VfS Warstein nimmt Landesliga-Chance nicht wahr!



Soester Anzeiger, Thorsten Heinke


Warstein - Der Landesliga-Dino VfS Warstein (spielte dort fast 20 Jahre am Stück, ehe er im Mai 2018 abstieg) kehrt (vorerst) nicht zurück zu den alten Wurzeln. Gemeinschaftlich traf der Handballverein am Mittwochabend die Entscheidung, nach dem seit Sonntag feststehenden Saisonabbruch, die Wildcard für die nächsthöhere Spielklasse nicht anzunehmen. Die VfS-Verantwortlichen betonten anschließend, dass es eine "gemeinschaftliche Entscheidung gewesen sei, auf den Aufstieg am grünen Tisch zu verzichten". Somit gehen die Warsteiner - voraussichtlich ab September - unter Cheftrainer Zoran Kaseric in ihr drittes Bezirksliga-Jahr in Folge.


Durch eine Quotenregelung hatten sich für den Bezirksliga-Fünften VfS Warstein, den Vierten TV Wickede/Ruhr sowie Sechsten TV Neheim überraschenderweise die Möglichkeit ergeben, durch eine Wildcard in die Landesliga aufzusteigen. Der Handballverband Westfalen teilte dies als Folge des Abbruchs der Spielzeit 2019/20 mit. Während der VfS Warstein davon also nicht Gebrauch machen wird, steht eine finale Entscheidung sowohl beim TV Wickede/Ruhr als auch beim TV Neheim noch aus. "Vielleicht hat unsere Entscheidung ja eine Signalwirkung für die anderen Vereine", mutmaßt VfS-Chef Ulrich Becker.


Ein zehnköpfiges Gremium tagte beim VfS Warstein am Mittwochabend, um über die Aufstiegsmöglichkeit zu diskutieren. Dazu gehörten neben dem Vorstand um Ulrich Becker und Matthias Stollberg sowie der sportlichen Leitung auch das Trainerteam sowie Teile der ersten Herrenmannschaft (unter anderem waren Kapitän Hendrik Hilwerling sowie Stellvertreter Jonas Schmidt per Skype zugeschaltet). Am Ende des Abends kamen alle Beteiligten zu dem Entschluss, freiwillig auf einen Aufstieg zu verzichten. Benedikt Furmaniak, einer der sportlichen Leiter, erklärte anschließend die Gründe für diese Entscheidung: "Wir sind der Meinung, dass es besser ist, noch ein weiteres Jahr Bezirksliga zu spielen. Wenn man sich die Bilanz gegen die Top-Teams der Tabelle in dieser Saison ansieht, dann fällt diese mit 5 von 16 möglichen Punkten negativ aus. Es braucht sicherlich noch ein weiteres Jahr in der Bezirksliga, um noch mehr Stabilität in die Mannschaft rein zu bekommen. Die Landesliga wäre sicherlich verfrüht gekommen, dennoch bleibt sie auf Sicht unser erklärtes Ziel. Darüber hinaus will sich die Mannschaft sportlich für die nächsthöhere Liga qualifizieren und nichts geschenkt bekommen. Wir wissen, dass es sicherlich auch die eine oder andere skeptische Stimme diesbezüglich geben kann und wird, doch wir haben im Sinne unseres Vereins entschieden. Und das gilt es zu akzeptieren."


Auch der aktuelle Cheftrainer, Zoran Kaseric, befürwortet die Entscheidung: "Es wären auch zu viele Unwägbarkeiten dabei gewesen, wenn wir jetzt hochgegangen wären", sagte er. "Keiner weiß genau, wie und wann es losgeht: Zum einen mit der Vorbereitung, zum anderen aber auch mit der Saison generell. Von daher können alle Beteiligten sicherlich gut mit dieser Entscheidung leben. Wir wollen auch im nächsten Jahr im oberen Tabellendrittel landen und freuen uns auf weitere Derbys gegen Arnsberg."


Und auch die Mannschaft unterstützt diese These. Kapitän Hendrik Hilwerling sagte: "Wir haben für uns nach dem Abstieg einen Weg eingeschlagen, den wir noch nicht als beendet ansehen." Sein Stellvertreter Jonas Schmidt ergänzte: "Es ist doch schöner, sportlich mit den Fans einen Aufstieg feiern zu dürfen, als am grünen Tisch. Wir wollen durch gute Leistungen uns etwas verdienen und nichts geschenkt bekommen."


Vorsitzender Ulrich Becker hatte zuletzt noch betont, dass man die Landesliga-Chance "auf jeden Fall nutzen wolle". Nach der Videokonferenz von Mittwoch war aber auch Becker der Meinung seiner Mitstreiter: "Es wurden viele Punkte gut und sachlich diskutiert. Am Ende war es eine gemeinschaftliche Entscheidung für die Bezirksliga. Ich denke, es ist ein guter, allen voran aber der richtige Weg. Keiner weiß momentan, wie und wann es überhaupt weitergeht. Wir wollen uns sportlich für höhere Aufgaben empfehlen."

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