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Spitzenspiel ohne Abendkasse - Heimkehraus für Damen und Dritte - Quali-Turnier der A-Jugend Sonntag


WarsteinVorhang auf für das Spitzenspiel in der Landesliga 4 zwischen Tabellenführer Bösperde (28:6 Punkte) und Verfolger Warstein (24:8). Am Samstag fällt im direkten Duell die Entscheidung darüber, wer sich den Gruppensieg und damit die Relegationsspiele zur Verbandsliga sichert. Kleine Einschränkung: Sollte Warstein gewinnen, muss auch im abschließenden Heimmatch gegen Absteiger Schwerte/Westhofen ein Sieg her.


Landesliga 4, Männer: DJK SG Bösperde – VfS 59 Warstein (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Bahnhofstraße, Hinspiel 28:30). Als Aufsteiger die Chance auf den Durchmarsch durch die Landesliga zu haben? Damit hatte im VfS um Chefcoach Zoran Kaseric vor Saisonbeginn wohl kaum jemand gerechnet. Und auch nach dem grandiosen Start mit acht Siegen in Serie blieb man im Warsteiner Lager bescheiden, sprach von Bonuspunkten im Kampf um den Klassenverbleib. Und der weitere Verlauf der Serie hat diese Einschätzung durchaus bestätigt, denn aus den vergangenen acht Partien holten die Warsteiner nur noch 8:8 Punkte, erlebten Tiefpunkte wie das 16:30 in Kamen und das 19:19 gegen Unna, der bislang einzige Punktverlust in eigener Halle.

„Wirklich gut haben wir in diesem Jahr nur gegen den ASC Dortmund und zuletzt gegen Brechten gespielt“, sagt Kaseric. Von daher fällt es ihm nicht schwer, die Rolle des Außenseiters gegen die in eigener Halle verlustpunktfreien Mendener Vorstädter einzunehmen.

„Wir haben nichts zu verlieren, denn wir bleiben mindestens Zweiter. Der Druck liegt auf Bösperde“, meint Kaseric, verbunden mit der Hoffnung, dass genau dieser Aspekt Bösperde vielleicht nervöser machen könnte.

Auf eine besondere Art der Vorbereitung verzichtete man im VfS-Lager, aber mit acht Feldspielern war die Beteiligung beim Dienstag-Training höher als sonst. Beim Abschlusstraining rechnen Kaseric und Co-Trainer Tobias Nagel mit „voller Kapelle“.

Nachdem beim Warsteiner 31:27-Heimsieg gegen Brechten vor zwei Wochen ein Minikader zum Einsatz gekommen war, der sich körperlich voll auspowern musste, wird Kaseric in Bösperde alle personellen Möglichkeiten ausschöpfen können: Es stehen neben den Rüther-Brüder Maximilian und Julian auch Jannis Luca und Stanko Simovic bereit, wollen zudem Jannis Becher und Nils Schmidt die Startformation entlasten.

„Solche Spiele haben immer ihre eigenen Gesetze. Da kommt es vor allem darauf an, kühlen Kopf zu bewahren und Schwächephasen zu minimieren. Meine Jungs sind mittlerweile erfahren genug, um auch im zu erwartenden Hexenkessel ihre volle Leistung abzurufen. Wenn wir halbwegs mit dem geharzten Ball klarkommen und die Mentalität vom Brechten-Spiel wiederholen, wird es Bösperde schwer haben, uns zu schlagen“, meint Kaseric.

Bitter für die eingefleischten VfS-Anhänger, die zu gerne eine Heimkulisse wie bei den früheren Derbys in Arnsberg geschaffen hätten: Das Kartenkontingent für auswärtige Gäste wurde wegen der auf 350 Besucher beschränkten Kapazität auf 75 festgelegt, darunter auch die vor Ort bleibenden Akteure der Reserve. Nur wer sich rasch für die Anreise (der VfS setzt zwei Busse ein) angemeldet hat, kann dieses „Endspiel“ um die Landesliga-Meisterschaft live verfolgen.

Es gibt keine Abendkasse, alle Karten werden im Vorverkauf abgesetzt.


Kreisliga. Männer: DJK SG Bösperde II – VfS 59 Warstein II (Samstag, 15.30 Uhr, Hinspiel 37:36). Die wegen der frühen Anwurfzeit separat anreisenden Warsteiner treffen zum Saisonausklang auf den frischgebackenen Meister, der die direkte Rückkehr in die Bezirksliga perfekt gemacht hat. Im Hinspiel hätte der VfS um ein Haar für eine Überraschung gesorgt, doch in Bösperde hängen die Trauben hoch, zumal Warstein auswärts meist mit einem dezimierten Kader antritt und entsprechend selten Erfolgserlebnisse verzeichnet.

