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„VfS Warstein echte Macht“

Stimmen zum 41:33 im Derby gegen Arnsberg

"Mit meinen 24 Jahren bin ich schon fast der älteste Rückraumspieler und will auch Verantwortung tragen“: Joel Krischer, zehnfacher VfS-Torschütze im Sauerland-Derby am Samstagabend gegen Arnsberg
"Mit meinen 24 Jahren bin ich schon fast der älteste Rückraumspieler und will auch Verantwortung tragen“: Joel Krischer, zehnfacher VfS-Torschütze im Sauerland-Derby am Samstagabend gegen Arnsberg

Warstein – Das Handball-Derby zwischen den bis dahin verlustpunktfreien Erzrivalen VfS Warstein und TV Arnsberg lockte nicht nur die Fans beider Lager in Scharen an. Auch aus den benachbarten Vereinen gab es etliche Interessenten, die sich das temporeiche Bezirksliga-Match nicht entgehen lassen wollten. Die Stimmen zum 41:33-Sieg des neuen Tabellenführers VfS Warstein.


Tobias Clewing, Co-Trainer VfS Warstein:

„Es war schon eine große Herausforderung, sich gegen diese hoch motivierte und gegenüber den Vorjahren deutlich stärkere Arnsberger Mannschaft durchzusetzen. Es hat sich ausgezahlt, dass wir unsere Talente schon im Vorjahr häufiger im Seniorenbereich eingebaut haben. Das Zusammenspiel war deutlich besser, die Anläufe haben gepasst, die Jungs sind auch nach dem recht klaren Rückstand ruhig geblieben und haben das Match erstaunlich rasch gedreht. Unser Plus war die deutlich bessere Bank, jeder eingewechselte Spieler hat seine Leistung gebracht. Es macht derzeit einfach riesigen Spaß, diese junge und ehrgeizige Mannschaft zu betreuen.“


Ingo Willeke, Co-Trainer TV Arnsberg:

„Wir wussten, dass wir trotz der Tabellenführung als Außenseiter ins Spiel gehen würden. Die Anfangsphase hat Hoffnung gemacht, dass wir den VfS mit unseren Stärken überraschen können. Aber dann haben sich die technischen Fehler und ungenauen Abschlüsse gehäuft, hat sich letztlich gezeigt, welche hohe Qualität im Warsteiner Kader steckt. Für uns war das eine Standortbestimmung, wir wissen jetzt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Trotzdem haben auch wir unseren Teil zu einem Torspektakel beigetragen und werden unseren Weg weitergehen. Das Ziel bleibt, im vorderen Drittel zu landen.“


Frank Mähl, Ex-Trainer TV Arnsberg:

„Die 41 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache, was die Abwehrarbeit der Arnsberger betrifft. Die hat so gut wie gar nicht funktioniert. Auch das fast komplette Durchwechseln nach der Auszeit ist ohne positiven Effekt geblieben, der Spielrhythmus der guten Anfangsphase war dahin. Warstein war im Angriff deutlich variabler und hat ausgenutzt, dass die 6:0-Abwehr des TVA viel zu passive war. In einem solchen Topspiel und Derby muss es viel laut und aggressiver zugehen. Die Niederlage wird Arnsberg aber nicht umwerfen, das Potenzial für einen vorderen Platz ist vorhanden.“


Alex Blech, Trainer TV Neheim:

„Warstein hat nach dem missratenen Start seine Intensität deutlich erhöht, war in der Defensive galliger. Mir hat gerade bei den Arnsbergern der letzte Biss gefehlt. Sie haben sich auch viel zu früh ihrem Schicksal ergeben: Für den TVA war es eine erste echte Standortbestimmung. Ich bin gespannt, wie sie diese Niederlage verarbeiten. Warstein ist auf einem guten Weg und zu Hause eine echte Macht.“


Mathis Rapude, Trainer SG Ruhrtal II:

„Die Arnsberger waren eigentlich gut eingestellt und zu Beginn auch hellwach, aber der VfS ist besonnen geblieben und hat ziemlich schnell die passende Antwort gegeben. Die Warsteiner haben auch in Halbzeit zwei sehr beständig gespielt, sich keine Durststrecke erlaubt und dementsprechend verdient gewonnen. Gegen uns haben sie sich in der Vorwoche deutlich schwerer getan, aber offenbar die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Wenn sie so weitermachen, sind sie kaum aufzuhalten.“


"Es ist schon etwas besonderes, vor so einer Kulisse anzutreten": Die VfS-Spieler bedanken sich beim Publikum
"Es ist schon etwas besonderes, vor so einer Kulisse anzutreten": Die VfS-Spieler bedanken sich beim Publikum

Joel Krischer, zehnfacher Torschütze VfS:

„Wir waren schon ein wenig schockiert, mit welchem Tempo die Arnsberger losgelegt und jeden unserer Fehlwürfe der Anfangsphase bestraft haben. Zum Glück haben wir rasch zu unserem Spiel gefunden, konnte ich mit meinen Einzelaktionen dazu beitragen, das Match in die gewünschte Richtung zu drehen. Mit meinen 24 Jahren bin ich schon fast der älteste Rückraumspieler und will auch Verantwortung tragen. Das Zusammenspiel mit den A-Jugendlichen klappt schon erfreulich gut, man merkt gar nicht, dass sie noch wenig Erfahrung im Herrenbereich haben. Ich denke, dass wir unsere makellose Heimbilanz vom Vorjahr wiederholen können. Wozu es reicht, wird davon abhängen, wie wir in den schwierigen Auswärtsspielen mit Harz zurechtkommen. Schon am Sonntag wartet in Menden eine hohe Herausforderung auf uns.“


Jannes Goldbach, Spielmacher und sechsfacher Torschütze VfS Warstein:

„Für mich war es ja erst das zweite Derby gegen Arnsberg. Es ist schon etwas Besonderes, vor solch einer Kulisse anzutreten. Wir hatten zunächst einige Probleme, mussten uns erst auf den Konterhandball des TVA einstellen, aber nach der Auszeit ist es sofort viel besser gelaufen. Dass wir das Blatt so schnell und nachhaltig wenden konnten, hat extrem geholfen. Gerade in Unterzahl haben wir super gespielt, viele Tore gemacht und damit dem TVA den Glauben an eine Wende genommen.“


Nils Schoppe, 30-jähriger Neuzugang TV Arnsberg:

„Wirklich schade, dass wir nicht länger von unserem guten Start profitieren konnten. Wir haben das Spiel eindeutig in der Abwehr verloren und reichlich Lehrgeld bezahlt. Für mich war das nach fünfjähriger Handballpause trotzdem ein tolles Erlebnis. Warsteins Team ist besser eingespielt. Wir sind noch längst nicht so weit. Wir haben aber Steigerungspotential. Ich freue mich jetzt schon aufs Rückspiel.“


Fabien-Nick Rüther, Nachwuchstalent TVA:

„Ich habe zwar auch in Ahlen schon Nachbarschaftsduell absolviert, aber die Atmosphäre in Warstein war schon eine besondere Hausnummer. Ich bin von mir selbst enttäuscht, dass ich meiner Mannschaft ansatzweise so helfen konnte wie mit meinen zehn Toren gegen Husen-Kurl. Es ist mir sehr schwergefallen, mich gegen die offensive und bewegliche Warsteiner Abwehr durchzusetzen. Wenn man 41 Tore kassiert, kann man kein Spiel gewinnen.“

Soester Anzeiger, 30.09.2025, Text: Bernd Grossmann, Fotos: Lion Hildebrandt

 
 
 

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