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1. Herren: „Locker 50 Tore“. 2. Herren: Torhüter Max Tonne wehrt sechs Siebenmeter ab

  • 15. Sept. 2025
  • 4 Min. Lesezeit
"Sören Johannsmann ist einfach ein super Typ. Schade, dass er uns verlässt“: Der Überraschungs-Neuzugang der vergangenen Saison, den es beruflich nach Osnabrück verschlägt, bestritt sein letztes Spiel für den VfS Warstein
"Sören Johannsmann ist einfach ein super Typ. Schade, dass er uns verlässt“: Der Überraschungs-Neuzugang der vergangenen Saison, den es beruflich nach Osnabrück verschlägt, bestritt sein letztes Spiel für den VfS Warstein

VfS besiegt zum Bezirksliga-Start Hedecke/Ende II mit 40:23

Warstein – Abschied nach Maß, Auftakt nach Maß: Beim letzten Spiel von Sören Johannsmann im Dress des VfS Warstein – ihn verschlägt es beruflich bedingt nach Osnabrück, obwohl er nach eigener Aussage gerne in Warstein geblieben wäre – feierten die heimischen Bezirksliga-Handballer einen 40:23-Kantersieg gegen die bereits am ersten Spieltag unterlegene HSG Herdecke/Ende II, die sich als dankbarer Auftaktgegner entpuppte. Zugute halten muss man den Gästen, dass sie ohne etatmäßigen Torhüter angereist waren, sich mit Bjarne Frischkorn ein Feldspieler zwischen die Pfosten stellte.

Bezirksliga Mitte, Männer: VfS 59 Warstein - HSG Herdecke/Ende II 40:23 (19:9).

Der Heimnimbus wurde gewahrt: Die Warsteiner machten in eigener Halle dort weiter, wo sie letzte Saison aufgehört haben: Die Gegner reihenweise mit derben Klatschen wieder nach Hause zu schicken. Auch die HSG Herdecke/Ende II machte diese Erfahrung. Dabei zauberte VfS-Trainer Zoran Kaseric kurzerhand noch einmal Sören Johannsmann, der wie der nach Münster abgewanderte Nils Schmidt vor dem Spiel offiziell verabschiedet wurde, aus dem Hut. Und der wurfgewaltige Halblinke gab mit fünf Treffern einen beachtlichen Ausstand, auch wenn ihm der Trainingsrückstand in manchen Aktionen doch anzumerken war.

Holprig verlief die Startphase aus Warsteiner Sicht, als sich die Gastgeber mehrmals einem Rückstand gegenübersahen. Doch spätestens ab der neunten Minute nahm das VfS-Spiel Fahrt auf. Über 8:4 wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Satte neun Tore (14:5/16:7) betrug er zwischenzeitlich in der ersten Halbzeit. Zur Pause stand dann sogar eine Zehn-Tore-Führung zu Buche.


Einsatz in 1. und 2. Mannschaft am Samstag: Jannes Goldbach, dreifacher Torschütze gegen Herdecke/ Ende II
Einsatz in 1. und 2. Mannschaft am Samstag: Jannes Goldbach, dreifacher Torschütze gegen Herdecke/ Ende II

Auch nach dem Wechsel schraubten die Hausherren weiter mit Hochdruck am Ergebnis. Einziger Kritikpunkt: Den von Linksaußen eigentlich so treffsicheren Florian Hoeck setzte man zu selten in Szene. Der Blondschopf erzielte seinen ersten und dann auch einzigen Treffer erst in der 49. Spielminute. Dafür funktionierte alles andere im Warsteiner Spiel. Trainer Kaseric wirkte nachher sichtlich zufrieden.

Kurios: Treffer Nummer 30 schrieb sich der starke Linkshänder Simon Kraus ebenso auf die Fahnen wie das 40. Tor zum Endstand. Zwischenzeitlich hatten sich auch Jonas Schmidt und Kreisläufer Eduard Schill am munteren Scheibenschießen in der Dreifachturnhalle beteiligt.




Kleiner Wermutstropfen aus Warsteiner Sicht war die Verletzung von Maximilian Rüther, der sich bei einer Abwehraktion in der ersten Halbzeit die linke Schulter überdrehte. Zoran Kaseric gab später leichte Entwarnung.


Statistik

Torfolge: 1:2 (4.), 2:3 (6.), 3:4 (7.), 8:4 (15.), 14:5 (22.), 17:7 (27.), 19:9 (30.), 22:12 (35.), 27:16 (41.), 30:18 (49.), 35:21 (53.), 38:22 (57.), 40:23 (60.).

Zeitstrafen: VfS 3 / HSG 4.

Siebenmeter: VfS 4/5; HSG 2/5.

Schiedsrichter: Christof Humpert (SG Ruhrtal).

