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1. Herren: Erster Verbandsligasieg für VfS. Damen: VfS-Damen halten lange mit

vor 10 Minuten
4 Min. Lesezeit

30:25 im Aufsteigerduell gegen Selbecke

Warstein – Balsam für die Warsteiner Handballseele nach vier, teils deftigen Niederlagen: Im Aufsteigerduell am Freitagabend erzielte der VfS mit 30:25 gegen die Selbecker Turnerschaft seinen ersten Verbandsligasieg in der Saison 2026/27.


Verbandsliga, Männer: VfS 59 Warstein - TS Selbecke 30:25 (17:11).

„Für uns beginnt die Saison eigentlich erst im Oktober“, hatte VfS-Trainer Zoran Kaseric vor dem Saisonstart im September vorausgeblickt. Bis auf Urlauber Simon Kraus konnte er tatsächlich erst am fünften Spieltag seine Bestformation aufbieten. In der Startformation: Hannes Stollberg im Tor, Joel Krischer im linken, Adam Mir im rechten Rückraum und Jannes Goldbach auf der Mitte. Am Kreis erhielt Philip Schröder den Vorzug vor Jonas Schmidt.

Warstein fand gut rein in die Partie, erarbeitete sich durch den pfeilschnellen Julius Rüther eine Drei-Tore-Führung (5:2/8.). Doch technische Fehler führten dazu, dass die Gäste auf 7:6 herankamen (15.). Einen Kempa-Trick-Versuch setzte Adam Mir 60 Sekunden später an den Pfosten. Später machte er es besser. Kurz darauf gelang Yannick Enste mit einer geschickten Körpertäuschung das 9:7. Die Gäste aus dem Kreis Hagen, die das Spiel über den Kreis suchten, ließen sich nicht abschütteln und konterten zum 9:9-Ausgleich durch Formella (20.).

Einen entscheidenden Vorsprung verschafften sich die VfSler kurz vor der Halbzeitpause: In den Spielminuten 26 bis 29 machten sie aus 12:11 eine 17:11-Führung.

Mit einem Fehlwurf von Florian Hoeck, der am eingewechselten Selbecker Schlussmann Seidl scheiterte, begann der zweite Abschnitt. Es folgte eine vogelwilde Phase mit Fehlwürfen und Abspielfehlern auf beiden Seiten. Max Bornemann setzte von Linksaußen den Ball an den Pfosten. Auch vom Siebenmeterpunkt hatten die Gastgeber kein Glück: Joel Krischer (48./23:19) und Jannes Goldbach (52./24:20) vergaben. Und dennoch hielten die Warsteiner die Führung ständig inne, gerieten sie kaum in Gefahr, diese aus der Hand zu geben.

Turbulent wurde es ab der 43. Spielminute, als Jonas Schmidt mit „Rot“ vom Feld musste. Die Schiedsrichter aus Olpe wollten eine aktive Schlagbewegung des Warsteiners gegen seinen Gegenspieler Schiessler gesehen haben. Warsteins Trainerteam ließ sich die Hinausstellung von den Unparteiischen detailliert erklären, ging mit der Entscheidung aber nicht konform. „Wenn es eine aktive Bewegung tatsächlich gegeben hat, dann wäre eine blaue Karte anstatt einer roten die richtige Entscheidung gewesen“, sagte Zoran Kaseric.


Die Partie blieb umkämpft. Warsteins Keeper Hannes Stollberg verfehlte gegen Ende, als die Gäste alles auf eine Karte setzten und mit sieben Feldspielern agierten, ebenso das leere Gästetor wie sein Teamkollege Philip Schröder, der das Spielgerät aus der Ferne an die Latte setzte. Dass aller guten Dinge in diesem Fall aber drei sind, bewies dann Max Bornemann mit seinem Treffer zum 29:23 (58.).

Nach einer Zeitstrafe gegen den Selbecker Truß wegen Meckerns bekamen die Warsteiner in den Schlusssekunden nochmals einen Siebenmeter zugesprochen: Niklas Schulte verwandelte unter tosendem Beifall der Zuschauer sicher zum 30:25-Endstand.


