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Zweite Saisonniederlage

  • vor 16 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Spitzenreiter VfS Warstein verliert in Dortmund 24:27

Mit einer Serie von drei Toren zum 19:15, 19:16 und 20:17 startete Philip Schröder vielversprechend in die zweite Halbzeit. Seine insgesamt fünf Tore aber reichten nicht, um die zweite Saisonniederlage abzuwenden.
Mit einer Serie von drei Toren zum 19:15, 19:16 und 20:17 startete Philip Schröder vielversprechend in die zweite Halbzeit. Seine insgesamt fünf Tore aber reichten nicht, um die zweite Saisonniederlage abzuwenden.

Warstein – Geht die Tür für die Verfolger des VfS Warstein im Titelrennen doch noch einmal ein Stück weit auf? Bei der Mannschaft der Stunde, dem ASC Dortmund II, kassierte der bis dato souveräne Bezirksliga-Tabellenführer aus der Bierstadt mit 24:27 seine zweite Saisonniederlage. Während die Gastgeber im Anschluss nicht nur den siebten Sieg in Folge und den damit verbundenen Klassenerhalt feierten, hatten die Warsteiner zur ungewohnten Zeit am Freitagabend auch mit personellen Problemen zu kämpfen. Ein Beinbruch war das Ergebnis nicht, als Warnschuss sollte man es aber schon verstanden wissen.


Bezirksliga Mitte Männer: ASC 09 Dortmund II - VfS 59 Warstein 27:24 (16:10).

„Kleiner Kader, aber viel vor“, postete der Gast aus Warstein auf seinen sozialen Kanälen unmittelbar vor dem Anwurf in der Aplerbecker Sporthalle. Zu den ohnehin länger verletzten Jan Clewing und Max Bornemann gesellte sich auch noch Jannis Luca mit einer Grippe. Leicht kränklich waren darüber hinaus Julius Rüther, Jonas Schmidt und Florian Hoeck. Maximilian Rüther fehlte ebenfalls. Die Dienstags-Einheit musste der VfS Warstein sogar komplett absagen. Eine ideale Spielvorbereitung sieht natürlich anders aus. Dies merkte man den Gästen zu Spielbeginn aber nicht an.

Bis zur ersten Hinausstellung für Jonas Schmidt (9.) war aus Warsteiner Sicht beim Stand von 5:4 für Dortmund noch alles im Lot. Dann aber schlichen sich mehr und mehr technische Fehler und ausgelassene Chancen ins Warsteiner Spiel ein. Zwar konnte Simon Kraus zum 7:7 ausgleichen (14.), doch ab da ging es steil bergab aus Warsteiner Sicht. Einzig Keeper Hannes Stollberg hielt in dieser Phase dagegen. Bitter, dass sich der 14-Tore-Mann von letzter Woche, Joel Krischer, einen Pferdekuss zuzog und weite Teile des Spiels auf der Bank verharren musste. Dortmund nutzte die wenigen Warsteiner Wechselmöglichkeiten, und auch den einen oder anderen Schiedsrichterpfiff, um sich zur Pause auf sechs Tore abzusetzen. Krischer kassierte, als er noch auf der Platte stand, wegen „Schauspielerei“ eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Trainer Zoran Kaseric raufte sich daraufhin die Haare.

Mit einigen Paraden im Tor verhalf Hannes Stollberg dem VfS bis eine Viertelstunde vor Schluss zum 21:19 Anschluss. Doch dann erhöhte Dortmund auf 24:20
Mit einigen Paraden im Tor verhalf Hannes Stollberg dem VfS bis eine Viertelstunde vor Schluss zum 21:19 Anschluss. Doch dann erhöhte Dortmund auf 24:20

Gut starteten die Gäste dann in den zweiten Durchgang. Florian Hoeck verkürzte per Doppelpack auf 16:12. Nun blühte plötzlich auch der in der ersten Hälfte kaum zu sehende Philip Schröder auf. Schröder traf sowohl zum 18:14 als auch zum 19:15 und 19:16 aus Warsteiner Sicht. Pech hatte er direkt im Anschluss, als sein Wurf mit dem total verklebten Harzball nur am Pfosten landete. Hinten nagelte Hannes Stollberg nun seinen Kasten zu und vorne stellte Jannes Goldbach mit dem 21:19 den Anschluss her (45.). Ging für Warstein doch noch was? Nein! Die Gäste zeigten dann doch wieder Nerven. Jannes Goldbach scheiterte in der Schlussphase unter anderem mit einem Siebenmeter am eingewechselten ASC-Keeper Koch. Und auch seine Teamkollegen Jonas Schmidt und Julius Rüther hatten bei freien Würfen kein Zielwasser getrunken.

So waren die letzten beiden Warsteiner Treffer durch Goldbach und Rüther nur Ergebniskosmetik. Der VfS musste sich zum zweiten Mal in dieser Saison – nach einem 30:31 in der Hinserie bei Menden II – geschlagen geben. Noch aber hat er im Titelkampf alles in eigener Hand.


Trainerstimmen: „Zu viel verballert“

Luca Breickmann (ASC 09 Dortmund II): „Mir war vorher schon klar, dass wir heute eine gute Chance haben würden. In der ersten Halbzeit fand ich das Warsteiner Angriffsspiel schon sehr dünn. Natürlich hatten sie heute einige Personalprobleme. Ich war zufrieden mit meinen Jungs. Nach der Pause haben wir uns mit der offensiveren Warsteiner Deckung schwerer getan, waren wir auch zu träge in manchen Aktionen. Aber ich möchte mich nach einem Sieg gegen den Tabellenführer nicht beschweren. Als Aufsteiger heute den Klassenerhalt zu feiern, ist erst einmal ein schönes Gefühl. Und dann schauen wir mal, was in den verbleibenden Spielen noch möglich ist für uns.“

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Nach gutem Beginn haben wir zu viel verballert, hat auch die Anzahl der technischen Fehler im Verlauf zugenommen. Wir wussten, dass es schwer wird mit diesem kleinen Kader. Es war nicht alles schlecht heute. In der zweiten Halbzeit haben wir besser verteidigt, hat Hannes Stollberg stark gehalten. Besser jetzt die Niederlage als vor ein paar Wochen. Mund abputzen und es beim nächsten Mal besser machen, obwohl es auch dann nicht einfacher wird.“


Statistik

Torfolge: 2:2 (5.), 5:4 (9.), 7:7 (13.), 10:7 (15.), 14:8 (26.), 16:10 (30.); 16:12 (32.), 19:14 (39.), 21:19 (45.), 23:20 (51.), 25:21 (55.), 27:24 (60.).

Siebenmeter: ASC 4/5, VfS 7/8.

Zeitstrafen: ASC 3 / VfS 5.

Schiedsrichter: Felix Jacobs/Viktor Geßner (TSG Schüren).

Zuschauer: 100.

ASC 09 Dortmund II: Feistel, Koch – Koners, Illing (1), Fehling (4), Fligge (2), Wobbe (2), Kiese (5), T. Stöwhase, P. Stöwhase (4), Breickmann (1), Kohlborn (2), Merschhemke, Bünnecke (1), Lorenz (5/4).

VfS 59 Warstein: Stollberg, Göke (bei einem Siebenmeter) – Goldbach (11/7), Schmidt, Krischer (1), Kraus (1), J. Rüther (1), Mir (1), Hoeck (4), Schröder (5).

Soester Anzeiger, 02.03.2026, Text + Fotos: Thorsten Heinke

 
 
 

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