kraus (private Gründe) sowie den verletzten Max Bornemann verzichten. Anders war die Herangehensweise. Mit Jannes Goldbach als vordere Spitze bot man eine offensive 5:1-Deckung auf und spielte bei jeder Gelegenheit Tempohandball. In den ersten zehn Minuten hatten sich die Gäste darauf noch gut eingestellt, hielten die Partie bis zum 4:4 offen. Dann aber rollte er los der Warsteiner Express. Der in der ersten Halbzeit kaum zu stoppende Joel Krischer (2) sowie Philip Schröder per Doppelpack sorgten für eine erstmalige Vier-Tore-Führung (14.).

Hatten sich die Ruhrtaler zu Beginn kaum technische Fehler geleistet, häuften sich diese in der Folge doch merklich. Somit kam Warstein immer wieder zu leichten Ballgewinnen. Nach 25 Minuten betrug der Vorsprung satte acht Tore.

Adam Mir fügte sich nach seiner Einwechslung nahtlos ein. Jonas Schmidt hatte zwar frühzeitig seine zweite Zeitstrafe kassiert, blieb von einer dritten Hinausstellung und damit roten Karte aber verschont. Julius Rüther sorgte mit dem Wurf ins verwaiste Ruhrtaler Tor für einen sagenhaften 24:13-Pausenstand. Das Warsteiner Spiel lief wie am Schnürchen. Auch das Publikum war begeistert.


"Warstein hat uns teileweise überrannt": Jannis Luca gegen Tobias Tillmann und Fynn Bornemann
"Warstein hat uns teileweise überrannt": Jannis Luca gegen Tobias Tillmann und Fynn Bornemann

Nach der Halbzeit folgte dann aber ein Leistungs- und Spannungsabfall, den sich Cheftrainer Zoran Kaseric nachher so auch nicht erklären konnte. Zwar spielte sich seine Mannschaft weiterhin gute Wurfchancen heraus, die aber meist kläglich vergeben wurden. So lag die Wurfquote in den zweiten 30 Minuten deutlich unter 50 Prozent. Allerdings entpuppte sich auch Ruhrtals Schlussmann Samuel Stoffels als unüberwindbares Hindernis. Stoffels spielte die zweite Halbzeit seines Lebens und brachte die Warsteiner mit seinen Paraden reihenweise zur Verzweiflung. Zoran Kaseric raufte sich am Rand mehrmals die Haare. Da Ruhrtal im Angriffsspiel aber selber weiterhin wenig einfiel, blieb es beim deutlichen Warsteiner Vorsprung. Erst Jannes Goldbach brach in der Schlussphase ein ums andere Mal den Bann. Goldbach sorgte auch für den letzten Treffer des Abends zum 37:23-Endstand.

Am Ende stand ein verdienter Warsteiner Sieg. Am kommenden Samstag in Arnsberg muss die Kaseric-Sieben in puncto Chancenverwertung hochschalten, will sie auch den sechsten Derbysieg der Saison einfahren und damit die weiße Weste wahren.


Statistik

Torfolge: 2:2 (5.), 4:4 (8.), 8:4 (14.), 12:7 (18.), 19:11 (25.), 24:13 (30.); 27:15 (40.), 27:18 (45.), 32:19 (52.), 35:22 (58.), 37:23 (60.).

Siebenmeter: VfS 1/1, SGR 0/3.

Zeitstrafen: VfS 4, SGR 4.

Schiedsrichter: Silas Eickel (HVE Villigst-Ergste).

Zuschauer: 100.

VfS: Göke (1.-30.), Stollberg (ab 31.) im Tor; Goldbach (10/1), J. Schmidt (2), Krischer (7), J. Rüther (1), Mir (7), Enste, Hoeck (5), Schröder (3), Luca (2).

SGR II: S. Stoffels, Schäfer; Rosenberger (2), Steffen, G. Stoffels (1), Bastian Hannappel (1), Steinke (3), Bornemann (1), Benedikt Hannappel, Volmari (4), Rapude (1), Tillmann (10).


