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1.Herren: Der Meister zieht durch. 2.Herren: Schlusslicht in der Kreisliga

  • vor 5 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

VfS Warstein erzielt in Höchsten 16. Saisonsieg mit 30:23

Erneut der Haupttorschütze beim Bezirksliga-Meister VfS Warstein: Joel Krischer steuerte am Samstagabend in Wellinghofen neun Tore, darunter ein verwandelter Siebenmeter, zum 30:23-Sieg über Borussia Höchsten bei.
Erneut der Haupttorschütze beim Bezirksliga-Meister VfS Warstein: Joel Krischer steuerte am Samstagabend in Wellinghofen neun Tore, darunter ein verwandelter Siebenmeter, zum 30:23-Sieg über Borussia Höchsten bei.

Warstein – Der Meister zieht durch, von einem Spannungsabfall ist eine Woche nach dem Titelgewinn nichts zu merken: Mit 30:23 errangen die VfS-Handballer gegen den Tabellenvorletzten Höchsten ihre 16. Sieg im 19. Saisonspiel. Dabei erlebte die Partie in der Wellinghofer Sporthalle, in der sonst die BVB-Frauen ihre Heimspiele vor einer wesentlich größeren Zuschauerkulisse austragen als das am Samstagabend in der Bezirksliga der Fall war, ein überraschendes Comeback aufseiten der Gäste: das von Leonard Simon.


Bezirksliga Mitte, Männer: TuS Borussia Höchsten - VfS 59 Warstein 23:30 (10:16).

Philip Schröder erneut geschont und nur als Zuschauer auf der Tribüne; Jan Clewing langzeitverletzt. Ebenfalls wegen einer Verletzung geschont: Jannes Goldbach. Angeschlagen: Julius Rüther (Daumen getapt), Florian Hoeck (Fuß) und Jonas Schmidt (Handgelenk). Gar nicht erst mitgefahren war Maximilian Rüther. Die Warsteiner Personaldecke im Saisonendspurt lässt keine allzu großen Sprünge zu. Neben Aushilfe Eduard Schill musste auch Leonard Simon ran.


Überraschendes Saisondebüt: Der Kölner Leonard Simon trainiert in den Semesterferien in seinem Heimatverein mit.
Überraschendes Saisondebüt: Der Kölner Leonard Simon trainiert in den Semesterferien in seinem Heimatverein mit.

Der in Köln lebende Simon verbringt seine Semesterferien in der ehemaligen Heimat und schaut immer mal wieder beim Training des VfS vorbei. Trainer Zoran Kaseric brachte ihn fünf Minuten vor Schluss, als das Spiel längst entschieden war. Simons erste Aktion: ein Ballverlust, nachdem ihm das Spielgerät unglücklich an den Fuß gesprungen war, seine zweite war dann gleich sein Debüt-Tor. Da erhoben sich sowohl die Warsteiner Bankspieler als auch 15 mitgereiste Fans und spendeten Applaus.

Der VfS Warstein hatte keine Anlaufschwierigkeiten und schon gar keine Probleme mit dem sonst eher skeptisch gesehenen Harzball. Hoeck (2) und Krischer egalisierten den 0:1-Rückstand durch Höchstens Kockskämper. Dann verletzte sich auf Seiten der Borussen Ganasinski, der bei einer Angriffsaktion unglücklich umknickte.


"Von der ersten Minute an seriös": VfS-Trainer Zoran Kaseric
"Von der ersten Minute an seriös": VfS-Trainer Zoran Kaseric


Zwischenzeitlich verkürzte Höchsten auf zwei Tore, doch bis zur Pause war Warstein wieder auf sechs enteilt.

Nach der Halbzeit traf Simon Kraus Borussen-Keeper Müller bei einer Wurfaktion voll im Gesicht. Die Schiedsrichter beließen es bei einer Zeitstrafe gegen den Linkshänder. Auch wenn die Gäste hier und da ein wenig Luft dran ließen, waren sie jederzeit Chef im Ring. Zwar klappte auch bei Warstein längst nicht alles, wie ein Heber in die Arme des gegnerischen Torhüters von Florian Hoeck zeigte (36.), doch insgesamt war Warstein die klar bessere Mannschaft. Eduard Schill verweigerte noch den 30. Treffer. Den ließ sich kurz darauf Julius Rüther aber nicht nehmen.

Der VfS Warstein unterstrich eindrucksvoll, warum er Meister wurde, und sorgte im Abstiegskampf nicht für Wettbewerbsverzerrung. Nach einer vierwöchigen Pause steht dann am 18. April das letzte Heimspiel gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten TV Eintracht Husen-Kurl an.



Statistik

Torfolge: 1:0 (1.), 1:4 (6.), 3:8 (13.), 7:9 (19.), 9:11 (22.), 10:16 (30.); 11:18 (36.), 15:21 (44.), 18:22 (48.), 20:26 (53.), 22:28 (56.), 23:30 (60.).

Zeitstrafen: TuS 1 / VfS 2.

Siebenmeter: TuS 1/2, VfS 1/1.

Schiedsrichter: Kaulfuss/Schubert (TuS Grünenbaum)/(SG Kierspe-Meinerzhagen).

Zuschauer: 50.