„Wir werden das Spiel genießen und schon mal die Stimmung ein wenig anheizen“, sagt Trainer Benjamin Kretschmer.

Neben Spielmacher Leon Mies fällt Nachwuchs-Rechtsaußen Julian Erwes aus.


„Es ist ein Endspiel, da kann alles passieren“

INTERVIEW - Bösperdes Sportleiter Joshua Schefers zum Spitzenspiel gegen den VfS Warstein

Warstein – Vor vier Jahren rettete sich die DJK SG Bösperde mit einem Relegationserfolg über Ibbenbüren vor dem Abstieg in die Bezirksliga. Jetzt träumt das ganze Dorf davon, die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte mit dem Titelgewinn und der Aufstiegs-Relegation zu krönen. Zum Aufschwung bei der DJK und der Erwartungshaltung vor dem Spitzenspiel gegen den VfS Warstein sprach Anzeiger-Mitarbeiter Bernd Großmann mit dem sportlichen Leiter Joshua Schefers.

Ihre Mannschaft hat unter dem Trainergespann Hendrik Ernst/Henrik Springer eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung genommen. Sie war ja schon im Vorjahr dicht dran am Verbandsliga-Aufstieg und ging auch aufgrund der Neuzugänge Phillipp Mähl und Chris Spielmann als Favorit ins Rennen der aktuellen Saison. Wäre der Titelgewinn die logische Konsequenz?

Das mag von außen so aussehen, aber es war ein hartes Stück Arbeit, sich diese Ausgangsposition zu verschaffen. Man denke nur daran, wie knapp wir in Unna und Schloß Neuhaus gewonnen haben. Natürlich wollten wir vorne mitspielen, aber wir hatten im Laufe der Saison gleich drei schwerwiegende Ausfälle zu verkraften. Die Knieverletzung unseres Linksaußen Jannis Butzek, der Kreuzbandriss von Phillipp Mähl und die Weltreise von Tim Stracke haben uns erheblich zugesetzt. Zum Glück verfügen wir über einen breiten Kader und konnten uns für die Rückserie durch die Rückraumspieler Justin Westermann und Tim Küppers, die beide hervorragend ausgebildet sind und sich rasch integriert haben, zielgerichtet verstärken.

Was zeichnet ihre Mannschaft, die von 17 Punktspielen 14 gewonnen und nur drei verloren hat, aus?

Ich denke, der Schlüssel zum Erfolg lag in der Abwehr, denn wir haben mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert. Außerdem sind wir von allen Positionen aus torgefährlich und nicht nur auf die Topform einzelner Spieler angewiesen. Dass wir jetzt als Tabellenführer ins letzte Match gehen und schon mit einem Remis Meister würden, ist eine hervorragende Ausgangslage. Aber wir treffen auf die Überraschungsmannschaft schlechthin, müssen uns auf einen ganz schweren Gang einstellen. Schließlich haben wir das Hinspiel mit 28:30 verloren. Warstein hat mit den Siegen in Dortmund und Brechten bewiesen, dass es auch auswärts mit geharztem Ball schwere Spiele gewinnen kann.

Akzeptieren Sie für Samstag die Favoritenrolle? Oder fürchten Sie, dass ihrer Mannschaft die Nerven einen Streich spielen?

Es ist ein Endspiel, da kann alles passieren. Bei uns ist die Vorfreude auf das Match viel größer als die Sorge, dass wir noch von Platz eins gestoßen werden könnten. Wir werden die einmalige Atmosphäre einer restlos ausverkauften Halle genießen. Wir haben uns in Brechten mit einem überzeugenden Erfolg viel Selbstvertrauen geholt. Aber auch Warstein hat Brechten mit großer Willenskraft bezwungen. Ich schätze die ruhige Art, mit der Zoran Kaseric und Tobias Nagel die Mannschaft führen. Sie spielt seit Jahren in fast unveränderter Besetzung, ist also bestens aufeinander abgestimmt und stellt die erfolgreichsten Rückraumschützen der Liga. Die Chancen stehen aus meiner Sicht 50:50.

Das Publikumsinteresse ist gewaltig, weshalb Bösperde das Kartenkontingent in der kleinen Sporthalle für Warsteiner Fans auf 75 beschränkt hat. War das Ausweichen in eine der großen Mendener Hallen ein Thema?

