Interview mit Dominik Baack: „Habe als Spieler diese Derbys immer geliebt“.

November 15, 2018

 

 

Warstein.  Warstein ist bereit für eine rauschende Handball-Party: Wenn die beiden Landesliga-Dinos, der VfS Warstein und TV Arnsberg, im direkten Duell aufeinandertreffen, sind emotionsgeladene Spiele vorprogrammiert. So wird es wohl auch diesmal wieder sein, wenn die beiden Erzrivalen – allerdings eine Etage tiefer in der Bezirksliga – die Klingen kreuzen. Neu ist nicht nur die Spielklasse, in der sich seit dieser Saison beide Mannschaften tummeln, sondern auch die Besetzung der beiden Trainerbänke. Waren beim letzten Derby im Februar 2018 – damals wie gesagt in der Landesliga – noch Günter Warkus (VfS Warstein) und Vadim Lammert (TV Arnsberg) verantwortlich, sind es nun Dominik Baack bzw. Frank Mähl.

 

                        Der Handball-Klassiker im Sauerland: Das Duell zwischen dem VfS Warstein (rechts) und TV Arnsberg
                        wird aber nun nicht mehr in der Landes-, sondern „nur“ noch in der Bezirksliga ausgetragen. Dennoch
                        rechnen die Verantwortlichen am Samstag mit einem enormen Zuschauerinteresse – aus beiden Lagern.

 

Im Vorfeld des Derbys, das am Samstag um 19.45 Uhr in der wahrscheinlich ausverkauften Dreifachturnhalle im Schwarzen Weg angepfiffen wird, versichert Warsteins Dominik Baack vor allem eines: „Wir werden 60 Minuten Vollgas geben, um Arnsberg zu schlagen.“ Dabei räumt der Soester auch mit dem Gerücht auf, dass mit Lars Schorlemer oder gar Boban Ristovic zwei Altgediente zum Einsatz kommen könnten: „Das wird definitiv nicht der Fall sein!“

 

Seit sage und schreibe elf Spielen ist der VfS Warstein in den Derbys ungeschlagen. Kann man den TV Arnsberg daher als Lieblingsgegner bezeichnen?
Dominik Baack: Ja, durchaus, aber ich sehe das unter einem anderen Gesichtspunkt: Die Derbys sind für die Spieler und die Fans einfach richtige Highlights. Da brauchst du niemanden extra zu motivieren. Wir sind jedenfalls auf das beste Arnsberg vorbereitet. Sie werden uns 60 Minuten alles abverlangen und nie aufgeben. Für uns heißt das: Wir müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde gallig sein, aber vor allem einen kühlen Kopf bewahren.


Wir sprachen es an: Die beiden Trainer feiern ihre Derby-Premiere. Ist das gerade für einen jungen Trainer wie dich ein ganz besonderes Spiel?
Auf jeden Fall. Als ich noch aktiver Spieler war, habe ich diese Derbys immer richtig genossen, ja sogar geliebt. Ich finde es absolut super, dass das Duell zwischen beiden Vereinen mittlerweile auf einer respektvollen Ebene ausgetragen wird. Ich freue mich hinterher schon auf das ein oder andere Pläuschchen, werde sicherlich auch mal mit Frank Mähl das Gespräch suchen – auch, um vielleicht über andere Gegner, die wir jetzt in dieser Saison noch nicht hatten, mehr zu erfahren. Aber zunächst gibt es auf der Platte keine Freundschaften.


Welche Rolle könnte das Publikum am Samstag spielen – sowohl als auch? Auch die Arnsberger werden sicherlich viele Schlachtenbummler mitbringen...
Der Support bei diesen Derbys ist wirklich phänomenal. Wir haben, so sehe ich das, für die Bezirksliga einen überaus guten Zuschauerzuspruch. Und auch für das Drumherum wird diesmal wieder gesorgt sein. Von daher spricht eigentlich nichts gegen ein tolles Handball-Fest.


Beide Mannschaften haben bereits sechs Minuspunkte auf dem Konto. Für den Verlierer dürfte das Thema Aufstiegskampf erledigt sein, oder?
Soweit denken wir nicht. Wir wollen uns oben festsetzen, dass ist klar. Dazu wollen, und müssen wir Arnsberg schlagen. Wir haben immer noch zu viele Schwankungen in unserem Spiel. Da müssen wir den Hebel ansetzen, wenn wir auf Dauer in dieser Liga konkurrenzfähig sein wollen. Im Training habe ich gespürt, dass die Jungs richtig Bock auf dieses Spiel haben. Von daher bin ich sehr optimistisch gestimmt, was den Samstag angeht.


Konkret gefragt: Was muss besser laufen als bei der Klatsche letzte Woche in Attendorn?
Wir müssen einfach unser Ding durchziehen und dürfen uns von Kleinigkeiten nicht aus der Bahn werfen lassen. So eine Verletzung, wie letzte Woche die von Lars Schmidt, kann während eines Spiels immer mal passieren. Aber dann darfst du dich anschließend nicht so hängen lassen. Die Körpersprache hat mir in gewissen Phasen gar nicht gefallen. Da gingen die Schultern bei dem einen oder anderen Spieler gleich runter. Attendorn hat es vorgemacht: Ruhe bewahren und konzentriert bleiben. Deshalb haben wir das Spiel auch in dieser Deutlichkeit verloren.


Also ist das 22:37 schon raus aus den Kleidern?
Davon gehe ich aus. Es bringt ja jetzt auch nichts mehr, dem nachzutrauern. Wir müssen die Situation so annehmen, wie sie ist. Mit einem Sieg über Arnsberg könnten wir unsere Fans milde stimmen, und das ist unser Ziel.


Abschließend: Wie sieht es personell aus am Samstag?
Unser Torwart Hendrik Hilwerling scheint seine Leistenprobleme in den Griff bekommen zu haben. Im Training machte er jedenfalls einen guten Eindruck. Bei Lars Schmidt müssen wir abwarten, was mit seiner Leiste ist. Er wird sich am Freitag noch einmal einem Belastungstest unterziehen. Wenn es nicht geht, wird er auch nicht spielen. Da werden wir definitiv kein Risiko eingehen, zumal unser Kader groß genug ist. Ich versuche noch Markus Sobkowiak aus der Zweiten dazu zu bekommen – einfach, um auch mal Tempo spielen zu können. Ansonsten sind alle fit und bis in die Haarspitzen motiviert.

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