Trainerstimmen:

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Der Spielbeginn war etwas verhalten von uns, aber dann sind wir besser reingekommen, haben gut getroffen. Dann kommen wir aus der Kabine und hören auf. In den ersten zehn Minuten machen wir zwei Tore, was natürlich viel zu wenig ist. Fahrlässig, was wir an Chancen vergeben haben. Deswegen ärgert mich, dass die Quote nach der Pause unter 50 Prozent gelegen hat. Mit Blick aufs Arnsberg-Spiel: Beide Mannschaften haben Druck. Es ist ein Derby, welches wir gewinnen wollen. Ganz klar.“

Mathis Rapude (SG Ruhrtal II): „Wir waren die ersten zehn Minuten gut dabei, haben geduldig gespielt und wenig Fehler gemacht. Dann verlieren wir so ein bisschen den Faden, werden ungeduldig. Warstein hat uns teilweise überlaufen, ein wahnsinniges Tempo hingelegt. Die zweite Halbzeit hat mir dann aber wieder besser gefallen. Zum Glück wurde es dann nicht ganz so deutlich, wie man es nach dem Halbzeitstand hätte vermuten können. Die Jungs können an der Aufgabe nur wachsen. Wir versuchen noch so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Dann schauen wir am Ende, für was es reicht.“



16:30 gegen Sundern sechste Niederlage in Folge für VfS Warstein II / Debüt von Ciaran Radin

Drei Würfe, drei Tore: Ciaran Radin gibt an seinem 17. Geburtstag sein Seniorendebüt beim VfS Warstein.
Drei Würfe, drei Tore: Ciaran Radin gibt an seinem 17. Geburtstag sein Seniorendebüt beim VfS Warstein.

Warstein – Nächste Heimklatsche für die 2. Männermannschaft des VfS Warstein: Gegen Sundern mussten sich die Gastgeber mit 16:30 deutlich geschlagen geben. Es war die sechste Niederlage in Folge für das Team von Trainer Christoph Martin. Das Tabellenende kommt damit näher, da Schlusslicht Schwerte-Westhofen den SSV Meschede im direkten Kellerduell mit 37:22 bezwang.

Männer, Kreisliga Iserlohn/Arnsberg: VfS 59 Warstein II - HV Sundern 16:30 (7:16).

Viel Schatten, aber auch lichte Momente im Warsteiner Spiel. Beispielsweise das Seniorendebüt von Ciaran Radin, der an seinem 17. Geburtstag eine einhundertprozentige Wurfquote, drei Tore bei drei Versuchen von Rechtsaußen, vorwies.

Gegen die kompakt stehende Sunderaner Deckung taten sich die Warsteiner richtig schwer, überhaupt Lücken zu finden. Hinzu kamen viele Ballverluste durch unsauberes Passspiel oder Unkonzentriertheiten bei der Ballannahme. So ließ sich Niklas Schulte nach zehn Minuten entnervt auswechseln. Bis dahin hatte die Heimmannschaft auch nur zwei mickrige Törchen auf ihrem Konto. Immerhin konnte sie gegen Ende der ersten Hälfte in doppelter Überzahl den Rückstand verkürzen. Luis Heppelmann tat dies zum 7:13-Zwischenstand.

Gut starteten die Warsteiner in den zweiten Durchgang mit drei Torerfolgen am Stück. Niklas Schulte netzte von Linksaußen ebenso ein wie Leon Mies, der später angeschlagen ausfiel, und Geburtstagskind Ciaran Radin. 10:16 hieß es zu diesem Zeitpunkt. Sundern ließ sich von der kleinen Warsteiner Druckphase aber nicht beeindrucken und zog auf und davon. Nach 48 Minuten war erstmalig mit 11:26 ein 15-Tore-Vorsprung hergestellt. Für den letzten Treffer der Partie sorgte Yannik Enste per Siebenmeter.

VfS-Coach Christoph Martin sagte: „Ein schöner Einstieg für Ciaran, der keine Berührungsängste gezeigt hat. Gerade die Gegentore von Außen haben uns heute richtig wehgetan. Ein so schlechtes Spiel haben die Jungs aber gar nicht gemacht. Vom Schiedsrichter hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. Das war teilweise sehr kurios, sehr wild, was er gepfiffen hat. Wir müssen in allen Bereichen einfach konstanter werden. Fünf gute Minuten, wie nach der Pause, reichen nicht, um Spiele zu gewinnen. Klar sind die Jungs in der Kabine auch angefressen.“

VfS II: Tonne - Lutter, Rappenberg, Grotenhöfer (1), Mies (2), Schulte (1), Heppelmann (1), Enste (3/1), M. Rüther (2), Radin (3), Schill (3), Dubrau, Schmücker, Buxot, Mues.



VfS-Frauen couragiert gegen Spitzenreiter Sundern

Warstein – Ein Warsteiner Mini-Kader mit nur zwei Wechselmöglichkeiten von der Ersatzbank trumpfte gegen den den ungeschlagenen Tabellenführer groß auf, konnte am Ende aber die erste Heimniederlage im vierten Spiel nicht verhindern.

Kreisliga Ost, Frauen: VfS 59 Warstein - HV Sundern 26:32 (15:12).

