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1.Herren: Ein Sieg bis zur Meisterschaft. JSG RuWa: Neun Heimspiele, neun Siege. Damen: Eine Saison ohne Auswärtspunkt.

  • vor 2 Stunden
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Nach 30:28-Erfolg bei Villigst winkt Verbandsliga-Relegation

Warsteiner Jubel in der Sporthalle Gänsewinkel in Schwerte: Aus den letzten drei Spielen der Bezirksliga-Runde reicht ein einziger Sieg für Staffel-Meisterschaft und Regionalliga-Qualifikation
Warsteiner Jubel in der Sporthalle Gänsewinkel in Schwerte: Aus den letzten drei Spielen der Bezirksliga-Runde reicht ein einziger Sieg für Staffel-Meisterschaft und Regionalliga-Qualifikation

Warstein – Mit anderthalb Beinen stehen die Handballer des VfS 59 Warstein in der Aufstiegs-Relegation zur Verbandsliga: Durch ihren harterkämpften 30:28-Sieg am Sonntagabend beim Verfolger Villigst-Ergste II haben die Schützlinge von Chefcoach Zoran Kaseric drei Runden vor Saisonende vier Minuspunkte Vorsprung auf den TV Arnsberg und können sich schon am kommenden Samstag mit einem Heimsieg über Huckarde-Rahm Platz eins in der Staffel sichern.

Bezirksliga Mitte: HVE Villigst-Ergste II – VfS 59 Warstein 28:30 (14:17).

Obwohl der VfS ab Mitte der ersten Halbzeit stets in Führung lag, entwickelte sich das Geschehen zu einem echten Krimi, der die fünf mitgereisten VfS-Fans inklusive Reserve-Coach Christoph Martin mehrfach von den Sitzen riss. Ab Minute 23 nahm auch Jannis Luca auf der Tribüne Platz. Er hatte unbeabsichtigt beim Abfangen eines hohen Balles einen Gegenspieler im Gesicht getroffen - und sah „Rot“.

Ein bedrohlicher Moment für die Gäste, denn sie waren ohnehin ersatzgeschwächt zur Sporthalle Gänsewinkel in Schwerte angereist, weil sich Jannes Goldbach im Abschlusstraining eine Knöchelverletzung eingefangen hatte. Die Wechselmöglichkeiten im Rückraum waren arg eingeschränkt. Immerhin wirkte Max Bornemann nach langer Pause wieder mit, denn er hatte grünes Licht vom Arzt bekommen. Ein wichtiger Fakt, denn so bekam Florian Hoeck ein paar Minuten Pause. Bornemann tat sich wie die anderen Flügelspieler schwer, am geschickt das kurze Eck zumachenden HVE-Keeper Krabs vorbeizukommen. Aber wenige Sekunden vor Spielende hatte er dann doch sein Erfolgserlebnis: Per Tempogegenstoß erzielte er den 30:28-Endstand..

Die Schwerter waren mit einem starken Aufgebot angetreten, wollten dem Tabellenführer wie schon im Hinspiel (34:32 für Warstein) das Siegen so schwer wie möglich machen. Im Bemühen, das Tempo hoch zu halten, unterliefen ihnen aber sogar mehr technische Fehler als den Warsteinern, die sich von anfänglichen Zwei-Tore-Rückständen nicht irritieren ließen und zum 9:10 erstmals selbst in Führung gingen. Gestützt auf eine gut verschiebende Abwehr und starke Paraden von Keeper Peter Göke, gelang es dem VfS, sich bis zum Seitenwechsel auf 14:17 abzusetzen, woran Spielmacher Joel Krischer den größten Anteil hatte.

Ein guter Start in Halbzeit zwei mit Toren von Krischer und Rechtsaußen Simon Kraus zum 14:19 hätte zur Beruhigung beitragen können, doch stattdessen wurde es hektisch, kassierten Philip Schröder, Adam Mir und Jonas Schmidt in kurzen Abständen Zeitstrafen. Nur gut, dass Göke in dieser Phase mehrfach parierte. Die HVE drückte aufs Tempo und kam Mitte der zweiten Hälfte auf 24:25 heran. Der auf halblinks gewechselte Schröder sowie Krischer kompensierten aber die vielen Fehlwürfe über Außen und das fast nicht existente Kreisläuferspiel beim VfS.


Wichtiges Tor dreieinhalb Minuten vor Schluss: Adam Mir erzielte mit seinem dritten Treffer gegen Villigst-Ergste II die 29:28-Führung für den VfS, der am Ende mit 30:28 siegte
Wichtiges Tor dreieinhalb Minuten vor Schluss: Adam Mir erzielte mit seinem dritten Treffer gegen Villigst-Ergste II die 29:28-Führung für den VfS, der am Ende mit 30:28 siegte

Trotzdem erzwangen die ehrgeizigen Ruhrstädter den 28:28-Ausgleich, denn auch die beiden VfS-Hauptschützen waren nicht frei von Fehlern. Krischer ließ einen Strafwurf aus, der nach kurzer Verletzungspause wieder mitwirkende Schröder leistete sich, als Adam Mir die 28:29-Führung erzielt hatte, einen Fehlpass. Der wurde aber nicht bestraft. Vielmehr landete auch ein Villigster Anspiel in der VfS-Deckung, was Bornemann zum erfolgreichen und gefeierten 28:30 nutzte. Jetzt benötigt Warstein nur noch einen Sieg aus den letzten drei Partien für die Meisterschaft in der Bezirksliga-Staffel Mitte.



