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Start-Ziel-Sieg beim 28:22



Warstein Start-Ziel-Sieg für die Landesligahandballer des VfS: Im Heimspiel gegen Bochum-Riemke fliegen die ersten sechs Würfe der Warsteiner allesamt ins Tor und bescheren den Hausherren schon nach fünfeinhalb Minuten eine 6:0-Führung. Ein Vorsprung, den der VfS übers gesamte Spiel trägt, ihn streckenweise sogar bis auf neun Tore ausbaut. Am Ende wird der zweite Heimsieg in Folge nach dem 25:22 über Olpe gefeiert. Die Serie von drei ungeschlagenen Spielen in Folge (zuvor ein 26:26 in Lössel) soll am kommenden Samstag auswärts beim Tabellenschlusslicht Hohenlimburg, dem letzten Spiel des Jahres 2023, ausgebaut werden.


Landesliga 4: VfS 59 Warstein – SV Teutonia 1919 Bochum-Riemke 28:22 (14:9).

Lars Schmidt trifft schon nach 36 Sekunden, dann der wiedergenesene Florian Hoeck über Linksaußen, erneut Lars Schmidt mit einem Doppelschlag und Philip Schröder aus dem Rückraum: Perfekt der Auftakt der Warsteiner, die den ersten Gegentreffer erst in der 7. Spielminute zum 6:1 zuließen.

In der Startformation: Jannis Luca, der auf ungewohnter Rechtsaußenposition zum 8:3 (12.) traf und an einem der schönsten Spielzüge des Abends beteiligt war, als er in die Mitte einlief und Joel Krischer den Abschluss zum 9:4 ermöglichte (14.). Luca nutzte seine Einsatzzeit zu insgesamt drei Torerfolgen.

Der etatmäßige Rechtsaußen Simon Kraus saß mit Gips auf der Bank: Beim Training am Dienstag hatte er sich einen Bruch des Ringfingers an der linken Hand zugezogen, wie am Samstagmorgen im Krankenhaus diagnostiziert wurde.

Das Spielgeschehen gestalteten die Warsteiner souverän. Zwar brachten sie nicht mehr jeden Wurf im Tor unter, näher als bis auf vier Tore (8:4/13., 14:8/29.) ließen sie den Gegner in Halbzeit eins aber nicht herankommen.

Ähnlich das Bild im zweiten Durchgang, den Schröder zum 15:9 (33.) eröffnete. Situationen, die zu einem kritischen Spielstand hätten führen können, wusste Warstein zu verhindern. So beim 16:10, als erst Jonas Schmidt (34.) dann Julius Rüther (35.) mit Zwei-Minuten-Strafen vom Feld mussten, die Gäste durch Torben Eberhard einen Siebenmeter neben das Tor setzten (35.), im Gegenzug Joel Krischer trotz Unterzahlspiels zum 18:11 (36.) traf. Luca warf zum 19:11 sogar eine Acht-Tore-Führung heraus (38.).

In der Schlussviertelstunde schaltete der Ruhrgebietsclub auf offensive Deckung um mit dem schlacksigen Jonathan Kogel als „Speerspitze“, auf den Halbpositionen attackierend mit Leon Fülber und dem Haupttorschützen Torben Eberhard. In der Warsteiner Abwehr stand regelmäßiges Kräftemessen mit Philip Schröder und dem bulligen Jan Segatz an, bei dem sich der Bochumer dreimal in Folge zum 23:17, 24:18 und 24:19 (51.) durchsetzte.

In dieser Spielphase leistete sich der VfS durch Schröder, Hoeck und Lars Schmidt drei Fehlwürfe. Drohte es also knapp fünf Minuten vor Schluss erstmals an diesem Abend spannend zu werden?

Warstein unterlief ein weiterer Fehlpass im Angriff, doch Joel Krischer blockte noch in der gegnerischen Spielhälfte den Gegenangriff ab, der Ball sprang zu Jonas Schmidt, der sicher zum 25:19 (53.) traf. Diese Aktion, so Trainer Kaseric, sei mitentscheidend gewesen, dass es nicht enger wurde. Keeper Niklas Schmidt mit Paraden und Jonas Schmidt mit einem Doppelschlag rundeten den vierten Saisonsieg ab.


Statistik


Torfolge: 1:0 (1.), 6:0 (6.), 6:1 (7.), 8:2 (12.), 10:5 (16.), 16:10 (34.),19:11 (38.), 19:13 (40.), 20:14 (42.), 22:15 (47.), 22:16 (47.), 23:17 (49.), 24:17 (49.), 24:18 (50.), 26:19 (54.), 28:20 (57.).

Siebenmeter: VfS 0, SVT 5/2. Zeitstrafen: VfS 4, SVT 1.

Schiedsrichter: Clemens Schaefer, Jonas Richard (TuS Drolshagen). Zuschauer: 220.

VfS: Niklas Schmidt, Hendrik Hilwerling (n.e.) im Tor; Jonas Schmidt (6), Philip Schröder (6), Lars Schmidt (5), Joel Krischer (5), Jannis Luca (3), Florian Hoeck (3), Julius Rüther, Nils Schmidt, Maximilian Rüther (n.e), Jannik Becher (n.e.).

SVT: Sebastian Grulich im Tor; Torben Eberhard (7/1), Elias Boebber (5), Jan Segatz (4), Johan Kohlenbach (4/1), Sebastian Rinus (1), Philipp Monscheid (1), Leon Fülber, Daniel Lademann, Gene Schreiber, Sebastian Grulich, Colin Klapper.


Trainerstimmen


Zoran Kaseric, Trainer VfS Warstein:

„Der Start war sehr gut von uns. Wir haben hinten gut gestanden und vorne endlich besser getroffen. Das war schon eine hundertprozentige Torquote, die hinterher ein bisschen runtergegangen ist. Durch den guten Start haben wir auch mehr Sicherheit gekriegt. Wir haben gut geführt, hätten zur Halbzeit auch 17:9 führen können. Wir haben gut in die zweite Halbzeit reingefunden, die letzte Viertelstunde war ein bisschen wie Kraut und Rüben. Wir haben zu oft und zu schnell den Ball verloren, anstatt uns gegen die offensive Abwehr Riemkes mehr zu bewegen. Am Ende hat´s gereicht. Es sah so aus, als ob der Gegner nicht mit dem Ball zurecht gekommen ist. Wie lange Simon Kraus ausfällt, wissen wir nicht. Er muss gucken, ob er operiert werden muss. Bis zum kommenden Samstag wird es nichts, dann haben wir bis zum 27. Januar Pause.“









Dennis Wahlers, Trainer SV Teutonia Bochum Riemke:

„Warstein ist einer von zwei Gegnern, wo wir ohne Harz spielen, dementsprechend ist das einfach nicht Handball, wie wir ihn sonst spielen. Wir hätten kompakter und konsequenter verteidigen können und ansonsten die Chancen vorne nutzen. Ich kann den Jungs insofern aber keinen Vorwurf machen, weil wir hier ohne Harz gehandicapt spielen. Ohne Harz zu spielen, ist einfach völlig unwürdig, wenn man Leistung bringen will. Es war ja auch kein schönes Handballspiel.“














Soester, Anzeiger, 11.12.2023, Text: Harald Struff, Fotos: Rebecca Struff, Lion Hildebrandt

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