Hoeck-Heber bringt VfS den Sieg

 

 

 

SENDENHORST.   Die Landesliga-Saison 2017/18 scheint für die Handballer des VfS Warstein ein glückliches Ende zu nehmen. Mit einem 23:22-Auswärtserfolg im ersten Relegations-Spiel bei der SG Sendenhorst verschaffte sich die Raßbach-Sieben eine hervorragende Ausgangsposition für die verbleibenden beiden Begegnungen vor heimischer Kulisse gegen Gehlenbeck (25. Mai, 20 Uhr) und Oespel-Kley (30. Mai, 18.30 Uhr). Dann auch wieder mit dabei: der in den vergangenen Wochen zur Höchstform aufgelaufene Lars Schorlemer.

Die Landesliga-Saison 2017/18 scheint für die Handballer des VfS Warstein ein glückliches Ende zu nehmen. Mit einem 23:22-Auswärtserfolg im ersten Relegations-Spiel bei der SG Sendenhorst verschaffte sich die Raßbach-Sieben eine hervorragende Ausgangsposition für die verbleibenden beiden Begegnungen vor heimischer Kulisse gegen Gehlenbeck (25. Mai, 20 Uhr) und Oespel-Kley (30. Mai, 18.30 Uhr). Dann auch wieder mit dabei: der in den vergangenen Wochen zur Höchstform aufgelaufene Lars Schorlemer.

Handball-Landesliga, Abstiegs-Relegation: SG Sendenhorst - VfS Warstein 22:23 (9:10). Erst der dritte Sieg in der Fremde in dieser Saison (nach Herbede und Schwelm): „Aber es ist der wichtigste von den Dreien“, sagte VfS-Coach Lutz Raßbach, der weiß, dass zwei weitere Punkte in den verbleibenden beiden Heimspielen bereits ausreichen könnten, um sich das Landesliga-Ticket für ein weiteres Jahr zu sichern.

Offensive Deckung überrascht VfS

In der St. Martin-Sporthalle in Sendenhorst (Kreis Warendorf) schlüpfte am Pfingstsonntag auf Seiten der Gäste ein Spieler in die Rolle des Matchwinners, die man ihn so auf den ersten Blick nicht zutrauen würde: Mit einem gefühlvollen Heber – fast in Zeitlupen-Format – über Sendenhorsts Keeper Cooper machte Warsteins Linksaußen Florian Hoeck 40 Sekunden vor der Schlusssirene den Deckel drauf auf diese Partie. Zwar kamen die Gastgeber noch einmal in Ballbesitz, kassierte VfS-Kapitän Jonas Schmidt zusätzlich eine Zeitstrafe, doch ein Fußfehler machte die Sendenhorster Hoffnungen auf ein Unentschieden (und vielleicht auch noch mehr) zunichte.

Der VfS Warstein feierte anschließend mit seinen mitgereisten Fans ausgelassen den perfekten Start in eine Relegationsrunde, in der auch die Nerven eine entscheidende Rolle spielen könnten.

„Beiden Mannschaften hat man die Nervosität deutlich angemerkt“, blickte Warsteins Trainer Lutz Raßbach auf eine erste Halbzeit zurück, die gespickt war von technischen Fehlern hüben wie drüben. Mit der offensiven 3:2:1-Deckung verblüffte Sendenhorsts Coach Heyna nicht nur die gegnerischen Angreifer, sondern auch seinen Gegenüber. Lutz Raßbach: „Dass sie so offensiv decken würden, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Per Videomaterial, vom Ex-VfSler Jonas Bittern zur Verfügung gestellt, hatte sich Raßbach die Sendenhorster Spielweise im Vorfeld zu Gemüte geführt. Doch eine passende Antwort darauf fanden seine Mannen zu Beginn des Spiels eher nicht. So war die SG in der 14. Spielminute bis auf zwei Tore (6:4) enteilt, konnten sich die Warsteiner bei ihrem Routinier Boban Ristovic sowie Keeper Niklas Schmidt bedanken, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Und zur Pause lagen die Gäste – mittlerweile war Ristovic in Manndeckung genommen worden – sogar knapp mit einem Tor vorne.

Nach Rückstand zurückgekämpft

Direkt zu Beginn des zweiten Durchgangs mussten die Warsteiner die kritischste Phase des gesamten Spiels überstehen, als Sendenhorsts Hunkemöller in Überzahl zur 12:10-Führung traf. Doch Warstein fightete zurück, kam durch Boban Ristovic zum erneuten Ausgleich (18:18/44.) und sollte damit eine höchstdramatische Schlussphase einläuten. Nachdem fast sechs Minuten kein Treffer gefallen war, es in dieser Phase vielmehr Zeitstrafen hagelte, war es erneut der Serbe, der mit seinem neunten Tor an diesem Abend die Weichen auf Auswärtssieg stellte. Ristovic legte sechs Minuten vor dem Ende dann sogar noch das 20:19 nach, ehe Goehausen per Siebenmeter ausglich. VfS-Kapitän Jonas Schmidt tankte sich anschließend am Kreis durch, erzielte das 21:20 aus Sicht der Gäste, doch Feldmann antwortete prompt mit dem 21:21. Und als dann Constantin Pieper einen Siebenmeter verwarf, schien das Pendel doch noch zugunsten der SG auszuschlagen. Doch Philip Schröder und eben Florian Hoeck nahmen sich ein Herz, ließen mit ihren Treffern das zwischenzeitliche 22:22 durch Smykalla fast vergessen. Der VfS Warstein hatte laut Trainer Lutz Raßbach einen „mehr als schmutzigen Auswärtssieg“ errungen.

SG fehlen zehn Leistungsträger

Sein Gegenüber, Claudius Heyna, fasste die 60 Minuten wie folgt zusammen: „Bei uns fehlten heute zehn Leistungsträger. Die Truppe hat in dieser Besetzung so noch nie zusammengespielt, dafür hat sie das aber mehr als ordentlich gemacht. Wir wollten in der zweiten Halbzeit eigentlich noch mehr Tempo gehen, weil das unserer Spielweise entspricht. Aber irgendwann fehlten die Körner. Wir blicken dennoch positiv auf die letzten beiden Spiele.“

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