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Auf Heimstärke ist Verlass



Warstein Auch gegen Siegen kann der VfS Warstein sich auf seine Heimstärke verlassen. Allerdings fällt das 24:21 gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten in die Kategorie „Arbeitssieg“. Mit 8:1 hatten die Warsteiner einen fulminanten Start in die Partie hingelegt, mussten am Ende aber kräftig um die zwei Punkte zittern. In der Tabelle verharren sie trotz des sechsten Saisonsieges auf dem 9. Tabellenplatz mit 13:17-Zählern, haben den Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz aber auf einen Punkt verkürzt.


Landesliga 4: VfS 59 Warstein – RSVE Siegen 24:21 (14:9).

Was als Spaziergang begann, wurde gegen Spielende zu harter Arbeit. Der VfS Warstein hätte fast noch einen sicher geglaubten Erfolg aus der Hand gegeben. Spieler, das Trainerteam sowie die nur rund 100 Zuschauer in der Halle mussten nachher einmal kräftig durchatmen.

Die Gastgeber hatten wie in Olpe einen 4:0-Start hingelegt und gingen durch Lars Schmidt dann sogar mit 8:1 in Führung. Die Gäste, die ihren besten Spieler und Torschützen Nils Büttner, der leicht angeschlagen war, für das kommende Heimspiel gegen Olpe schonten, fanden sich in der Anfangsviertelstunde weder mit dem Gegner noch dem Spielgerät zurecht.

Doch Warstein holte Siegen durch technische Unzulänglichkeiten zurück in die Partie. Zwischen der 13. und 21. Minute traf Siegens Wied von Linksaußen gleich dreimal. Jannis Luca setzte für Warstein das 11:8 (23.) dagegen.


Nils Schmidt erhöhte dann per Doppelschlag auf 13:9 (25.). Trotzdem sah sich Trainer Kaseric in dieser Phase zu einer Auszeit gezwungen, weil im Spiel seiner Mannschaft mittlerweile vieles Stückwerk war. Zu Beginn war noch alles wesentlich leichter von der Hand gegangen. Mit einem gehaltenen Siebenmeter von Neumann sicherte VfS-Keeper Niklas Schmidt seinem Team dann beim 14:9 immerhin eine Fünf-Tore-Pausenführung.

Doch das dieser Vorsprung kein Ruhekissen war, wurde relativ schnell deutlich. Nils Schmidt traf zwar noch zum 15:10 für Warstein per Siebenmeter (31.), doch dann war Siegen am Drücker und verkürzte durch Neumann (2), Henrich sowie Wied auf 15:14 (35.). Plötzlich war es wieder ein komplett offenes Spiel. Erneut legte Warstein eine Drei-Tore-Führung vor – zum 17:14 (40.), 18:15 (41.) wie auch zum 19:16 (42.). Doch wieder gab dies den Hausherren keine Sicherheit.


Mit Simon Kraus und Jannik Becher brachte Kaseric fortan zwei Linkshänder auf dem rechten Flügel. Teamkollege Hoeck knallte die Kugel auf der anderen Seite an Latte und Pfosten. Kein Zielwasser hatte auch Simon Kraus bei einem Tempogegenstoß getrunken (52.). So kam Siegen durch Wied sogar zum nicht unverdienten 21:21-Ausgleich (54.). Warstein wackelte in dieser Phase, auch weil man kaum noch Zutrauen ins eigene Spiel hatte. Doch der VfS zog den Kopf nochmal aus der Schlinge.

Entscheidend in der Schlussphase waren sicherlich die kurzzeitige Auswechslung von Siegens Neun-Tore-Mann Henrich wegen Nasenblutens sowie die Zeitstrafe gegen Hücking (57.). So zog Warstein in Überzahl erneut auf drei Tore davon. Lars Schmidt traf unter anderem ins leere Siegener Gehäuse zum 23:21 (58.). Die Entscheidung war gefallen. Erneut Schmidt ließ dann noch Treffer Nummer 24 für Warstein folgen. Der sechste Heimsieg – am Ende schwer erkämpft – war perfekt.


Statistik


Torfolge: 4:0 (8.), 8:1 (12.), 9:6 (19.), 11:8 (23.), 14:9 (30.); 15:10 (31.), 15:14 (35.), 17:14 (40.), 18:15 (41.), 19:16 (42.), 19:18 (47.), 21:18 (50.), 21:21 (54.), 24:21 (60.).

Siebenmeter: VfS 4/4, RSVE 1/3.

Zeitstrafen: VfS 2 / RSVE 3.

Schiedsrichter: Bender/Schneider (Paderborn).

Zuschauer: 100.

