23:23 – Schorlemer verhindert Abstieg 2 Sekunden vor Ende


Warstein - Mit dem Ausgleichstreffer zum 23:23 gegen den HSV Herbede zwei Sekunden vor dem Abpfiff verhindert Lars Schorlemer, dass der VfS Warstein bereits vier Spieltage vor dem Saisonende als Absteiger aus der Handball-Landesliga feststeht.

Als der Herbeder Hauptschütze Lennart Hein im Nachwurf fünf Sekunden vor Schluss das 22:23 markierte, waren die Landesliga-Handballer des VfS Warstein abgestiegen.

Doch nach der Schnellen Mitte holte Lars Schorlemer noch einen Freiwurf heraus, den er tatsächlich über die HSV-Abwehr im Torwinkel versenkte – zwei Sekunden vor Schluss.

Die fast 250 VfS-Fans rasteten aus, im Herbeder Fanlager herrschte betretenes Schweigen. Aber wirklichen Grund zum Jubel hatten die Warsteiner bei weiterhin drei Punkten Rückstand auf den drittletzten Platz nicht. Denn die Abstiegsgefahr bleibt vier Spiele vor Saisonende extrem groß.

Landesliga 4: VfS 59 Warstein – HSV Herbede 23:23 (10:11). Die Hochzeit des ehemaligen VfS-Kreisläufers Sebastian Mues hatte durchaus Auswirkungen auf dieses Kellerduell, denn neben Rekordtorschütze Boban Rostivic und Dominik Baack fehlten auch die potenziellen Hallensprecher, so dass sich die Zuschauer selbst in Stimmung bringen mussten, die Herbeder in puncto Lautstärke zunächst sogar mehr Unterstützung hatten.

Und auch das Konzept von HSV-Trainer Ulrich Schwartz, Lars Schorlemer durch den quirligen Rekonvaleszenten Grajcar früh zu attackieren, dahinter weitere „Abfangjäger“ aufzubauen, die Durchbrüche der anderen Rückraumspieler stören und nach Ballgewinnen blitzartige Konter einleiten sollten, ging auf.

Lars Schmidt brachte Warstein zweimal in Führung, aber danach wollte ihm offensiv nichts mehr gelingen, wobei er mehrfach am Torgestänge scheiterte.

Nach sieben torlosen Minuten sah sich der VfS mit 2:4 in Rückstand, durfte noch froh sein, dass Keeper Niklas Schmidt einige freie Würfe abwehrte.

Der erkältete und deshalb nur im Angriff eingesetzte Schorlemer wurde zunächst nicht zum Offensivfaktor, versuchte sich mehr als Ballverteiler und musste sich bis zum Seitenwechsel mit einem Feldtor begnügen.

Trainer Lutz Raßbach reagierte nach dem 6:9 mit einer Auszeit, brachte Jannik Becher und den überraschend doch einsatzbereiten Matthias Reinscheid.

Zwei der seltenen Heberder Rückraumtreffer durch den Halblinken Ciesiolka verschärften die Warsteiner Situation (7:11). Aber Becher und Simon Kraus sowie Schorlemer per Strafwurf brachten die Hausherren wieder heran.

Sogar der Ausgleich lag in der Luft, aber Constantin Pieper traf freistehend nur die Latte.

Trotzdem ging der VfS mit viel Rückenwind in Abschnitt zwei, in dem sich Schorlemer offensichtlich vorgenommen hatte, häufiger den Abschluss zu suchen – und das mit Erfolg.

Da auch Becher auf halbrechts so stark aufspielte, dass der nach 20 Minuten ausgewechselte Philip Schröder gar nicht mehr aufs Parkett kam, schien sich beim 15:14 die Wende anzubahnen.

Doch HSV-Trainer Schwarz hatte noch eine Idee, stellte den großgewachsenen und wuchtigen Welschoff zwischen die Pfosten, der sofort zum entscheidenden Faktor wurde, weil er binnen sechs Minuten fünf Glanzparaden zeigte, die Warsteiner Schützen damit mächtig irritierte.

Die packende Schlussphase bot ein sich ständig wiederholendes Muster, nämlich Führungstor des HSV und Ausgleich der Gastgeber.

Vermeidbare Ballverluste von Reinscheid, dem die fehlende Spielpraxis anzumerken war, schmerzten den VfS ebenso wie das aus unmöglichem Winkel erzielte 18:19 durch den bis dahin unauffälligen Linksaußen Hirschberg, der in Unterzahl auch das 20:21 markierte.

Warstein hingegen visierte in Person von Becher und Lars Schmidt jeweils das Torgestänge an, lebte jetzt ganz von Schorlemers Dynamik und Tordrang.

Donnernden Applaus gab es für Senioren-Debütant Joel Krischer, der für den glücklosen Pieper eingewechselt wurde und das 21:21 markierte.

Routinier Haupt brachte Herbede wieder in Front, Hake scheiterte frei an Schmidt, Becher an Welschoffs flinken Fingerspitzen und der Latte – die Spannung war kaum noch auszuhalten.

Ein grandioses Schorlemer-Solo bescherte 90 Sekunden vor Schluss das 22:22, der dramatische Verlauf der beiden letzten Angriffe ist bereits erzählt. Nicht aber, dass sich die Gäste tierisch darüber aufregten, dass der finale Warsteiner Freiwurfblock für Schorlemer deutlich Richtung HSV-Kasten verlegt worden war. Herbede erwog sogar einen Protest, nahm dann jedoch Abstand. Und der zunächst fuchsteufelswilde Schwarz räumte nachher ein: „Am Ende ist das Ergebnis absolut gerecht. Es hilft nur keinem wirklich weiter.“

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