VfS Warstein gewinnt dank Becher-Freiwurf beim TV Wickede

 

Wickede (Ruhr).   In buchstäblich letzter Sekunde sichert sich der VfS Warstein den ersten Auswärtssieg der Saison beim TV Wickede.

 

Ein Geistesblitz von Jannik Becher mit der allerletzten Aktion des Spiels – einem direkt verwandelten Freiwurf – ließ die Handballer des VfS Warstein feucht-fröhlich die Heimreise vom Bezirksliga-Auswärtsspiel beim TV Wickede antreten.

 

Nach dem 20:19-Siegtreffer des Linkshänders, der nach Ablauf der Schlusssirene fiel, kannte der Jubel im Lager der Gäste keine Grenzen mehr.

 

Nach dem Siegtreffer „begraben“ die VfS-Spieler Jannik Becher. Foto: Thorsten Heinke Handball,

 

Bezirksliga Südwestfalen: TV Wickede - VfS Warstein 19:20 (9:12). Die Warsteiner Fans werden von ihrer Mannschaft – in der Regel – nicht gerade mit Siegen verwöhnt, zumal der letzte doppelte Punktgewinn auswärts auch schon wieder ein gutes halbes Jahr zurückliegt – damals noch in der Landesliga-Relegation bei der SG Sendenhorst.

 

Umso enthusiastischer wurde das 20:19 am Sonntag in der Wickeder Gerkensporthalle gefeiert. Zum einen, weil es auf dramatische Art und Weise zustande kam, zum anderen, weil es der erste Auswärtssieg überhaupt der Baack-Sieben in dieser Spielzeit, in der neuen Umgebung „Bezirksliga“, war.

 

Getreu dem Motto: Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und dies taten die Bierstädter, samt Anhang, anschließend ausgiebig.

 

Wickede dreht Spiel nach der Pause

 

Dabei sah es zwischenzeitlich nach einer wieder eher tristen Auswärts-Tour des Landesliga-Absteigers aus, passend zum momentan herbstlich-kühlen Dauergrau draußen.

Nach guter erster Halbzeit, und einer Drei-Tore-Führung, verloren die Warsteiner im Laufe des zweiten Durchgangs spielerisch mehr und mehr ihre Linie, Wickede kam durch seine Wurfgewalt aus dem Rückraum nicht nur heran, sondern enteilte nach einem Schreiber-Treffer sogar auf 17:15 (48.).

In dieser Phase hatte auch der lange wegen gesundheitlicher Probleme auf der Bank sitzende Philip Schröder das Spielfeld betreten, führte sich aber gleich mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe und einem Fehlpass aus dem Rückraum ins Seiten-Aus ein.

 
Schröder-Ausfall von Mannschaft kompensiert

 

„Ich hatte überlegt, ihn danach direkt wieder runter zu nehmen, aber für den Kopf des Jungen wäre das kontraproduktiv gewesen“, sagte Trainer Dominik Baack nachher.

Für den kränkelnden Schröder sprangen aber seine Teamkollegen in die Bresche. Allen voran Jannik Becher, der in dieser Saison mehr und mehr zu einer Schlüsselfigur im Warsteiner Spiel zu werden scheint.

 

Nicht nur der Knickwurf des Linkshänders zum 20:19-Endstand sorgte für Jubelstürme unter den Warsteiner Anhängerschaft, sondern auch sein eigentlich als Pass an den Kreis gedachtes Zuspiel auf Marius Heppe – das den Weg zum Erstaunen aller direkt ins Wickeder Tor fand – musste in die Kategorie „Einzigartig“ eingestuft werden.

 
Konsequente Deckung als Schlüssel zum Erfolg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unzufrieden: TV-Trainer Jan Thiele. Foto: Heinke

 

Einen Spieler herausheben wollte Trainer Dominik Baack nachher, in seiner gewohnt ruhigen Art, aber nicht: „Die Mannschaft hat die schwierige Situation in der zweiten Halbzeit als Kollektiv gemeistert. Da waren wir, gerade was die Abwehr betrifft, nicht mehr so entschlossen in unseren Handlungen wie vor der Pause.“

 

Dort legte der VfS, durch konsequente Deckungsarbeit – gerade gegen Wickedes gefährlichen Halblinken Plenius – die Grundlage für den späteren Sieg, der im Zustandekommen sicherlich als glücklich einzuordnen ist.

 

Noch einmal Trainer Dominik Baack: „Den Jungs hat man den Willen, das Spiel zu gewinnen, in der Schlussphase angemerkt.“ Netter Nebeneffekt des Erfolges: Die Warsteiner springen vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz.

Thiele spricht von einer Katastrophe

 

Dort hätten sich auch die Wickeder gerne gesehen. Trainer Jan Thiele ging mit seinen Mannen nach dem Spiel hart ins Gericht.

 

Zur Leistung sagte er wörtlich: „Eine einzige Katastrophe, völlig naiv. Ich weiß nicht, wo unsere Abwehr, samt Torhüter, mit den Gedanken bei der letzten Aktion des Spiels war. So darfst du nie und nimmer das Spiel aus der Hand geben.“

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