4:0-Führung nach elf Minuten, 8:4 nach einer Viertelstunde: Warstein überraschte den Favoriten mit einer couragierten Vorstellung. Auch nach dem 10:10 (24.) legte der Außenseiter nach, spielte bis zur Pause mit drei Toren einen erneuten Vorsprung heraus, der bis zum 16:14 (33.) hielt. Ab dem 16:17 (35.) lag Sundern vorn, wobei Warstein nicht locker ließ, auf 21:22 (42.) und 23:25 (51). herankam. Die Gäste spielten robust, was sich in sieben Strafzeiten und „Rot“ gegen Nicole Wilms, die Marie-Sophie Roeder am Hals traf, niederschlug. „Eine richtig gute Mannschaftsleistung. Es wurde gekämpft. Für uns ist das ein gefühlter Sieg“, sagte VfS-Trainer Tobias Stollberg. Siebenmeter: VfS 6/4, Sundern 6/4. Zeitstrafen: VfS 3, Sundern 7. Rote Karte: Nicole Wilms (40:14). VfS: Ann-Kathrin Laustroer (31. - 41. Natalie Jacobs) im Tor; Rebecca Struff (4), Lisa Deisting (4/1), Helen Neuhaus (1), Emma Stollberg (5), Jule Stollberg (4), Katja Kieckbusch, Marie-Sophie Roeder (2), Manja Singer-Wege (6/3).



JSG Ruhrtal/Warstein in B-Jugend-Oberliga 34:27 gegen Saxonia Dortmund

Haupttorschütze beim Heimsieg der JSG Ruhrtal/Warstein gegen die DJK Saxonia Dortmund: Joshua Furmaniak netzte in der Warsteiner Dreifachturnhalle achtmal ein.
Haupttorschütze beim Heimsieg der JSG Ruhrtal/Warstein gegen die DJK Saxonia Dortmund: Joshua Furmaniak netzte in der Warsteiner Dreifachturnhalle achtmal ein.

Warstein – Die B-Jugend der JSG Ruhrtal/Warstein revanchierte sich gegen Saxonia Dortmund für die hohe 24:33-Hinspielniederlage Anfang Oktober und erzielte am Sonntag in der Dreifachturnhalle ihren vierten Sieg in Folge.

Oberliga, männliche B-Jugend: JSG Ruhrtal/Warstein - DJK Saxonia Dortmund 34:27 (15:12).

„Leider hat es nicht mehr gereicht, um den direkten Vergleich für uns zu entscheiden. Dazu haben wir über weite Strecken der Partie zu fehlerhaft gespielt. Trotzdem ist es erfreulich, dass wir unsere makellose Heimbilanz auch mit einer mittelmäßigen Leistung ausgebaut haben“, sagten die Trainer Benny Furmaniak und Kai Trompetter.

Die JSG erwischte einen geradezu perfekten Start, führte nach sechs Minuten bereits mit 5:0 über eine Dortmunder Mannschaft, die sich dann stabilisierte und auf 8:5 verkürzte, ehe die Sauerländer mit drei Treffern in Folge wieder für einen größeren Abstand sorgten. Die letzten zehn Minuten in Halbzeit eins verliefen jedoch alles andere als nach Wunsch. „Durch die Auswechselungen, die wir wegen der Belastungsverteilung unseres kleinen Kaders vorgenommen haben, kam ein krasser Bruch in unser Spiel“, sagte Furmaniak.

Die körperlich überlegenen Gäste kamen dank des starken Jakob Kleinbeck (9) bis auf 15:13 heran und waren beim 21:20 (34,) sogar ganz dicht dran. Die JSG bekam aber noch rechtzeitig die Kurve, verteidigte jetzt wieder aktiver und hielt das Tempo hoch, um konditionelle Vorteile zu erreichen. Und das gelang vorzüglich, denn nach dem 27:24 (44.) legte sie einen 6:0-Lauf inklusive eines Hattricks von Jonas Brüggemann hin und sorgte mit dem 33:24 (48.) für die Entscheidung.

Trompetter blickt schon voraus: „Jetzt wollen wir auch in Schalke gewinnen und die Voraussetzungen schaffen, dass wir zum Saisonende ein Finale um Platz zwei bekommen.“

JSG: Mats Kollbach (45. Clemens Narten); Joshua Furmaniak (8), Lenni Weller (6), Tom Goldbach (5), Florian Reddig (5), Jonas Brüggemann (4), Felix Trompetter (4), Matti Bathe (2), Mats Deventer, Elia Kostomitsopoulos.

Soester Anzeiger, 02.02.2026, Text: Thorsten Heinke, Oliver Junker, Bernd Grossmann, Fotos: Thorsten Heinke, Lion Hildebrandt, Rebecca Struff

 
 
 

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