Warsteiner Lebenszeichen im Abstiegskampf


Schwelm. Die Landesliga-Handballer des VfS Warstein haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Dank eines überraschend deutlichen 32:20-Erfolges bei Rote Erde Schwelm verkürzte die Raßbach-Sieben den Rückstand auf einen möglichen Relegationsplatz (derzeit von Herbede belegt) auf einen, auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Schwerte/Westhofen) auf zwei Punkte. Doch von Klassenerhalt, Rettung oder gar Relegation wollte Trainer Lutz Raßbach nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison nichts wissen.

Die Landesliga-Handballer des VfS Warstein haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Dank eines überraschend deutlichen 32:20-Erfolges bei Rote Erde Schwelm verkürzte die Raßbach-Sieben den Rückstand auf einen möglichen Relegationsplatz (derzeit von Herbede belegt) auf einen, auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Schwerte/Westhofen) auf zwei Punkte. Doch von Klassenerhalt, Rettung oder gar Relegation wollte Trainer Lutz Raßbach nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison nichts wissen.

Handball, Landesliga 4: RE Schwelm - VfS Warstein 20:32 (11:17). Eine Anreise mit Starkregen und Gewitter, dazu einem kilometerlangen Stau auf der A1 bei Volmarstein: Erst gut 40 Minuten vor Spielbeginn trafen die Warsteiner am Sonntagabend an der Dreifeldhalle in Schwelm ein. Doch trotz des eher verkürzten Aufwärmprogramm waren die Warsteiner direkt auf Betriebstemperatur. Philip Schröder – machte eines seiner besten Spiele in dieser Saison – traf bei drohendem Zeitspiel zur 1:0-Führung, Constantin Pieper, Boban Ristovic und Jannik Becher hielten diesen knappen Vorsprung bis in die neunte Spielminute hinein. Dann warf Philip Schröder – erstmals für die Gäste in dieser Partie – eine Drei-Tore-Führung heraus (12.). Jannik Becher erhöhte kurz danach per Tempogegenstoß sogar auf 8:4, wodurch sich Schwelms Trainer Jörg Rohde gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen.

Doch flüssiger wurde das Spiel der Gastgeber, die verletzungsbedingt auf ihre beiden Haupttorschützen Thäsler und Meuren verzichten mussten, zudem fehlte Routinier Kleinschmidt, auch danach nicht. Im Gegenteil: Mit konsequenter Abwehrarbeit und einem mal wieder überragenden Niklas Schmidt im Tor zogen die Warsteiner der Roten Erde bereits im ersten Durchgang den Zahn. Lars Schorlemer wackelte in der 20. Minute Schwelms Arndt aus, setzte den Ball unwiderstehlich zum 11:5 in die gegnerischen Maschen. Mit jeder erfolgreichen Aktion mehr des VfS erlahmte der Schwelmer Widerstand. „Ab der 20. Minute haben wir komplett die Körpersprache vermissen lassen. Für mich unverständlich, weil wir aufgrund der Tabellenkonstellation doch relativ befreit aufspielen konnten“, sorgte die fehlende Einsatzbereitschaft nicht nur bei Trainer Rode für Kopfschütteln, sondern auch beim Schwelmer Anhang für kollektives Entsetzen.

Den Warsteinern war dies relativ egal. Sie spulten weiter munter und höchstkonzentriert ihr Pensum ab, ließen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen und hatten sich zur Pause mit 17:11 einen mehr als komfortablen Vorsprung erarbeitet. Der zweite Auswärtssieg der Saison wurde fortan zur lockeren Trainingseinheit (so konnte man als Außenstehender zumindest den Anschein haben).

Denn trotz der Sechs-Tore-Führung nach den ersten 30 Minuten war der Warsteiner Erfolgshunger noch nicht gestillt. Es sollte fast alles klappen. Philip Schröder erzielte ins kurze Eck das 18:12, mit einer Vierer-Serie durch Schorlemer, Schröder, Pieper und erneut Schorlemer, knackte der VfS nach 44 Minuten dann erstmals die magische Zehn-Tore-Marke (24:14). Schröder sowie Ristovic sollten dann sogar noch eins draufpacken, markierten die Tore zum 27:14. Und hinten war an Keeper Niklas Schmidt nun endgültig kein Vorbeikommen mehr. Schmidt durfte sich am Ende über eine Quote von fast 60 Prozent abgewehrter Bälle freuen – für einen Torwart ein überragendes Ergebnis.

„Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit ganz klar in der Deckung gewonnen“, analysierte nachher Warsteins Trainer Lutz Raßbach, der dem gesamten Team anschließend ein Lob aussprach: „Abstiegskampf, Relegation, oder der sonstige Kram, sind für uns nicht mehr wichtig. Das habe ich den Jungs am Freitag beim Training auch so noch einmal mit auf den Weg gegeben. Wir haben uns davon frei gemacht. Dementsprechend war die Leistung heute. Und auch die Stimmung war viel gelöster als sonst. Diesen Weg wollen wir weiter beschreiten, und das nächste Spiel gegen Hagen III genauso konzentriert angehen.“

Schlussphase trudelt so aus

Die letzten zehn Minuten in Schwelm waren – für beide Mannschaften – dann ein besseres Auslaufen. Bei Warstein stand mittlerweile mit Mies, Baack, Hoeck und Hau die fast komplette zweite Garde auf der Platte. Und dennoch sollten sich sowohl Mies als auch Hau noch in die Torschützenliste eintragen können. Treffer Nummer 30, und damit einen Kasten Gerstensaft für die Mitspieler, war aber Lars Schorlemer vorbehalten. Für den Schlusspunkt zum 32:20 sollte – nach Schorlemer-Zuspiel – Kreisläufer Kevin Hau sorgen. Ein rundum gelungenes Wochenende aus Sicht des VfS Warstein war damit perfekt. Der Abstiegskampf dürfte an den letzten drei Spieltagen zu einem echten Thriller werden. Schwerte/Westhofen, Herbede und Warstein liegen nur noch zwei Punkte auseinander, der VfS hat mit Hagen III und Hohenlimburg durchaus lösbare Heimaufgaben vor der Brust.

Doch Trainer Lutz Raßbach will von alledem nichts wissen: „Wir konzentrieren uns ab sofort auf das nächste Spiel“, sagte er, und verschwand mit einem breiten Grinsen (und einem Kaltgetränk in der Hand) in den Katakomben der Schwelmer Sporthalle.


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