VfS Warstein bleibt in Gevelsberg zu unkonstant

 

 

Gevelsberg.   Auswärtsspiele bleiben keine Feiertage für die Spieler des VfS Warstein. Bei der HSG Gevelsberg-Silschede fehlt der Baack-Sieben die Angriffslust.

 

Die Punktausbeute in der Fremde – es ist und bleibt das größte Übel bei den Handballern des VfS Warstein. Nach der 20:25-Niederlage bei der HSG Gevelsberg/Silschede II, eigentlich einer Mannschaft, die eher im unteren Drittel der Bezirksliga anzusiedeln ist, muss die Baack-Sieben vorübergehend kleinere Brötchen backen.

                Im Angriff ist der VfS beim Auswärtsspiel in Gevelsberg zu harmlos. Hier bleibt Lars Schmidt (weißes Trikot)

               hängen.                                                                                                     Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de

 

 

Handball, Herren-Bezirksliga Südwestfalen: HSG Gevelsberg/Silschede II - VfS Warstein 25:20 (13:11). Für die Niederlage führte Warsteins Trainer Dominik Baack diesmal nicht das sonst so ungeliebte Harz an, sondern die Angriffsleistung seiner Schützlinge, die erneut vieles schuldig blieben.

Baack: „Mit der 5:1-Deckung des Gegners sind wir nicht zurecht gekommen. Die haben immer schön unseren Halblinken kurz genommen, wir haben es dann nicht verstanden, die sich bietenden Räume zu nutzen. Hinzu kam eine in meinen Augen katastrophale Schiedsrichterleistung. Das war teilweise schon Wahnsinn, was die beiden Damen da gepfiffen haben.“

 
Bälle leichtfertig verloren

 

Aber auch an die eigene Nase mussten sich die Warsteiner nachher fassen, verstanden sie es zum wiederholten Male in dieser Saison nicht, Konstanz in ihr Spiel zu bringen.

Ein Wechselbad der Gefühle durchliefen die Gäste bereits in der ersten Hälfte. Vier Minuten fiel in der Sporthalle Gevelsberg-West zunächst gar kein Treffer, weil beide Abwehrreihen – samt Torhüter – dies vereitelten.

 

Dann antworteten die Warsteiner auf den 0:1-Rückstand mit zwei Toren in Folge von Jannik Becher und Lars Schmidt zum 1:2. Doch der VfS erlaubte es dem Gegner immer wieder, zurück zu schlagen – weil in der Vorwärtsbewegung leichtfertig Bälle weg geschmissen wurden oder beim Torabschluss die letzte, nötige Konsequenz fehlte.

 

So lag Gevelsberg nach zwölf gespielten Minuten mit 6:3 vorn. Zumindest von der Moral her konnte Trainer Dominik Baack seinen Jungs nichts vorwerfen. Schröder, Kraus und erneut Becher egalisierten, konnten schlussendlich aber auch nicht verhindern, dass man mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause ging.

 

Dabei konnten die Gäste sogar noch von Glück reden, dass es „nur“ 11:13 stand, war Gevelsberg doch kurz vor der Halbzeitsirene mit zwei Siebenmetern gescheitert.

 
Zehn Minuten ohne Torerfolg

 

Nach dem Wechsel kämpften sich die Warsteiner dann zwar wieder heran, doch ein rund zehnminütiger Blackout – als der Baack-Sieben kein einziges Tor gelang – sorgte für die Vorentscheidung in dieser Begegnung. Von 15:15 zogen die Gastgeber auf 20:15 davon.

 

„Technische Mängel, Unkonzentriertheiten und unnötige Zwei-Minuten-Strafen“, hatte Trainer Dominik Baack in dieser Phase bei seiner Mannschaft notiert. Auch in den letzten Spielminuten stand der VfS ein ums andere Mal mit einem Mann weniger auf der Platte – beispielsweise sahen Philip Schröder und Aaron Wiley Zeitstrafen, als das Spiel vielleicht noch einmal hätte kippen können.

 

„Natürlich können wir mit diesem Ergebnis, aber auch mit den anderen Ergebnissen, die wir auswärts bislang erzielt haben, nicht zufrieden sein. Das wurmt nicht nur mich, sondern vor allem die Mannschaft. Aber ich betone noch einmal: Wir sind eine junge Truppe. Rückschläge gehören dazu.“

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