VfS macht aus 26:27 ein 29:27


Warstein – Drei Niederlagen in Folge zuletzt, sechs sieglose Spiele insgesamt: Mit einem Mal scheint die schlechte Stimmung bei den Bezirksliga-Handballern des VfS Warstein wie verflogen zu sein. Der Grund: Gegen Landesliga-Absteiger Letmather TV gelang dank eines furiosen Schlussspurts ein zur Pause nicht unbedingt mehr für möglich gehaltener Heimerfolg. Mit dem hauchdünnen 29:28 glich die Kaseric-Sieben ihr Punktekonto damit vor den beiden finalen Spielen des Jahres in Hohenlimburg (7. Dezember, 17 Uhr) und daheim gegen den neuen, alleinigen Tabellenführer Gevelsberg-Silschede II (14. Dezember, 18 Uhr) aus.

Bezirksliga, Südwestfalen: VfS 59 Warstein - Letmather TV 29:28 (14:17). Ein altbekanntes Gesicht tauchte am Samstagabend plötzlich wieder im rot-schwarzen Warsteiner Trikot auf: Linkshänder Ciya Aslan gab gegen Letmathe sein Comeback, nachdem er zuletzt aufgrund beruflicher Verpflichtungen in Bielefeld für längere Zeit eine handballerische Auszeit genommen hatte. Bereits letzte Woche war Aslan Tribünengast, neben Lars Schorlemer, bei der Heimniederlage gegen Sundern. Offenbar kribbelte es ihm nun so sehr in den Fingern, dass Trainer Zoran Kaseric Aslan zumindest 20 Minuten der zweiten Halbzeit "gönnte". Ein Tor gelang dem Linkshänder dabei aber nicht. Diesen Job erledigten dafür andere: Jonas Schmidt beispielsweise, der Bruder Lars – sonst Warsteins Haupttorschütze – in dieser Funktion für zumindest 60 Minuten ablöste. Am Ende ging das interne Schmidt-Duell knapp mit Acht zu Sieben an Jonas. Und auch der dritte Schmidt im Bunde, Keeper Niklas, wusste sich im Spielverlauf zu steigern, hielt in der hochspannenden Schlussphase u.a. zwei (freie) Würfe von Letmathes 12 Tore-Mann Budde.

Denn lange Zeit sah es so aus, als würden die Warsteiner auch das siebte Spiel in Folge nicht erfolgreich gestalten können. Zwar machten Aaron Wiley, Jonas und Lars Schmidt zu Spielbeginn aus einem 1:3-Rückstand eine Führung, doch gegen die abgezockten Letmather war lange Zeit kein Kraut gewachsen. Vor allem der Halblinke Budde stellte den VfS mit seiner Wurfkraft immer wieder vor Probleme, hatte nach 25 gespielten Minuten bereits sieben Treffer auf dem Konto. Folgerichtig war auch der Pausenrückstand aus Warsteiner Sicht.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs nahm Coach Kaseric dann drei Umstellungen vor. Auf Linksaußen kam Constantin Pieper für Florian Hoeck, Rückkehrer Ciya Aslan nahm die Position auf Rechtsaußen von Simon Kraus ein und am Kreis erhielt zunächst Enes Gröne den Vorzug vor Marvin Becher. Zwischenzeitlich spielte Warstein sogar mit zwei Kreisläufern. Becher sollte dann in der Schlussphase auf dieser Position aber wieder "alleine" zum Einsatz kommen, und war mit dem Tor zum vorentscheidenden 29:27 maßgeblich am Sieg seiner Mannschaft beteiligt. Doch zuvor mussten Fans, Spieler und Verantwortliche des VfS leiden, ehe die zwei Punkte eingetütet waren. Denn Letmathe war fast 50 Minuten das dominierende Team, gefiel vor allem durch strukturiertes Spiel, traf aber in der Schlussphase die eine oder andere falsche Entscheidung und wurde auch von den beiden Unparteiischen nicht unbedingt bevorteilt.

So war es erneut ein Dreierpack, diesmal durch Jonas Schmidt, Constantin Pieper und Marvin Becher, der den Gastgebern den entscheidenden Vorteil verschaffte (von 26:27 auf 29:27/57.). Zwar verkürzte Letmathes Budde nochmals auf 29:28, doch selbst eine offene Manndeckung brachte die Gäste nicht mehr zurück ins Spiel, weil Warstein in den letzten 33 Sekunden clever die Zeit von der Uhr nahm, der Gegner somit nicht mehr in Ballbesitz kommen konnte.

Statistik

Torfolge: 1:3 (4.), 4:3 (6.), 6:7 (10.), 9:9 (15.), 10:12 (20.), 13:15 (25.), 14:17 (HZ), 15:18 (35.), 18:18 (40.), 21:21 (45.), 22:24 (50.), 27:27 (55.), 29:28 (60.).

Strafzeiten: Warstein 1, Letmathe 4.

Siebenmeter: Warstein 3/3, Letmathe 1/1.

Zuschauer: 100

Aufstellung

VfS Warstein: Niklas Schmidt (1.-60.), Hilwerling (n.e.); J. Schmidt (8/1), Gröne, L. Schmidt (7/2), Krischer (1), S. Kraus (1), Nils Schmidt, Aslan, Hoeck (1), F. Kraus, Becher (5), Pieper (3), Wiley (3).

Letmather TV: Möller (1.-51.), Mertins (ab 52.); Braun, Frank (1), Sikora (2), Vom Hofe (2), C. Temp (5), Wunderlich (2/1), S. Temp, Ilsen (1), Budde (12), Georg, Richter (3).

Schiedsrichter: Strieter/Arens (Lüdenscheid).

Trainerstimmen

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): "Normal können wir einfach nicht. Wenn man so spät wie wir erst in Führung geht, muss man am Ende sicherlich von einem glücklichen Sieg sprechen. Andererseits haben die Jungs nie aufgesteckt. Die Moral heute war wirklich lobenswert. Die zwei Punkte sind eminent wichtig, die Negativspirale ist damit vorerst gestoppt. Aber wir müssen nächste Woche in Hohenlimburg nachlegen. Für die drei Jungs, die heute nicht reingekommen sind, tut es mir leid. Aber noch mehr Wechsel wollte ich nicht vornehmen. Ciya Aslan hat mit seiner Körperlichkeit unserer Deckung gut getan. Vorne hat Lars Schmidt zwar viel verworfen, dafür ist sein Bruder Jonas diesmal in die Bresche gesprungen. Ich habe immer gesagt, wir brauchen einen breiten Kader. Heute haben wir mal davon profitiert. Bei Letmathe hat Budde natürlich einen Sahnetag erwischt. Ich habe früher noch selber gegen ihn gespielt. Am Ende haben wir ihn besser verteidigt. Das war dann auch einer der Schlüssel zum Sieg."

Jochen Müller (Letmather TV): "Die ersten 30 Minuten haben wir gut verteidigt und vorne unsere Chancen konsequent genutzt. Nach der Pause wurde es dann in allen Belangen weniger, haben wir viel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen. Uns fehlt momentan die Konstanz über 60 Minuten. Mit nun acht Minuspunkten haben wir uns von ganz oben erst einmal verabschiedet. Der dritte Platz aber ist weiterhin in Reichweite. Wir müssen jetzt von Woche zu Woche schauen und dürfen nicht noch mehr Boden einbüßen."


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