Trainerstimmen: „Warstein schafft Aufstieg“

David Wolff, Spielertrainer HVE Villigst/Ergste II: „Wir haben dem kommenden Meister wie schon im ersten Match das Siegen enorm schwer gemacht, von daher bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. In Halbzeit eins ist es uns nicht gelungen, die VfS-Anfälligkeit bei Kontern zu nutzen, hatten wir mehr technische Fehler als der Gast. Meine Jungs haben nicht tief genug in den Harztopf gegriffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Warstein den Aufstieg schafft.“

Zoran Kaseric, Trainer VfS Warstein: „Es war das erwartet enge Match mit einem Happy-End, das sich meine Mannschaft auch verdient hat, denn sie musste alle Kraftreserven mobilisieren, um die drohende Wende zu verhindern. Der Schlüssel zum Sieg war die gute Abwehrarbeit, wobei sich Julius Rüther ein Sonderlob verdient hat. Die noch fehlenden zwei Punkte wollen wir uns möglichst rasch holen, um uns dann in Ruhe auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten.“


Statistik

Torfolge: 5:3 (8.), 8:8 (14.). 9:10 (18.), 11:13 (23.), 13:16 (28.), 14:17 (HZ), 14:19 (32.), 16:21 (39.), 18:21 (40.), 23:24 (45.), 25:28 (52.), 28:28 (55.).

Zeitstrafen: 5/3.

Rote Karte: Jannis Luca (23./VfS).

Zuschauer: 35.

Schiedsrichter: Blaschka/Rehagel (Dortmund).

HVE II: Wlost (31. Krabs): Stolina (71), Muster (6), Suhr (6/1), Prünte (3), Pixberg (2), Weinberger (2), Bartlau (1), Wolff (1)

VfS: Göke; Krischer (14/4), Schröder (6), Mir (3), Luca (2), J. Rüther (2), Hoeck (1), Kraus (1), Bornemann (1), Schmidt.



B-Jugend-JSG beendet Oberliga-Saison auf Platz 3

Haupttorschütze beim Heimspiel gegen Haltern/Sythen: Elia Kostomitsopoulos, Sohn des einst für den TuS Warstein und SW Suttrop spielenden Fußballers Janny Kostomitsopoulos, erzielte am Samstag in der Ruhrtalhalle acht Tore
Haupttorschütze beim Heimspiel gegen Haltern/Sythen: Elia Kostomitsopoulos, Sohn des einst für den TuS Warstein und SW Suttrop spielenden Fußballers Janny Kostomitsopoulos, erzielte am Samstag in der Ruhrtalhalle acht Tore

Warstein – Die B-Jugend der JSG Ruhrtal/Warstein hat es tatsächlich geschafft. Auch das neunte und damit letzte Heimspiel der Oberliga-Saison wurde gewonnen, die Mannschaft blieb also vor heimischem Publikum, egal ob in Ruhrtal oder Warstein, wie schon zu C-Jugend-Zeiten ohne Verlustpunkt. Sie beendete die Saison 2025/26 mit 24:12 Punkten und 551:489 Toren auf Platz drei. Meister ist Ferndorf (30:6 Punkte) vor Vize Münster (26:10).

B-Jugend, Oberliga: JSG Ruhrtal/Warstein – HSC Haltern/Sythen 34:26 (14:8).

Nach der eindrucksvoll gelungenen Revanche für die 26:30-Hinspielniederlage feierten die heimischen Talente am Samstag in der Ruhrtalhalle bei Pizza und Kaltgetränken das Ende einer Spielzeit, die angesichts der Tatsache, dass der Kader bis auf Ben Schunke vom Jungjahrgang gebildet wurde, fast optimal verlaufen war. „Im Nachhinein ärgere ich mich über ein paar unnötige Auswärtsniederlagen. Wir waren in der Hinserie noch nicht so konstant, sonst wären wir hinter Ferndorf Vizemeister geworden“, sagte Benny Furmaniak, der mit Kai Trompetter das Trainergespann bildet.

Gegen die körperlich überlegenen, aber technisch und spielerisch überforderten Halteraner konnten die JSG-Trainer ihren Plan, vermehrt den sonstigen Bankspielern Einsatzzeit zu gewähren, problemlos umsetzen. So agierte Elia Kostmitsopoulos im Rückraum, teilte sich mit Matti Bathe den Spielaufbau und war mit acht Treffern der erfolgreichste Schütze. Auch Mats Deventer präsentierte sich hochkonzentriert, sodass Leistungsträger wie Joshua Furmaniak oder Felix Trompetter ungewohnt lange von draußen zusehen konnten.


