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1.Herren: "Erstaunlich ruhig". 2.Herren: „Dieser Sieg wird den Jungs einfach nur guttun“. Damen: Remis gegen Eslohe. JSG: Zur Wahl als Mannschaft des Jahres

  • 23. Feb.
  • 7 Min. Lesezeit

Bezirksliga-Spitzenreiter VfS Warstein 37:34 gegen Menden II

„Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Linie verloren. Spielerisch war das gar nichts heute. Mit der Leistung sind wir nächsten Freitag beim ASC Dortmund chancenlos“: VfS-Trainer Zoran Kaseric
„Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Linie verloren. Spielerisch war das gar nichts heute. Mit der Leistung sind wir nächsten Freitag beim ASC Dortmund chancenlos“: VfS-Trainer Zoran Kaseric

Warstein – Dank eines Joel Krischer in Hochform kommen die Handballer des VfS Warstein ihrem Ziel, den Staffelsieg in der Bezirksliga und die damit verbundene Aufstiegsrelegation zu erringen, ein großes Stück näher. Beim 37:34-Erfolg gegen die SG Menden Sauerland II konnten die Warsteiner aber nicht an die tolle Derbyleistung von vor zwei Wochen anknüpfen. Eine Spitze gab es von Trainer Zoran Kaseric im Anschluss auch Richtung Warsteiner Publikum.

Bezirksliga Mitte, Männer: VfS 59 Warstein - SG Menden Sauerland II 37:34 (20:15).

Der Rausch nach dem 42:33-Triumph in Arnsberg ist schneller verflogen, als dem souveränen Tabellenführer lieb sein kann. Gerne wäre man weiter auf dieser Welle geritten. Zoran Kaseric, sein Co-Trainer Tobias Clewing fehlte am Samstag krankheitsbedingt, hatte sich zu Spielbeginn für Adam Mir und Jannis Luca auf den beiden Halbpositionen entschieden. Im Tor erhielt Peter Göke den Vorzug vor dem im Derby bärenstarken Hannes Stollberg, der erst in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Der Start des vermeintlichen Spitzenspiels verlief absolut ausgeglichen. Nach zwölf Minuten lagen die Gastgeber erstmals mit zwei Toren vorn. Diesen Vorsprung bauten sie in der Folge aus, auch, weil sich der Gegner in dieser Phase ein paar technische Fehler zu viel erlaubte. Zudem warf der eigentlich vom Punkt sichere Lukas Flor einen Siebenmeter weit über das Warsteiner Gehäuse. In der Abwehr zeigten sich die Gäste dagegen mit dem 51-jährigen Altmeister Matthias Kohl zwischen den Pfosten die meiste Zeit stabil. Mendens Trainer Dorian Gollor probierte verschiedene Deckungsvarianten aus, doch gegen einen wie entfesselt aufspielenden Joel Krischer half selbst eine Manndeckung nicht. So war Krischer mit Abstand der auffälligste Spieler des ersten Durchgangs und trug maßgeblich dazu bei, dass sein Team zur Pause mit 20:15 führte.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte dann aber ganz klar den Gästen, die mit drei Toren in Folge auf 20:18 verkürzten. Bis zum 27:22 war aus Warsteiner Sicht alles noch in der Reihe. Doch dann begann das große Nervenflattern. Bitter, dass sowohl Jonas Schmidt als auch Florian Hoeck mit Würfen aus der eigenen Hälfte das leere Tor verpassten. Auf der Gegenseite hatte Menden mittlerweile aufgeschlossen. Die Partie war beim Stand von 27:26 wieder komplett offen (46.).


Spannung ab der 46. Spielminute: Das Heimspiel des VfS Warstein gegen die SG Menden II war beim Stand von 27:26 wieder komplett offen
Spannung ab der 46. Spielminute: Das Heimspiel des VfS Warstein gegen die SG Menden II war beim Stand von 27:26 wieder komplett offen

Zoran Kaseric sah sich zur Auszeit gezwungen, die auch prompt Wirkung zeigte. Jannis Luca war mit drei Treffern binnen kürzester Zeit in dieser Phase der entscheidende Mann. Joel Krischer und Adam Mir stellten dann einen Fünf-Tore-Abstand her. Doch richtiger Spielfluss kam nicht mehr in die Warsteiner Aktionen. Am Ende zitterte man sich ein wenig über die Ziellinie. Jannes Goldbach besorgte den 37:34-Endstand, was das Warsteiner Publikum kaum von den Sitzen riss.

