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Mit 4:12 Punkten im Abstiegskampf


Warstein Der Trend ist zurzeit nicht der Freund der Landesligahandballer des VfS Warstein. Gegen den Tabellendritten TuS Volmetal II setzte es für den Vizemeister die vierte Niederlage in Folge. Nach dem 28:30 spitzt sich die Lage im Abstiegskampf für die Warsteiner zu. Leichte Resignation machte sich sogar angesichts des Punktestandes von 4:12 breit.



Landesliga 4, Männer: VfS 59 Warstein – TuS Volmetal II 28:30 (13:12).

Lars Schmidt hatte seine Grippe rechtzeitig auskuriert, dafür fiel Linkshänder Jannik Becher kurzfristig wegen einer Erkältung aus. Auch Stanko Simovic (private Gründe) fehlte. Mit Jannes Goldbach und Adam Mir standen zwei A-Jugendliche im Aufgebot, die aber nicht zum Einsatz kamen.

In der Anfangsviertelstunde waren beide Teams auf Sicherheit bedacht. Lars Schmidt und Philip Schröder brachten den VfS – bei einem Gegentor von Schliepkorte – mit 2:1 in Führung. Simon Kraus ließ beim Tempogegenstoß das mögliche 6:5 liegen (13.), ebenso Teamkollege Philip Schröder, der am Pfosten scheiterte. So waren es die Gäste aus Volmetal, die erstmals mit drei Toren davonzogen (7:10/19.).

Die VfS-Coaches Zoran Kaseric und Tobias Nagel versuchten mit einer Auszeit korrigierend einzugreifen.

In der Folge zeigten die Hausherren ihr Kämpferherz. Joel Krischer schaffte den Anschluss (11:12/26.), Nils Schmidt glich aus (12:12/27.). Nun legte Volmetals Trainer Mack die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch.

In den Schlussminuten des ersten Durchgangs drehte Warstein den Spielstand, als Nils Schmidt zur 13:12-Führung traf. Am starken Volmetaler Keeper Manuel Treude scheiterte der Rückraumspieler anschließend jedoch vom Siebenmeterpunkt (30.). Der VfS hätte demnach sogar mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine gehen können.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit suchten die Gäste mehr und mehr die Eins-gegen-Eins-Duelle, zudem stand ihre Abwehr jetzt kompakter. Warstein tat sich in dieser Phase schwer, ehe Lars Schmidt mit einem Knaller aus dem Rückraum in den Winkel den Bann brach. Es war der 14:15-Anschluss (37.). Danach wogte die Partie hin und her. Bis zur 50. Minute konnte sich keines der beiden Teams absetzen.

Dem VfS fiel des Öfteren die schlechte Chancenverwertung vor die Füße. Dies bemängelte auch Trainer Zoran Kaseric nach Spielende. Und dennoch war es Florian Hoeck, der die Gastgeber mit dem Treffer zum 21:19 (51.) an einer Überraschung schnuppern ließ. Im Gegenzug verkürzte Kreisläufer Kowalski per Rückhand-Wurf sehenswert auf 21:20 (51.).

Danach entging Lars Schmidt einer möglichen roten Karte nur knapp: Als er einen Tempogegenstoß von Dennis Domaschk unterband, kassierte er eine Zeitstrafe (52.). Ebenso wie kurz darauf Philip Schröder (53.). Unglücklich dann die Aktion von Lars Schmidt gegen Volmetals Leicht, der beim Stand von 26:27 clever ein Stürmerfoul zog. Auf der Gegenseite erhöhte Leicht auf 26:28, ehe Binder seinen insgesamt achten Siebenmeter zum 27:29 verwandelte (59.).

Philip Schröder verkürzte auf 28:29, ehe Leicht mit dem Tor zum 28:30 den Warsteinern den Stecker endgültig zog. Fans und Spielern des VfS stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.


TRAINERSTIMMEN

„Die Ergebnisse passen momentan nicht“


Zoran Kaseric, Trainer VfS 59 Warstein: „Wir haben zu viel liegen gelassen. Der Volmetaler Torwart war auch nicht schlecht, dennoch müssen wir die Dinger unterbringen. Kämpferisch kann ich der Mannschaft erneut nichts vorwerfen. Am Ende gab es auch ein paar strittige Schiedsrichterentscheidungen, aber daran hat es heute nicht gelegen. Wir müssen die Fehler bei uns suchen. Jetzt stehen wir in der Tabelle da, wo wir stehen. Es wird nicht einfacher, dass ist klar. Wir wussten vor der Saison, dass es schwer werden wird. Natürlich ist die Enttäuschung groß. Wir müssen jetzt nach vorne gucken. Die Ergebnisse passen momentan nicht. Aber wir brauchen Punkte!“




Frank Mack, Trainer TuS Volmetal II: „Wir hatten in der ersten Halbzeit eine Phase im Spiel, wo die Stabilität plötzlich weg war. In der zweiten Halbzeit war die Marschroute klar: Wir wollten den Fokus mehr auf die Zweikämpfe legen. Das hat funktioniert. Uns war bewusst, dass der Warsteiner Rückraum stark ist. Allerdings sind beim Gegner die ersten Sechs noch die Besten. Sie haben kaum Alternativen. Wir mussten am Donnerstag das Training aufgrund von Krankheit ausfallen lassen. Eine ideale Vorbereitung sieht logischerweise anders aus. Warstein hat technisch eine gute Truppe. Auf eine Manndeckung gegen den Fünfer oder Sechser haben wir ganz bewusst verzichtet. Wir sind wirklich froh, dass wir die zwei Punkte mitnehmen. Die waren nicht unbedingt eingeplant. Unser Ziel ist es schon, am Saisonende Erster oder Zweiter zu werden.“



Statistik

Torfolge: 2:1 (3.), 4:3 (9.), 5:6 (15.), 7:9 (18.), 8:11 (21.), 9:12 (23.), 12:12 (27.), 13:12 (29.); 13:15 (36.), 14:15 (38.), 17:18 (45.), 21:19 (51.), 21:22 (52.), 23:23 (54.), 25:25 (55.), 26:26 (58.), 26:28 (59.), 27:28 (60.), 27:29 (59.), 28:30 (60.).

Siebenmeter: VfS 3/4, TuS 8/8. Zeitstrafen: VfS 2, TuS 2.

Schiedsrichter: Baraketi/Zimmermann (Höxter/Paderborn).

VfS: Hilwerling, Niklas Schmidt im Tor; J. Schmidt, J. Rüther (1), L. Schmidt (6), Krischer (4), Kraus (2), Nils Schmidt (8/3), Luca, Hoeck (4), M. Rüther, Schröder (3), Mir, Goldbach.

TuS II: Treude (1.-60.), Dundalek (n.e.); Schliepkorte (2), Altenbeck (2), Leicht (3), Binder (8/8), Still (1), Dom. Domaschk (3), Den. Domaschk (1), Dehler, Herzog (5), Kowalski (5).

Soester Anzeiger, 20.11.2023, Text und Bild: Thorsten Heinke

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