Zuschauer: 150.

VfS: Stollberg (1.-30.), Göke (ab 31. im Tor), Bornemann (1), Johannsmann (5/1), Hoeck (1), Luca (4), Krischer (5/3), Goldbach (3), J. Schmidt (4), Schröder (6), Kraus (9), Schill (2), M. Rüther.

HSG II: Frischkorn (im Tor), Bickel (3), Jung (2), Sichtermann (5), Reeke, Wulf (3), Wettlaufer (3), Matthee (3), Noeckel (2), Bebesh (2).


Trainerstimmen

Zoran Kaseric, Trainer VfS 59 Warstein:

„Ich habe den Jungs in der ersten Auszeit von Herdecke noch gesagt, dass sie gar nicht hart, sondern nur platziert werfen müssen. So bleibt die Chancenverwertung heute das einzige Manko. Es hätten locker auch 50 Tore werden können. Sören Johannsmann ist einfach ein super Typ. Schade, dass er uns verlässt. Die Arnsberger wird das freuen, wenn sie das lesen. Bei Maxi Rüther wollten wir schlussendlich kein Risiko eingehen. Ich hoffe, dass das bis Dienstag wieder funktioniert.“

Donald Böbel, Trainer HSG Herdecke/Ende II:

„Wir haben heute ohne echten Torwart gespielt. Ohne Harz ist für uns auch schwierig, und dann sind wir teilweise einfach auch zu hektisch in unseren Aktionen. Auch körperlich waren wir den Warsteinern klar unterlegen. Für uns kann es einzig und allein nur darum gehen, die Klasse zu halten.“



Kreisliga-Reserve des VfS gewinnt Heimpremiere gegen Letmathe II mit 31:28

Haupttorschütze im ersten Heimspiel der 2.Herren in der neuen Saison: Jannis Luca mit zehn Treffern gegen Letmathe II
Haupttorschütze im ersten Heimspiel der 2.Herren in der neuen Saison: Jannis Luca mit zehn Treffern gegen Letmathe II

Warstein – Erfolgreiche Heimpremiere für die 2. Männermannschaft des VfS Warstein und deren neuen Trainer Christoph Martin: Dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Bezirksliga-Kader machte die Reserve ihre 21:38-Auftaktniederlage in Olsberg wett und holte mit einem knappen 31:28 über Letmathe II zwei nicht unbedingt einkalkulierte Punkte.

Kreisliga, Männer: VfS 59 Warstein II - Letmather TV II 31:28 (16:11).

Die Rehabilitation für das verlorene erste Saisonspiel gelang der Warsteiner Reserve über weite Strecken eindrucksvoll. Aus einer gut aufgelegten VfS-Mannschaft ragte Torhüter Max Tonne heraus, der sage und schreibe sechs Siebenmeter abwehrte. „Das ein oder andere Bierchen hat er sich nach dieser Leistung verdient“, gab Trainer Martin seinem Schützling nach Spielende mit auf den Weg.

Im Rückraum der Gastgeber wirbelten die aus der 1. Mannschaft heruntergezogenen Jannes Goldbach, Max Bornemann und Jannis Luca die gegnerische Abwehrreihe durcheinander, wobei Letztgenannter mit zehn Treffern dabei sicherlich herausstach. „Aber auch von Außen haben wir durch Jan Grotenhöfer und David Rappenberg wichtige Tore im Verlauf der zweiten Halbzeit erzielt, sodass wir die Führung immer inne hatten“, stellte Martin heraus.

Hatte der Warsteiner Vorsprung zwischenzeitlich bis zu fünf Tore betragen – wie beim 21:16 (41.) – schmolz dieser in der Schlussphase doch wieder zusammen, kam Letmathe II mehrfach bis auf zwei Tore heran. Doch mehr ließ die Warsteiner Hintermannschaft, insbesondere Schlussmann Max Tonne, nicht zu. Und so durften am Ende die beiden ersten Saisonpunkte bejubelt werden.

Christoph Martin zog folgendes Fazit: „In den entscheidenden Situationen konnten wir Nadelstiche setzen, haben uns an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Solange es möglich ist, werden wir die Spieler aus der 1. Mannschaft, zumindest punktuell, hinzuziehen. Letmathe spielt an sich einen guten Stiefel. Sie haben heute nur unglaublich viel verballert. Das muss schon schon klar und deutlich so sagen.“

VfS II: Tonne (im Tor), Lutter, Bornemann (4), Goldbach (5/3), Grotenhöfer (3), Rappenberg (1), Schulte (2/2), Buxot, Grande, Hau (2), Heppe (3), Dubrau, Luca (10), Aslan, Hohlfeld, Mues (1)

Soester Anzeiger, 15.09.2025, Text + Fotos: Thorsten Heinke

 
 
 

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