Genau dies kritisierte Zoran Kaseric, der sich einen Seitenhieb nicht verkneifen konnte: „Es ist seit Wochen doch erstaunlich ruhig auf der Tribüne – kein Vergleich zum Arnsberg-Spiel.“


Trainerstimmen: „Viel Leerlauf“

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Wir haben in der zweiten Halbzeit unsere Linie verloren. Spielerisch war das gar nichts heute. Mit der Leistung sind wir nächsten Freitag beim ASC Dortmund chancenlos. Jetzt kann man sagen: Gut, zwei Punkte geholt, aber wir wollen auch spielerisch mehr zeigen als heute. Teilweise war es gut, was die Jungs, gerade in der ersten Halbzeit, geleistet haben. Aber dann war auch wieder viel Leerlauf dabei.“

Dorian Gollor (SG Menden Sauerland II): „Wenn man auf das Spiel guckt, war schon mehr drin für uns. Es war alles nicht verkehrt, was wir gemacht haben. Wir haben sogar noch sieben Leute heute zuhause gelassen. Klar ist der Warsteiner Sieg am Ende nicht unverdient. So einer wie der Krischer auf Halblinks, der fehlt uns halt. Wir wollen die Saison jetzt nicht einfach austrudeln lassen. Vielleicht ist ja Richtung zweiter Platz noch was möglich. Wir spielen, um das Maximum herauszuholen.“


Statistik

Torfolge: 1:2 (3.), 5:5 (9.), 8:5 (12.), 9:8 (14.), 12:8 (17.), 15:9 (22.), 18:12 (27.), 20:15 (30.); 20:18 (33.), 25:20 (37.), 27:21 (40.), 27:26 (46.), 32:27 (51.), 36:33 (58.), 37:34 (60.).

Siebenmeter: VfS 5/5, SG 3/4.

Zeitstrafen: VfS 3 / SG 3.

Schiedsrichterinnen: Ament/Koemmelt (TSV Bigge-Olsberg/F.C. Wettringen).

Zuschauer: 180.

VfS 59 Warstein: Göke, Stollberg (ab 47.) - Goldbach (2), Schmidt (2), Krischer (14/5), Kraus (7), Mir (2), Hoeck (3), M. Rüther, Schröder (2), Luca (5).

SG Menden Sauerland II: Kohl, Kötter - Michel (9), Stahlschmidt (4), Pasche, Supenkamp (3), Amelung (1), Malkus, Flor (6/3), Quintana Gutierrez, Mehring (2), Hormann (1), Schlücking (2), Eisele (6).


Philip Schröder und Florian Hoeck coachen VfS-Reserve beim 27:24-Heimerfolg über SSV Meschede

Coachten gegen Meschede: Philip Schröder und Florian Hoeck vertraten Christoph Martin
Coachten gegen Meschede: Philip Schröder und Florian Hoeck vertraten Christoph Martin

Warstein – „Dieser Sieg wird den Jungs einfach nur guttun!“ Philip Schröder und Florian Hoeck waren kurzfristig als Trainergespann für den erkrankten Christoph Martin eingesprungen und sahen, wie die 2. Männermannschaft des VfS im Derby gegen Meschede ihre Niederlagenserie durch ein hart erkämpftes 27:24 stoppte. Einen Abstieg aus der Kreisliga haben beide Teams trotz ihrer tiefen Tabellenstände nicht zu befürchten.

Kreisliga Iserlohn/Arnsberg Männer: VfS 59 Warstein II - SSV Meschede 27:24 (7:7).

Ein Raunen im Publikum, als nach 30 Minuten ein für ein Herrenspiel untypisches Halbzeitergebnis auf der neuen Anzeigetafel in der Dreifachturnhalle stand – 7:7! Beide Mannschaften taten sich schwer, spielerische Lösungen zu finden. Ein Ansatz beim VfS war das Spiel über den Kreis. Hier bewies Eray Aslan seine Treffsicherheit.