Haupttorschütze beim Heimspiel gegen Haltern/Sythen: Elia Kostomitsopoulos, Sohn des einst für den TuS Warstein und SW Suttrop spielenden Fußballers Janny Kostomitsopoulos, erzielte am Samstag in der Ruhrtalhalle acht Tore
Haupttorschütze beim Heimspiel gegen Haltern/Sythen: Elia Kostomitsopoulos, Sohn des einst für den TuS Warstein und SW Suttrop spielenden Fußballers Janny Kostomitsopoulos, erzielte am Samstag in der Ruhrtalhalle acht Tore


Bis zum 4:4 (8.) hielt der Gast in der Oeventroper Ruhrtalhalle mit, dann traf die JSG fünfmal in Folge und lag nach 21 Minuten mit 12:5 vorne. Noch besser lief es nach dem 16:10, denn binnen fünf Minuten konnten die Hausherren einen Sechserpack schnüren. „Danach haben wir Wildwest gespielt und die Abwehr vernachlässigt“, erklärte Furmaniak. Die 26 Gegentore waren ihm deutlich zu viel, aber das blieb angesichts der tollen Gesamtbilanz eine Randnotiz. Bis Mitte April, wenn die Quali-Runden für die neue Saison beginnen, ist noch viel Zeit für Feinschliff.



JSG: Clemens Narten, Mats Kollbach; Elia Kostomitsopoulos (8), Florian Reddig (5), Mats Deventer (5), Felix Trompetter (4/1), Lenni Weller (3), Matti Bathe (3), Tom Goldbach (3), Joshua Furmaniak (2), Jonas Brüggemann (1), Ben Schunke.



Frauen des VfS Warstein verlieren in Neheim mit 25:29 auch das siebte Spiel

Fünffache Torschützin für den VfS: Lisa Deisting (r.) verwandelte in Neheim drei Siebenmeter
Fünffache Torschützin für den VfS: Lisa Deisting (r.) verwandelte in Neheim drei Siebenmeter

Warstein – Eine Saison ohne Auswärtspunkt: Die Handballfrauen des VfS Warstein verloren am Sonntagnachmittag in der Sporthalle am Berliner Platz in Neheim auch ihre siebte und damit letzte Auswärtspartie der Spielzeit 2025/26. Mit 7:17 Punkten belegt der VfS Tabellenrang sieben. Am kommenden Samstag, 14. März, steht in der Dreifachturnhalle gegen Bösperde III das vorletzte Saisonspiel auf dem Plan. Anwurf: 16 Uhr. Die Saison klingt am Samstag, 25. April, mit dem Heimspiel gegen Neheims Erstgarnitur aus (15 Uhr).

Frauen, Kreisliga Ost: TV Neheim II - VfS 59 Warstein 29:25 (12:8).

Zu Beginn führte der VfS 2:3 (7.), dann aber zog die TVN-Reserve auf 11:6 (21.) davon. Die Warsteinerinnen kamen auf 11:8 (29.) heran, mussten jedoch mit einem Rückstand von vier Toren die Kabine aufsuchen. Zu Beginn der zweiten Hälfte verkürzte der VfS von 13:8 (32.) auf 13:12 (38.), erzielte durch Marie-Sophie Roeder zum 14:14 (40.) sogar den Ausgleich. Wieder lag Neheim knapp vorn (19:17/45.), als Warstein Zeitstrafen gegen Annabelle Luse (46.) und Marie-Sophie Roeder (47.) kassierte und in Unterzahl spielte. Bis zur 49. Minute verschaffte sich Neheim mit 24:19 den entscheidenden Vorsprung. Der VfS kam noch bis auf drei Tore heran (28:25/59.).

VfS-Trainer Tobias Stollberg: „In der ersten Halbzeit hatten wir Wurfpech, doch insgesamt nutzen wir die vielen Chancen nicht. Die Abwehr stand gut. Ein Lob geht an Rebecca Struff und Jule Stollberg, die ein gutes Spiel gemacht haben.“

Zeitstrafen: TVN II 1, VfS 4.

Siebenmeter: TVN 7/5, VfS 6/3.

VfS: Karin Schrewe, Rebecca Struff (4), Lisa Deisting (5/3), Silke Becker, Annabelle Luse (1), Eva Sablowski (1), Ilka Pietz (3), Jule Stollberg (5), Katja Kieckbusch, Marie-Sophie Roeder (5), Milena Schrewe, Manja-Singer Wege (1).


Soester Anzeiger, 10.03.2026, Text: Bernd Grossmann, Oliver Junker, Fotos: Rebecca Struff, Anna Clewing



 
 
 

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