Glänzende Ausgangsposition
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VfS Warstein gewinnt erstes Aufstiegsspiel mit 31:23 beim TV Ennigerloh

Warstein/Ennigerloh – Die Handballer des VfS Warstein klopfen mit Vehemenz an das Tor zur Verbandsliga. Den Meister der Bezirksliga Hellweg, den TV Ennigerloh, deklassierten die Warsteiner in deren eigener Halle (mit Harz!) mit 31:23 und verschafften sich damit eine glänzende Ausgangsposition in der Aufstiegsrelegation vor den abschließenden beiden Spielen gegen Gladbeck (30. Mai, 18 Uhr) und in Selbecke (2. Juni, 19.30 Uhr). Aus der Vierergruppe steigen drei Mannschaften auf, nur der Tabellenletzte bleibt in der Bezirksliga.
Relegation, Aufstieg zur Verbandsliga: TV Deutsche Eiche Ennigerloh – VfS 59 Warstein 23:31 (9:14).
In der Olympiahalle, die bei schweißtreibenden äußeren Bedingungen einer Sauna glich, behielten die Gäste von der ersten Spielminute an kühlen Kopf. Warstein knackte den Gegner mit einer offensiven 3:2:1-Deckung, womit die Ennigerloher überhaupt nicht zurechtkamen und sie am Ende des Tages über 20 technische Fehler produzierten. Von Minute zu Minute wurde es immer leiser im Heimblock. Nur die mitgereisten Warsteiner Anhänger skandierten lautstark: „Hier regiert der VfS!“

Im Warsteiner Rückraum tummelten sich zu Spielbeginn Adam Mir, Max Bornemann und Joel Krischer. Jannes Goldbach und Philip Schröder saßen zunächst draußen. Wegen der Hitze in der Halle und der intensiven Deckungsarbeit wurde VfS-Trainer Zoran Kaseric früh zum Wechseln gezwungen. Diese Intensität hätte die erste Sieben des VfS auch nicht über 60 Minuten durchgestanden.
Erstmals mit zwei Toren in Führung lagen die Gäste nach fünf Minuten, als Joel Krischer das 4:2 markierte. In der Folge setzte sich Warstein weiter ab, ließ sogar noch etliche Chancen liegen. Die Führung hätte demnach zur Pause auch deutlich höher als 14:9 ausfallen können. Ennigerloh fand kein Mittel gegen die vielbeinige, gegnerische Deckung. Zu statisch war das Angriffsspiel der Hausherren.

Ihre beste Phase im gesamten Spiel hatten diese dann Anfang des zweiten Durchgangs, als gleich zwei Treffer in Folge gelangen und der Rückstand somit auf 11:14 verkürzt werden konnte. Doch Warstein fand schnell wieder eine passende Antwort und ließ sich auch von einer zunehmenden Härte im Spiel nicht aus dem Konzept bringen. Ennigerlohs Trainer Dominik Zielke zückte früh die grüne Karte (39.). Die bewirkte jedoch eher das Gegenteil. Warstein war nun nicht mehr aufzuhalten. Den 30. Treffer markierte Philip Schröder, für das 31. Tor der Gäste sorgte Florian Hoeck. Aus VfS-Sicht war es ein rundum gelungener Abend, der lautstark gefeiert wurde.
Mit einem Heimsieg am Samstag gegen Gladbeck können die Warsteiner vor eigenen Fans den Verbandsliga-Aufstieg vorzeitig perfekt machen. Auch ein Unentschieden dürfte reichen.
Relegation
Gladbeck - Selbecke 24:25
Ennigerloh - Warstein 23:31
Tabelle
1. VfS 59 Warstein 31:23 2:0
2. Selbecker TS 25:24 2:0
3. TV Gladbeck 24:25 0:2
4. TV Ennigerloh 23:31 0:2
Trainerstimmen
Dominik Zielke (TV Deutsche Eiche Ennigerloh): „Der Sieg für Warstein war natürlich verdient, über die Höhe lässt sich aber streiten. In unserer Liga wird sowas, was Warstein in der Deckung gespielt hat, nicht verteidigt. Dass es schwierig werden würde, war mir klar. Aber so schwer hatte ich es ehrlicherweise nicht erwartet. Warstein hat es sehr gut verteidigt, wir haben nicht die Mittel dagegen gefunden. Warstein wird auch die anderen beiden Gegner locker beherrschen. Da bin ich mir relativ sicher. Es wäre schön, wenn wir den Aufstieg schaffen würden. Wenn es nicht klappt, wäre ich aber auch keinem böse.“
Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Die Jungs haben es bei diesen Temperaturen in der Halle super umgesetzt. Wir haben am Dienstag und am Freitag noch intensiv an unserer Deckungsformation gefeilt. Im Angriff haben wir uns in der ersten Halbzeit gegen die große Abwehr des Gegners schwergetan. Wir wollen noch nicht zu weit vorausblicken. Jedes Spiel muss erst gespielt werden.“
Das Wort Verbandsliga wollte Kaseric nach dem Sieg in Ennigerloh noch nicht in den Mund nehmen (Anm. d. Red.).
Statistik
Torfolge: 1:0 (2.), 2:4 (5.), 4:7 (10.), 7:10 (21.), 9:14 (30.); 11:14 (32.), 13:18 (38.), 17:25 (49.), 20:26 (53.), 23:31 (60.).
Siebenmeter: TVE 3/3; VfS 5/5. -
Zeitstrafen: TVE 4 / VfS 2.
Schiedsrichter: Burnus/Wiecha (Hagen).
Zuschauer: 300.
TV Ennigerloh: Gailus, Thiel - Koch (1), Dittrich (3), Moreno, Krampe, Zielke (1), Zert (1), C. Helmig (1), S. Helmig (3), J.-H. Helmig (3), Marx (3), Waschke, Heiringhoff (2), Pahlenkemper (5/3).
VfS 59 Warstein: Stollberg, Göke (ab 52.) - Clewing, Goldbach (8/5), Schmidt (1), Krischer (5), Kraus (1), J. Rüther (1), Mir (4), Bornemann (1), Hoeck (5), Schill, Schröder (4), Luca (1).
Soester Anzeiger, 26.05.2026, Text + Fotos: Thorsten Heinke




















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