Kurios wurde es, als Torwart Max Tonne mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. Dafür rückte Eray Aslan zwischen die Pfosten, ließ nur ein Gegentor per Siebenmeter zu. Dafür wurde er vom Warsteiner Anhang gefeiert.

Schwungvoller und torreicher verlief die zweite Hälfte. Besonders Yannik Enste drückte dem Spiel seinen Stempel auf, ging voll drauf auf die sich bietenden Lücken in der Mescheder Abwehr. Lohn war eine Vier-Tore-Führung (38.). Doch wie fragil das Warsteiner Gebilde nach zuvor sieben Niederlagen in Folge ist, zeigte sich schnell. Als Enste kurzzeitig angeschlagen runter musste, verkürzten die Gäste den Rückstand auf ein Tor. Zum Glück aus Warsteiner Sicht hatte man Linkshänder Matthias Sellmann aus der Dritten hochgezogen, der von Rechtsaußen zum 21:19 und 22:20 traf. Als Niklas Schulte mit einem sehenswerten Anspiel Kreisläufer Sebastian Mues bediente, der ebenfalls eiskalt zum 23:20 einnetzte, bogen die Hausherren auf die Siegerstraße ein. Für den Schlusspunkt zum 27:24 sorgte Eray Aslan. Der Rest war pure Erleichterung.

Schröder/Hoeck bilanzierten nach ihrem ersten Spiel als Seniorentrainer: „Ein handballerischer Leckerbissen war heute auch nicht zu erwarten, dafür hat sich jeder Spieler zu einhundert Prozent reingehängt und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Die zwei Punkte sind extrem wichtig, auch für das Selbstvertrauen der Jungs.“

VfS II: Tonne, Lutter, Rappenberg (1), Grotenhöfer, Buxot, Schulte (3/1), Heppelmann (4), Enste (8/2), Radin, Aslan (5), Schmücker, Mues (4), Sellmann (2).


VfS-Frauen 22:22 im Heimspiel gegen Eslohe: „In Summe alles gut“

Warstein – Neunzig Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 22:22-Endstand kassiert: Die Handballfrauen des VfS verpassen gegen Eslohe die Revanche fürs 22:33 aus dem Hinspiel Anfang Januar. Trotzdem stand am Ende ein Teilerfolg: Aus fünf Heimspielen holten sie sieben von zehn möglichen Punkten.

Kreisliga Ost, Frauen: VfS 59 Warstein - BC Eslohe 22:22 (14:12).

Das Hinspiel haben wir in der zweiten Halbzeit verloren. Jetzt haben die Mädels echt gut durchgehalten. Wir hatten Chancen, die Ein-Tore-Führung übers Ziel zu retten. Es ist ein bisschen schade, dass sie sich da nicht selber belohnt haben. In Summe: alles gut. Sie haben gut gekämpft, jede für jede“, sagte Trainer Tobias Stollberg, der „ein Riesenlob“ seiner Torfrau aussprach: „Karin hat super gehalten. Mit der letzten Parade hat sie das Unentschieden festgehalten.“

Torfolge: 2:0 (6.), 4:4 (11.), 7:5 (16.), 9:6 (19.), 10:7 (24.), 11:10 (26.), 14:12 (30.), 15:12 (35.), 15:15 (36.), 15:16 (38.), 18:17 (49.), 18:19 (50.), 19:20 (54.), 20:21 (56.), 22:21 (59.).

Schiedsrichter: Christoph Klemm, Felix Trompetter.

VfS: Karin Schrewe, Lisa Deisting (9), Silke Becker, Annabell Luse, Milena Schrewe, Rebecca Struff (3), Eva-Maria Sablowski, Ilka Pietz (2), Pia Möller, Nadine Heinick, Emma Stollberg (3), Jule Stollberg (1), Katja Kieckbusch, Manja Singer-Wege (4).


