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Keine „Automatismen“ bei VfS-Reserve



Warstein Was für ein Tabellenbild in der Handball-Kreisliga Iserlohn-Arnsberg: Nach zwei Spielen zieren Ex-Bezirksligist HV Sundern und der VfS Warstein II punktlos das Tabellenende. Die VfS-Reserve blamierte sich gegen die Oldie-Truppe aus Hohenlimburg und ließ einen ratlosen Trainer Benjamin Kretschmer zurück.


Handball-Kreisliga: VfS Warstein II – HSG Hohenlimburg II 22:29 (11:12).

Gegen die Hohenlimburger, die letzte Saison ihre Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen hatte, wollte der VfS beide Punkte am Ort behalten, hielt sich aber nur in der Anfangsphase halbwegs ans ausgegebene Konzept. Bis zum 4:3 legten die Warsteiner stets vor, das 6:5 (14.) sollte aber schon die letzte Führung gewesen sein.

Dabei lag es weniger am Fehlen von Stammkeeper Peter Goeke, dass sich das Match immer mehr Richtung der Gäste drehte und aus dem 7:9 (16.) ein 8:12 (26.) wurde. Vielmehr ließ die Disziplin im Spielaufbau zu wünschen übrig, nahm sich jeder Akteur einen unkontrollierten oder unpräzisen Abschluss. Hinzu kam eine eklatante Schwäche vom Siebenmeterpunkt, denn von elf Strafwürfen wurden von fünf verschiedenen Schützen gerade mal fünf verwandelt.

„Was soll man da als Trainer machen?“, lautet die hypothetische Frage von Kretschmer, der für das „wilde“ Spiel seiner Mannschaft eine nachvollziehbare Erklärung hatte: „Wenn immer nur fünf Spieler beim Training sind, lassen sich keine Automatismen herstellen.“


Zwar gelang vor der Pause noch ein Dreierpack, der den Rückstand minimierte, aber in Durchgang zwei wurde es nicht besser. Nur der Halbrechte Moritz Hohlfeld und Spielmacher Leon Mies konnte sich einige Male durchsetzen, aber auch sie machten Fehler. Nach dem 14:16 (36.) ging es stetig bergab, zeichnete sich mit dem 16:21 (45.) der Nackenschlag an.

Gegen die zwar langsamen, aber deutlich cleveren Gäste ordnete Kretschmer beim Stande von 20:24 (54.) offene Manndeckung an, aber die wurden nur halbherzig befolgt. Da half dann auch nicht, dass alle sechs verhängten Zeitstrafen auf das HSG-Konto gingen. Die nächsten schweren Aufgaben gegen die Bezirksliga-Absteiger aus Wickede und Sundern lassen befürchten, dass die Warsteiner so rasch nicht vom Tabellenende wegkommen.


VfS II: Martin, Harris; Hohlfeld (6), Mies (5/1), Baack (5/3), Grotenhöfer (1), Heppe (1), Mues (1), Lutter (1), Schulte (1), Goldbach (1/1).

Soester Anzeiger, 11.09.2023, Text: Bernd Grossmann, Fotos Rebecca Struff, Lion Hildebrandt

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