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1. Herren: „Alle Jungs fit und bestens in Form“. Turnier der Legenden beim VfS Warstein III

  • vor 51 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

VfS Warstein will gegen Gladbeck Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machen

Die Verbandsliga winkt: Joel Krischer beim 31:22-Auswärtssieg im ersten Relegationsspiel in Ennigerloh.
Die Verbandsliga winkt: Joel Krischer beim 31:22-Auswärtssieg im ersten Relegationsspiel in Ennigerloh.

Warstein – Die ersten Entscheidungen in der Aufstiegsrelegation zur Handball-Verbandsliga können am Samstag fallen. Dem VfS Warstein wäre mit einem Sieg über den TV Gladbeck oder einer Punkteteilung der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Sollte die Selbecker TS ihr für 16 Uhr angesetztes Match gegen den TV Ennigerloh gewinnen, würden die Warsteiner sogar mit einer Niederlage mit neun Toren Unterschied die Aufstiegsrelegation mindestens als Dritter beenden, was auch den Aufstieg bedeuten würde.


Relegation, Aufstieg zur Verbandsliga: VfS 59 Warstein – TV Gladbeck (Samstag, 18 Uhr, Dreifachhalle Schwarzer Weg).

Trotz dieses Rechenbeispiels will der VfS am Samstag gegen den Meister der Bezirksliga Industrie natürlich den zweiten Sieg in der Aufstiegsrunde, nach dem 31:22 in Ennigerloh, feiern. Eine schönere Konstellation, als vor eigenem Publikum nach der Meisterschaft auch den Aufstieg feiern zu dürfen, könnte es für die Warsteiner nicht geben.

Von erster Minute Dominanz ausstrahlen

Sechs Wochen nach dem Titelgewinn in der Staffel Mitte sich endlich auch Verbandsligist nennen zu dürfen, ist für den VfS natürlich ein mächtiger Motivationsschub. Außerdem ist der Ehrgeiz groß, auch im zweiten Bezirksliga-Jahr nacheinander daheim verlustpunktfrei zu bleiben. „Das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen. Keiner denkt an die anschließende Feier, wir werden den ganzen Fokus auf diese 60 Minuten legen“, verspricht Florian Hoeck, Männerwart und Linksaußen in Personalunion, eine konzentrierte Vorstellung.

Auch Trainer Zoran Kaseric legt großen Wert darauf, dass seine Schützlinge von der ersten Minute an Dominanz ausstrahlen und den nicht an einen harzfreien Ball gewöhnten Gladbeckern frühzeitig den Zahn ziehen. In Ennigerloh hatte Kaseric den Gastgeber mit einer sehr laufintensiven Abwehrformation überrascht, in der eine Dreierkette fast an der Mittellinie den Aufbau des TVE wirkungsvoll gestört hat.

„Die hatten am Ende mehr technische Fehler und Ballverluste als wir“, blickt Kaseric mit berechtigtem Stolz auf die perfekt umgesetzte Taktik zurück. Was er sich für die groß gewachsenen Gladbecker ausgedacht hat, will er verständlicherweise nicht preisgeben, will er ohnehin die Defensiv-Konstellation möglichst variabel gestalten.

Das gilt aber auch für den Angriff. So kam der Halbrechte Philip Schröder letzten Samstag auch auf halblinks und am Kreis zum Zuge, nachdem der TVE sein Heil in Manndeckung für Joel Krischer und Jannes Goldbach gesucht hatte.

Angesprochen auf die Aussage von Gladbecks Coach André Nolte, der VfS hätte beim Sieg in Ennigerloh nur wenig Tempo gemacht, räumte Zoran Kaseric ein: „Die erste Welle hat zu Beginn nicht geklappt, wir haben dann auf die langen Pässe ebenso verzichtet wie auf eine schnelle Mitte, denn die Abwehrarbeit war enorm kräfteraubend. Das kann aber daheim ganz anders laufen“, hofft Kaseric auf einen erneut wirkungsvollen Mix, der die unter enormem Erfolgsdruck stehenden Gladbecker vor unlösbare Aufgaben stellt.

Feier unter freiem Himmel mit den Fans

Das zeitgleich angesetzte Finale der Fußball-Champions-League dürfte, zumal ja Bayern München nicht dabei ist, kaum Einfluss auf das Publikumsinteresse nehmen. „Wir haben ja ebenso treue wie begeisterungsfähige Fans. Denen sind wir zum Saisonausklang schon aus Dankbarkeit für die Unterstützung eine gute Leistung schuldig. Wir spielen ja extra so früh, damit wir anschließend unter freiem Himmel ausgiebig gemeinsam mit unseren Anhängern feiern können“, sagt Hoeck.

In puncto Personal gibt es bei den Gastgebern keinerlei Sorgen. „Alle Jungs sind fit und bestens in Form, ich kann also ohne Qualitätsverlust wechseln und reagieren, falls mal ein Spieler einen schlechten Tag hat“, sieht Kaseric dem Duell mit dem auch schon über ein halbes Jahr auswärts unbesiegten Industrie-Staffel-Meister zuversichtlich entgegen.



Turnier der Legenden beim VfS Warstein III


Warstein – Bevor die 1. Mannschaft des VfSWarstein am Samstag (18 Uhr) den Aufstieg zur Verbandsliga perfekt machen kann, findet in der Warsteiner Dreifachhalle das Jubiläumsturnier „40 Jahre 3. Herren VfS Warstein“ statt. Ab 11 Uhr wird der „Cup der Legenden“ mit dem VfS Warstein III, Soester TV II, HV Sundern II und der SG Ruhrtal III ausgetragen. Modus: jeder gegen jeden über jeweils 20 Minuten. Die beiden Bestplatzierten bestreiten ab 15.15 Uhr das Endspiel. Die Planungen für dieses Turnier laufen bereits seit einem Jahr. Ursprünglich war mit sechs Teilnehmern geplant worden, jedoch gab es viele Absagen.

Soester Anzeiger, 30.05.2026, Text: Bernd Grossmann, Foto: Thorsten Heinke


 
 
 

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