B-Jugend Ruhrtal/Warstein erzielt gegen Gladbeck sechsten Sieg in Serie

Haupttorschütze beim Heimsieg: Florian Reddig erzielte in der Warsteiner Dreifachturnhalle neun Treffer gegen die JSG ELE aus Gladbeck.
Haupttorschütze beim Heimsieg: Florian Reddig erzielte in der Warsteiner Dreifachturnhalle neun Treffer gegen die JSG ELE aus Gladbeck.

Warstein – Jetzt fehlt nur noch ein Match, um zwei Jahre lang in unterschiedlichen Altersklassen alle Heimspiele gewonnen zu haben: Die B-Juniorenhandballer der JSG Ruhrtal/Warstein begeisterten am Samstagabend das Publikum in Warstein. Am Ende deutlich mit 38:26 setzten sie sich gegen die Gäste aus Gladbeck durch. Damit wird der 2. Tabellenplatz in der Oberliga greifbar für die Spielgemeinschaft, die einen besonderen Titel im Blick hat.

Die JSG Ruhrtal/Warstein steht bei der Sportgala des Hochsauerlandkreises zur Wahl als Mannschaft des Jahres 2025. Für sie kann seit dem Wochenende, unter anderem in den sozialen Netzwerken per QR-Code, abgestimmt werden. Die Preisverleihung erfolgt Ende April in Olsberg. Bis dahin wollen die Ruhrtal/Warsteiner eine fast perfekt verlaufende Saison mit zwei weiteren Erfolgen in den beiden noch abschließenden Spielen bei der JSG Westfalen II (28. Februar) und daheim gegen den HSC Haltern-Sythen (7. März, in Oeventrop) krönen. „Gerade die Rückrunde läuft richtig richtig rund. Die Mannschaft zeigt sich absolut gefestigt“, sagte das Trainerteam Benedikt Furmaniak/Kai Trompetter nach dem sechsten Sieg in Folge.

Männliche B-Jugend, Oberliga: JSG Ruhrtal/Warstein - JSG ELE Gladbeck 38:26 (17:14).

Den Grundstein zum Heimsieg legten die Hausherren Mitte des ersten Durchgangs, nachdem die Anfangsphase recht ausgeglichen verlaufen war. Joshua Furmaniak warf seine Farben kraftvoll mit fünf Toren in Führung und packte auch nach dem Wechsel den einen oder anderen Hammer aus. Problemlos steckten die Ruhrtal/Warsteiner auch die frühe zweite Zeitstrafe gegen Florian Reddig weg (30.). Ärgern taten sich die Gastgeber lediglich über einen Wechselfehler (43.). „Das darf in der Spielklasse nicht passieren“, so Furmaniak/Trompetter. Am Ende trug sich mit Ben Schunke, der einen Freiwurf blitzschnell ausführte, auch noch der letzte JSG-Spieler in die Torschützenliste ein. Wieder einmal hatten die Youngsters aus Oeventrop und Warstein den Zuschauern einen tollen Handballabend beschert. Dafür gab’s nachher Pizza und das ein oder andere Kaltgetränk.

Furmaniak/Trompetter analysierten: „Der Plan, den starken Halbrechten des Gegners aus dem Spiel zu nehmen, ist voll aufgegangen. Mittlerweile können wir es kompensieren, wenn zwischenzeitlich auch mal Niederschläge, so wie heute, innerhalb eines Spiels vorkommen. Es war ein sehr körperbetontes Spiel. Es gab richtig was aufs Fell. Zum Schluss konnten wir frei aufspielen. Am Ende kann man nur stolz sein über einen solchen Sieg. Sonderlob für Mats Deventer. Wir können sagen: Wir sind vollauf zufrieden mit dem Spiel.“

JSG: Mats Kollbach, Clemens Narten (ab 41.) im Tor; Matti Bathe (2), Tom Goldbach (4), Elia Kostomitsopoulos (3), Lenni Weller (3), Jonas Brüggemann (4), Florian Reddig (9), Felix Trompetter (2), Mats Deventer (3), Joshua Furmaniak (7), Ben Schunke (1).

Soester Anzeiger, 23.02.2026, Text. Thorsten Heinke + Lion Hildebrandt, Fotos: Thorsten Heinke + Lion Hildebrandt

 
 
 

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