VfS 59 Warstein: Niklas Schmidt (1.-60.), Stollberg (n.e.); J. Schmidt, L. Schmidt (7), Krischer (5), Kraus, N. Schmidt (7/4), Hoeck, M. Rüther, Schröder (2), Luca (3), Becher.

RSVE Siegen: Gräf; Dincic, Kiesler, Neumann (4), Henrich (9), Hücking (2), Feierabend, Adda, Wied (6/1), Lobpreis, Henrichs.


Trainerstimmen


Zoran Kaseric (VfS 59 Warstein): „Wir haben zwar hoch geführt, in der Phase aber auch viel Kraft gelassen. Wir müssen aus der guten Abwehrarbeit mehr Kapital schlagen, heißt, mehr einfache Tore werfen. Das gelingt uns in vielen Phasen nicht. Alle anderen Mannschaften in der Liga drücken aufs Tempo, bei uns ist das Tempospiel momentan nicht vorhanden. In der zweiten Halbzeit haben wir wie in Olpe zu viel verworfen. Am Ende haben wir mit drei Toren gewonnen, dennoch müssen wir weiter an unserer Wurfquote arbeiten. Wenn wir so weiterspielen, werden wir in Herbede keine Punkte holen. In den nächsten beiden Spielen wollen und müssen wir nachlegen.“



Caslav Dincic (Trainer RSVE Siegen): „Das war heute mehr Hauruck-Handball, wir haben insgesamt nicht gut gespielt. Bei uns fehlte mit Nils Büttner nicht nur unser bester Angreifer, sondern auch unser bester Abwehrmann. Ich bin überzeugt, dass wenn er dabei gewesen wäre, wir von Halblinks vier, fünf Tore weniger bekommen hätten. Ich ärgere mich über die Schiedsrichter. Sie haben oft Schritte gepfiffen, obwohl es in 90 Prozent der Fälle keine Schritte waren. Wir wussten, dass es ohne Harz schwer wird, weil Warstein eine gute Mannschaft hat. So wie in der zweiten Halbzeit müssen wir 60 Minuten lang spielen. Aber es ist dann am Ende auch eine Frage des Spielermaterials.“




VfS-Reserve holt dritten Sieg in Folge


Warstein Dritter Sieg in 2024, der erste überhaupt in fremder Halle in dieser Saison, dazu das fünfte ungeschlagene Spiel in Folge: Weiter auf der Erfolgswelle schwimmt die 2. Männermannschaft des VfS Warstein. Durch das 34:29 in Hohenlimburg ist das Punktekonto der Kretschmer-Sieben mit 13:11 erstmalig positiv, sprang man dadurch rauf auf den vierten Tabellenplatz.


Kreisliga Iserlohn/Arnsberg: HSG Hohenlimburg II – VfS 59 Warstein II 29:34 (14:15).

Ein 0:3-Rückstand als eine Art Wachmacher: Bereits nach drei Minuten sah sich VfS-Coach Benjamin Kretschmer zu einer Auszeit gezwungen. Diese zeigte aber direkt Wirkung. Warstein war fortan viel besser im Spiel und übernahm in der zehnten Minute erstmalig die Führung. Diese wurde dann zwar beim 7:7 wieder hergegeben (14.), doch die Gäste blieben in der Folge dran. Dominik Baack, bester Werfer seines Teams an diesem Tag, stellte in der 21. Minute auf 9:12 für die Gäste. Jan Grotenhöfer ließ dann sogar das 9:13 folgen, ehe sich Hohenlimburg bis zur Pausensirene wieder heranpirschte.

Nach dem Wechsel musste Warstein den Ausgleich schlucken, ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Auch von einem Rückstand (21:20/40.) erholte sich die Kretschmer-Sieben und bog spätestens nach vier Treffern in Folge zum 25:30 (54.) auf die Siegerstraße ein. Moritz Hohlfeld sorgte mit dem 34. Treffer für den Schlusspunkt.

VfS-Coach Kretschmer zog überaus zufrieden Bilanz: „Die Jungs haben wirklich geliefert heute und sich auch von einigen Widerständen nicht aus der Bahn werfen lassen. Wir haben momentan wirklich einen guten Lauf, und jeder weiß, was er zu tun hat.“

Nun fiebert die VfS-Reserve dem Heimspiel gegen den Aufstiegsanwärter aus Wickede am kommenden Samstag entgegen. Mit dem TV haben die Warsteiner aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen.

VfS: Göke; Baack, Schulte, Mir, Hohlfeld, Heppe, Aslan, Grotenhöfer, Mues, Mies, Grande, Lutter.

Soester Anzeiger, 12.02.2024, Text und Bild: Thorsten Heinke

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