Trainerstimmen: Nicht wirklich Fuß gefasst“

Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Dass wir nach den vier Niederlagen zum Auftakt hier und heute ein Feuerwerk abbrennen würden, war nicht zu erwarten. Wichtig war, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Die Leistung war gut, mal weniger gut. Wir müssen wieder reinkommen in den Rhythmus. Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise geht.“

Sascha Lückel (TS Selbecke): „Wir hatten Warstein in der ersten Halbzeit gut unter Kontrolle. Die vier Minuten vor der Pause killen uns dann natürlich. In dieser Phase sah es tatsächlich von außen so aus, als hätten wir uns aufgegeben. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann aber wieder ein anderes Gesicht gezeigt, hat immer wieder daran gekratzt. Heute hat man gesehen, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die in der Verbandsliga noch nicht wirklich Fuß gefasst haben.“


Statistik

Tore: 2:2 (5.), 5:2 (8.), 7:6 (15.), 9:9 (20.), 13:11 (26.), 17:11 (30.); 19:13 (33.), 20:18 (42.), 24:19 (46.), 26:23 (54.), 30:25 (60.).

Siebenmeter: VfS 2/4, TS 3/5.

Zeitstrafen: VfS 5, TS 2.

Rote Karte: Jonas Schmidt (Tätlichkeit, 43./VfS).

Schiedsrichter: Halbe-Senske/Schmidt (Olpe).

Zuschauer: 150.

VfS 59: Stollberg, Göke (im Tor), Clewing, Enste (1), Goldbach (3/1), Schmidt, Krischer (3), Rüther (5), Bornemann (5), Hoeck (2), Schulte (1/1), Mir (6), Schröder (2), Luca (2).

TS: Echterling, Seidl, Scheiermann (im Tor) Sand, J. Truß (4), Hedtfeld (2), J. Claussnitzer (5/2), Grebe (2), Gendig (2), Formella (2), Middeldorf (3), K. Claussnitzer (1), Eckerle, Schiessler (3), C. Truß (1/1).



18:26-Niederlage beim Aufstiegsfavoriten HV Sundern

Warstein – Die Handball-Damen des VfS Warstein haben dem Aufstiegsfavoriten HV Sundern lange Paroli geboten, mussten sich am Ende jedoch mit 18:26 geschlagen geben. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft des Trainerduos Tobias Stollberg und Jonas Schmidt eine starke Leistung.


Kreisliga, Frauen: HV Sundern – VfS 59 Warstein 26:18 (9:8). 

Die Warsteinerinnen hielten die Partie in der ersten Halbzeit offen und bereiteten den Gastgeberinnen besonders in der Abwehr Probleme. In der 27. Minute gelang Charlotte Rellecke der Ausgleich zum 8:8, ehe Sundern mit einer knappen 9:8-Führung in die Pause ging. „Wir haben gut verschoben in der Abwehr, man hat sich gegenseitig geholfen und auch vorne die richtigen Entscheidungen getroffen“, lobte VfS-Trainer Tobias Stollberg.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Während Warstein zunächst Schwierigkeiten hatte, ins Spiel zurückzufinden, nutzte Sundern seine Chancen konsequenter und setzte sich innerhalb weniger Minuten auf 14:8 ab. „Die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit haben wir so ein bisschen nicht ins Spiel gefunden“, erklärte Stollberg.

Auch Sunderns Trainer Jens Stahl räumte ein, dass seine Mannschaft besonders in der ersten Halbzeit mit zahlreichen technischen Fehlern zu kämpfen hatte. Erst nach einer Abwehrumstellung sei es besser gelaufen.


„Wenn wir die zweite Halbzeit so wie die erste gespielt hätten, dann hätten wir auch ein Unentschieden haben können heute“, war sich Stollberg sicher. Trotz der Niederlage lasse sich auf der starken ersten Halbzeit aufbauen.

Am Samstag, 7. November, empfangen die VfS-Damen um 17.45 Uhr die DJK SG Bösperde II in der heimischen Dreifachturnhalle.


VfS 59 Warstein: Karin Schrewe (im Tor), Katharina Krass (5), Emma Stollberg (4), Mathilda Risse (3), Jule Stollberg (2), Marie Welzel (1), Rebecca Struff (1), Marie-Sophie Belke (1), Charlotte Rellecke (1), Pia Luise Möller, Katja Kieckbusch, Lisa Deisting, Milena Joy Schrewe, Manja Singer-Wege, Lisa Goessmann.



VfS III: Spiel verlegt

In der 2. Kreisklasse der Männer fiel das Auswärtsspiel des VfS Warstein III beim HV Sundern II am Samstagabend aus. Die Gastgeber hatten eine Verlegung beantragt, da sie keine Mannschaft zusammenbekamen. Der Nachholtermin ist offen. Nach einer Pause geht es für die VfS-Dritte am Freitag, 6. November, mit einem Nachholspiel gegen Halingen III weiter. Anwurf in Warstein: 20.30 Uhr.


Soester Anzeiger, 12:/13.10.2026, Text: Thorsten Heinke, Lion Hildebrandt, Fotos: Thorsten Heinke, Lion Hildebrandt


 
 
 

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