Wir haben tatsächlich darüber nachgedacht, den Gedanken dann aber verworfen, weil wir uns den echten Heimvorteil in unserer engen Halle nicht nehmen wollten. Natürlich wird es stressig, weil nach dem Vorspiel der beiden Reserveteams noch das Verbandsliga-Derby der Damen gegen Mendens Wölfinnen steigt. Wir werden deshalb die Halle ganz räumen müssen, damit nur die Zuschauer, die ein Ticket fürs Herrenspiel haben, eingelassen werden können. Wegen der problematischen Parkplatzsituation rate ich allen Fans, frühzeitig anzureisen oder im Umfeld zu parken.



Heim-Kehraus für Damen und Dritte


Warstein In ihrem letzten Heimspiel der Saison treffen die Handballfrauen des VfS auf Meister Menden.


Frauen, Kreisliga Ost: VfS 59 Warstein – TV Westfalia Halingen II (Samstag, 16.15 Uhr, Dreifachhalle, 1. Spiel 12:28, 2. Spiel 15:34). Die VfS-Damen stehen mit 0:20 Punkten auf dem letzten Platz und werden diesen nicht mehr verbessern können, da der Vierte BC Eslohe bei 6:14 Punkten sowie noch zwei ausstehenden Partien nicht mehr eingeholt werden kann.

VfS-Trainer Dominik Baack: „Das wird nicht einfach. Doch wir wollen auf unsere Tugenden setzen. Wir haben in den letzten Wochen sehr gut trainiert.“

Es fehlen aus privaten oder beruflichen Gründen Torfrau Natalie Jacobs, Ilka Pietz, Jette Nawrotzki, Lilli Funke, Elisabeth Göke und Rebecca Struff.


Männer, 2. Kreisklasse: VfS 59 Warstein III – HV Sundern II (Samstag, 11.30 Uhr, Dreifachhalle, Hinspiel 36:19). Im letzten Saisonspiel stehen sich Meister (18:0 Punkte) und Vize (13:5) gegenüber. Nicht dabei: Philipp Schmitt (Urlaub).

„Wir werden am Freitag noch einmal trainieren und sind gut vorbereitet. Doch für uns ist das eine ungewohnte Anwurfzeit“, so Benedikt Furmaniak, der zuversichtlich ist, den 10. Sieg im 10. Saisonspiel einzufahren.

Die Partie wurde auf 11.30 Uhr vorverlegt, da die Gäste an diesem Tag zeitlich nicht anders können.



Quali-Turnier der A-Jugend Sonntag beim VfS


Warstein – Freunden des Handballsports bietet sich am Wochenende einen Tag nach dem Landesliga-Spitzenspiel der Männer in Bösperde ein weiterer Höhepunkt: Am Sonntag, 30. April, findet ab 10 Uhr in der Warsteiner Dreifachturnhalle das Qualifikationsturnier der männlichen A-Jugend zur Ober- und Verbandsliga statt. Die drei besten Mannschaften des Handballkreises Iserlohn/Arnsberg qualifizieren sich.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Bewerbung erfolgreich war, denn der Heimvorteil kann eine große Rolle spielen“, sagt Trainer Tobias Clewing. Sein Team hat sich für die Viererrunde als B-Jugend-Vizemeister der Verbandsliga-Staffel 2 qualifiziert. Warstein trifft im ersten der jeweils über 2 x 20 Minuten laufenden Spiele um 11.15 Uhr auf die HVE-Villigst-Ergste, die sich in der Staffel 1 mit 35:1 Punkten souverän durchsetzte. Direkt im Anschluss (12.30 Uhr) geht es weiter gegen den HTV Hemer, dessen A-Jugend in der abgelaufenen Verbandsliga-Runde Platz sieben belegte.

„Der Papierform nach haben wir als Jungjahrgang die größten Erfolgschancen gegen den HTV, sollten aber auch gegen die HVE aufgrund unseres breiten Kaders nicht chancenlos sein“, so Clewing.

Da die Ligenstärken vom Verband von zehn auf acht Teams dezimiert wurden, bekommt der Kreis Iserlohn-Arnsberg nur drei Plätze in übergeordneten Ligen, muss Warstein also mindestens Dritter werden, um sich in weiteren Spielen für die Verbandsliga qualifizieren zu können. Mit Rang eins oder zwei wäre die Verbandsliga sicher – plus Teilnahme an der Oberliga-Quali.

Beim Letmather TV, um 16.15 Uhr letzter VfS-Gegner, sind die Ambitionen noch höher, soll der Sprung in die Bundesliga gelingen. Etliche Letmather sind jetzt schon fester Bestandteil der Landesliga-Herren.


Soester Anzeiger, 28.04.2023, Text: Bernd Großmann, Oliver Junker, Foto: Rebecca Struff

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