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„Kann schwieriges Match werden“


HANDBALL - Bezirksliga-Derby des VfS Warstein gegen TV Arnsberg 19.30 Uhr


Warstein – Vorhang auf für das „Spiel des Jahres“ für die Handballer des VfS Warstein. Das noch ausstehende Duell in der Bezirksliga mit Spitzenreiter Letmathe (23. April) hat zwar sportlich die weitaus höhere Bedeutung, doch das ewige Derby gegen den einstigen Verbandsliga-Mitstreiter TV Arnsberg lockt traditionell jeden Warsteiner Handball-Freund an und dürfte die renovierte Dreifachturnhalle morgen Abend bis auf den letzten Platz füllen. Der Anwurf erfolgt eine Viertelstunde früher als zur gewohnten Zeit und damit schon um 19.30 Uhr.

Bezirksliga Mitte: VfS 59 Warstein – TV Arnsberg (Samstag, 19.30 Uhr, Dreifachturnhalle, Schiedsrichter Becker/Fischer). „Da muss ich wohl mal meine Oma fragen“, meinte Warsteins Sportlicher Leiter Benedikt Furmaniak auf die Frage, wann der VfS den Arnsbergern zum letzten Mal unterlegen war. Tatsächlich ist es neun Jahre her, seit der TVA einen Sieg über den Erzrivalen feiern konnte. Damals ging es noch um Landesliga-Punkte, diesmal für den TVA um enorm wichtige Zähler im Kampf um den Bezirksliga-Verbleib.

„Wir sind mal wieder der klare Außenseiter, aber in dieser Rolle haben wir ja schon einige Male überraschen können“, verweist der Arnsberger Trainer Frank Mähl auf eine Vielzahl knapper Spielausgänge. Tatsächlich endeten die beiden letzten Vergleiche mit einem Unentschieden, war das 23:23 der Hinrunde sogar für den VfS schmeichelhaft.

Aktueller Tabellenstand und Spielstärke sprechen für die Hausherren, weil Arnsberg drei Niederlagen nacheinander zu beklagen hat und auf wertvolle Stammkräfte wie die beiden Spielmacher Phillipp Mähl und Kevin Probst sowie die beiden Torhüter Mats Eberhard und Tobias Mittelstädt verzichten muss. Immerhin ist Paul Hübner wieder dabei, was dem Innenblock Stabilität verleihen dürfte.

Der VfS, der inzwischen in Constantin Pieper, Aaron Wiley und Simon Kraus, der sich am vergangenen Samstag gegen Villigst-Ergste II schwer am Meniskus verletzte, drei Langzeit-Ausfälle beklagt, ist ohnehin gewarnt. „Gegen uns wachsen die Arnsberger immer kämpferisch über sich hinaus. Wenn wir da nicht vom Anwurf weg voll konzentriert zur Sache gehen, kann es ein schwieriges Match werden“, sagt VfS-Trainer Zoran Kaseric.

Was die Besetzung des rechten Flügels anbelangt, sieht Kaseric aber hinreichend Alternativen: „Maximilian Rüther kann diese Rolle ebenso ausfüllen wie unser einziger verbliebener Linkshänder Jannik Becher, dem ja aktuell im Rückraum der richtige Drive etwas fehlt.“

Was Kaseric zuversichtlich stimmt, ist neben der soliden Leistung beim 36:19-Sieg über eine allerdings dünn besetzte Villigst-Ergster Reserve vor allem die Qualität der Trainingsintensität am Dienstag. Sein Goalgetter Lars Schmidt hat sich ebenso wie Joel Krischer mächtig ins Zeug gelegt, denn von der Dynamik und Treffsicherheit des Rückraums wird stark abhängen, ob der angepeilte zehnte Saisonsieg, durch den man den Rückstand auf Letmathe auf drei Pluspunkte reduzieren würde, gelingt.

Ballsicherheit im Aufbau und Präzision im Abschluss sieht Kaseric als Schlüssel: „Wir müssen verhindern, dass Arnsberg zu leichten Ballgewinnen kommt und uns über den pfeilschnellen Stratenschulte auskontert.“


RAHMENPROGRAMM AM SAMSTAG IN DREIFACHTURNHALLE

„Wir hauen alles raus“


Der Vorstand des VfS Warstein wird das möglicherweise für lange Zeit letzte Sauerlandderby (sofern Warstein auf- und Arnsberg absteigt) in gewohnter Weise aufwändig zelebrieren. Als Hallensprecher steht Matthias Sellmann bereit, eine Lichtshow wird das Einlaufen beider Teams garnieren. Vor dem Anpfiff stehen zudem Ehrungen für erfolgreiche Warsteiner Nachwuchsmannschaften an. Die männliche C-Jugend wird für ihre Kreismeisterschaft geehrt, die weibliche C- und männliche B-Jugend werden für ihre Vizemeisterschaften ausgezeichnet. Für den kleinen Hunger zwischendurch wird die berühmte VfS-Currywurst angeboten. In der Halle herrscht 3G, aber keine Maskenpflicht. Auf der durch einen DJ musikalisch untermalten Aftershow-Party kann dann entspannt über die 60 Handball-Minuten gefachsimpelt werden. „Wir hauen alles raus“, sagt VfS-Spielwart Benedikt Furmaniak über das Rahmenprogramm. Der Slogan des Spieltages ist auf Corona gemünzt: „Wir sind mit ABSTAND die Besten.“  bg/hst

Soester Anzeiger, 01.04.2022

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