TuS: Müller, Oelker im Tor; Bellwinkel, Hempel (2), Hartmann (4), Henning (1), Kockskämper (5/1), Ganasinski (1), Send (1), Buhl (6), Lessing, Türk, Bottner (2), Gick (1).

VfS: Stollberg, Göke im Tor; Schmidt (1), Krischer (9/1), Kraus (2), J. Rüther (3), Mir (4), Bornemann (4), Hoeck (4), Schill (1), Simon (1), Luca (1).


Trainerstimmen: „Keine Spielereien“

Patrick Drees (TuS Borussia Höchsten): „Es haben vier etatmäßige Halbrechte heute gefehlt , sodass wir sehr puzzeln mussten. Dazu kam die Verletzung von Ganasinski zu Beginn der Partie. Dann wird es im Rückraum einfach eng. Mit einer besseren Chancenverwertung in der ersten Halbzeit gehen wir sicherlich nicht mit Minus sechs in die Halbzeit. Eine solche Niederlage im Abstiegskampf mag man nicht, aber ich kann den Jungs überhaupt nichts vorwerfen. Die zwei Punkte gegen Warstein waren nicht eingeplant, dafür haben wir uns akzeptabel geschlagen. Wir sind weiterhin auf Schützenhilfe angewiesen. Ich glaube aber fest daran, dass wir es packen werden.“

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Die Vorbereitung auf die Relegation beginnt jetzt. Was mich freut, ist, dass wir dieses Mal nur 23 Gegentore kassiert haben. Leonard Simon war die letzten drei Einheiten beim Training. Da hat er mich gefragt, ob er mitzocken kann. Er hat sein Tor gemacht, man merkt ihm aber auch die fehlende Spielpraxis noch deutlich an. Wir hatten kein Interesse an irgendwelchen Spielereien. Deswegen war es gut, dass die Jungs die Sache von der ersten Minute an sehr seriös angegangen sind.“



VfS-Zweite Schlusslicht nach 23:34

Warstein – Die 2. Handballmannschaft des VfS Warstein geht als Tabellenletzter in den letzten Spieltag der Kreisliga: Am Samstag verlor sie das Kellerduell in Schwerte deutlich mit elf Toren Unterschied. Am 17. Saisonspieltag war es die neunte Auswärtsniederlage für die VfS-Zweite, die bei bescheidenen 6:28 Punkten steht.


Kreisliga, Männer: HSG Schwerte/Westhofen – VfS 59 Warstein II 34:23 (19:13).

Die Warsteiner hatten von vorneherein nicht damit gerechnet, ausgerechnet im letzten Auswärtsspiel der Saison erstmals zu punkten, denn dazu war die Spielerdecke zu dünn, fehlten doch die erfahrenen Kräfte.

„In der Schlussphase haben nur noch die Teenager gespielt“, schildert Trainer Christoph Martin, der die deftige Abfuhr in der Sporthalle des Friedrich-Bährens-Gymnasiums recht gefasst aufnahm: „Die Jungs haben das gezeigt, was aktuell möglich ist. Schwerte war uns in puncto Robustheit und Erfahrung deutlich überlegen.“

Nur in der Anfangsphase konnten die Warsteiner mithalten, lagen nach acht Minuten mit 5:4 nur knapp in Rückstand. Dann aber zog die HSG mit einem Dreierpack davon und lag nach 17 Minuten bereits mit sechs Treffern (11:5) in Führung. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte gelang es den Warsteinern, den Abstand nicht größer werden zu lassen. Neben Jannik Enste, am Ende zehnfacher Torschütze, taten sich offensiv auch Jan Grotenhöfer und David Rappenberg hervor. Von den übrigen Feldspielern konnte aber nur noch Simon Buxot zwei Treffer beisteuern. Die Schwerter machten die Mitte dicht, sodass Routinier Sebastian Mues am Kreis kaum einen Ball bekam.

Bis zum 23:16 (36.) hielt sich der Gast noch wacker, aber dann folgten acht torlose Minuten, die das bisherige Schlusslicht Schwerte zum entscheidenden Zwischenspurt auf 27:16 (44.) nutzte und am Ende auch den direkten Vergleich für sich verbuchte.

Absteiger-Frage in Kreisliga noch offen

Wie es für die VfS-Zweite weitergeht, ist noch offen. Zum einen könnte sie eventuell mit einem Erfolg im letzten Saisonspiel am Samstag, 18. April, in der Warsteiner Dreifachturnhalle gegen den Tabellenviertletzten SG Iserlohn-Sümmern (Anwurf 16 Uhr) die „Rote Laterne“ noch an den SSV Meschede oder die HSG Schwerte-Westhofen abgeben. Zum anderen hat Staffelleiter Roland Janson (Altena) offen gelassen, ob es neben Rückzieher Bösperde III überhaupt einen echten Absteiger geben wird, weil die Liga sonst bestenfalls zehn Mannschaften (inklusive Absteiger SG Ruhrtal II und Aufsteiger HSG Hohenlimburg II) umfassen würde.

VfS II: Max Tonne; Enste (10/1), Jan Grotenhöfer (6), David Rappenberg (5), Simon Buxot (2), Ciaran Radin, Aaron Schmücker, Malic Lutter, Steven Dubrau, Sebastian Mues.

Soester Anzeiger, 23.03.2026, Text: Bernd Grossmann + Thorsten Heinke, Fotos: Thorsten Heinke



 
 
 

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